Wellness

    Wellness, Spass und Genuss im Bäderkanton Aargau

    Oft wird der Kanton Aargau bloss zur Durchreise «missbraucht», sei es auf der A1 oder im Intercity. Zu Unrecht: Die Region hat viel zu bieten!

    Aargau
    Der Kanton Aargau hat viel zu bieten. - André Meier

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Wellness-Therme Fortyseven lässt Baden als Bäderstadt in neuem Glanz erstrahlen.
    • Mit der Badenfahrt vom 18. bis 27. August 2023 zeigt sich Baden in Feierlaune.
    • Ein Besuch im Weingut Schödler in Villigen offenbart Weinkultur im Kanton Aargau.

    Der Kanton Aargau ist weit mehr als nur Durchgangsort auf der A1 oder im Intercity. Wer sich die Zeit nimmt, den Kanton zu entdecken, erlebt hier Badegenuss, feucht-fröhliche Feste und wunderbar schmackhafte Weine.

    Therme Fortyseven – Ort der Achtsamkeit

    Das Badener Thermalwasser ist mit 47°C nicht nur eines der wärmsten, sondern mit rund 4,5 Gramm pro Liter auch das mineralreichste Heilwasser der Schweiz. Aus 18 Quellen sprudeln aus über 1000 Metern Tiefe durchschnittlich etwa 750 Liter pro Minute.

    Die hohe Mineralisierung erreicht das Thermalwasser durch seine lange Reise im Erdinnern – ein Teil davon ist zwischen 4000 und 12'000 Jahre unterwegs.

    Der Tessiner Stararchitekt Mario Botta hat mit dem Wellness-Gebäude Fortyseven – Fortyseven steht für das 47°C warme Thermalwasser – der Stadt Baden ein neues, ästhetisches Wahrzeichen verliehen.

    Typisch für Botta: Er ist bekannt für seinen rationalen Stil mit schlichten Formen und dem Spiel von Licht und Schatten. Das fulminante Gebäude besticht durch seine Leichtigkeit und Eleganz, das sich zur Limmat hin öffnet. Die Planung und Bauarbeiten der Anlage dauerten zusammen fast acht Jahre, 2021 konnte Fortyseven eröffnet werden.

    Therme
    Architekt Mario Botta hat für die Wellness-Anlage FORTYSEVEN in Baden Naturmaterialien verwendet. - Peter Widmer

    Nina Suma, Geschäftsführerin von Fortyseven, erklärt, dass mit der Wellness-Anlage nicht Familien, sondern primär Personen ab zirka 30 Jahren angesprochen werden: «Wir wollen damit niemanden ausgrenzen, aber Fortyseven ist ein Ort für die Sinne, ein Ort der Achtsamkeit und Ruhe, und da hätten Kids wenig den Plausch», begründet sie die Zielgruppenbestimmung.

    Wellness gibt es auch für den Gaumen: Im hauseigenen Restaurant wird alles frisch – meist im Wok – zubereitet, mit saisonalen und möglichst regionalen Produkten.

    100 Jahre Badenfahrt

    Im Mittelalter war die Limmat die sicherste Reiseverbindung von Zürich nach Baden und wurde von vielen Kurgästen auf der sogenannten «Badenfahrt» genutzt. So entstand der Begriff, der heute für das grosse und einzigartige Volksfest in Baden steht.

    In diesem Jahr feiert die Badenfahrt ihr 100-jähriges Bestehen und steht unter dem Motto «NEO» – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nadine Stutz, verantwortlich für Kommunikation und Medien im OK, freut sich riesig aufs Fest und «hat vor nichts Angst», sagt sie selbstbewusst.

    Das wundert nicht, gehen der Badenfahrt 2023 doch mehr als drei Jahre minuziöse Planung voraus.

    zwei Frauen
    Freuen sich aufs Fest: Badenfahrt-OK-Mitglieder Nadine Stutz (links) und Antonina Businger. - Peter Widmer

    Die Badenfahrt findet vom 18. bis 27. August 2023 statt. Das Festgebiet erstreckt sich über ganzes Stadtgebiet, einschliesslich dem Bäderquartier.

    Antonina Businger, zuständig für die Festgestaltung und künstlerische Leiterin, ist gespannt, wie die 96 teilnehmenden Vereine das diesjährige Motto umsetzen: «Sie sind frei in der Ausgestaltung des Themas.»

    Das Festprogramm ist sehr abwechslungsreich: Blues-Konzerte, Akrobatik-Workshops, Dampf-Lok-Fahrten, Kinder- und Jugendwelt, Theaterbühnen, Badenfahrt-Specials, Luna-Park, Verkaufsstände mit verschiedensten internationalen Küchen sowie die Beizen der Vereine sorgen für beste Unterhaltung.

    Genuss im Rebberg

    Judith Schödler, Vorstandsmitglied des Vereins «Jurapark Aargau», empfängt die Besuchenden mitten im Rebberg des Familienbetriebes in Villigen. Der Verein steht für die nachhaltige Entwicklung im Aargauer Jura ein und besteht aus Parkgemeinden, Firmen, Organisationen und Einzelmitgliedern.

    Rebberge
    Vom Rebberg der Familie Schödler geniesst der Besucher einen Panoramablick auf das Aargauer Dorf Villigen. - Peter Widmer

    Judith Schödler und ihr Partner Nick Schnider pflanzen sowohl bei den Weiss- als auch bei den Rotweinen hauptsächlich pilzwiderstandsfähige (PIWI) Sorten an. Die Degustation der weissen «Sinfonie» aus der Traubensorte Johanniter lässt aufhorchen und wirft Vorurteile zu noch weitgehend unbekannten PIWI-Sorten über Bord.

    Der Wein zeigt sich ausgewogen, mit leichter Zitrusnote, wie man sie beispielsweise beim «vertrauten» Sauvignon Blanc kennt...

    ***

    Artikel von Tourismus Lifestyle Verlag, Peter Widmer

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