Lade-Frust über den Wolken
Swiss und Edelweiss ersetzen alte USB-A-Buchsen in ihren Flugzeugen durch moderne USB-C-Anschlüsse.

Das Wichtigste in Kürze
- Alte USB-Anschlüsse im Flugzeug sorgen für Frust bei Passagieren.
- Airlines rüsten schrittweise auf USB-C um.
- Die Modernisierung ist technisch aufwendig und dauert lange.
Wer im Flugzeug sein Handy laden möchte, erlebt oft eine Enttäuschung: Das moderne Kabel passt nicht in den alten USB-A-Anschluss am Sitz. Da Powerbanks an Bord offiziell verboten sind, führt dies bei Passagieren zunehmend zu Unmut.
Die Fluggesellschaften Swiss und Edelweiss reagieren nun auf den technologischen Wandel, auch wenn die Umrüstung komplex ist.
Swiss plant, alle zehn neuen Airbus A350 schrittweise mit USB-C-Anschlüssen in allen Klassen auszustatten. Auch ältere Langstreckenjets wie der A330 sollen im Zuge von Kabinen-Umbauten («Swiss Senses») modernisiert werden.
Edelweiss geht noch einen Schritt weiter: Bis Mitte 2027 soll die gesamte Flotte sowohl über USB-A als auch über USB-C verfügen.
In den neuen A350-Maschinen sollen die Anschlüsse sogar bis zu 60 Watt liefern, was das Laden von Laptops ermöglicht. In den höheren Buchungsklassen ist zudem Wireless Charging geplant.
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Der Austausch einer einfachen Buchse ist im Flugzeug eine logistische Herausforderung. Jede Komponente muss strengen Sicherheits- und Brandschutzvorschriften entsprechen und zertifiziert werden.
Zudem können die Arbeiten meist nur bei grossen Wartungsintervallen durchgeführt werden, die nur alle paar Jahre anstehen. Während Smartphones jährlich wechseln, bleibt die Bordelektronik oft über ein Jahrzehnt im Einsatz.
Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.








