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    Gabriel Gersch: «Publikum checkt, ob sich jemand gross aufplustert»

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    Luzern,

    Gabriel Gersch lockt mit dem Luzerner Unternehmen Explora jährlich rund 70'000 Zuschauer an. Im «Travel News Talk» erzählt er von gefährlichen Expeditionen.

    Gabriel Gersch
    Gabriel Gersch, Geschäftsführer und Mitinhaber der Explora Events AG, ist zu Gast im aktuellen «Travel News Talk», aufgezeichnet am Explora-Hauptsitz in Luzern. - TN

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gerschs Expeditionserfahrung hilft Explora, echte Abenteuer von Inszenierungen zu unterscheiden.
    • Explora erweitert sein Programm um Wissenschaft, Journalismus, Politik und Comedy.
    • Im Podcast berichtet Gersch von gefährlichen Momenten in Alaska und Grönland.

    Gabriel Gersch war über viele Jahre als Abenteurer und Wildnisguide unterwegs, unter anderem in Alaska, Grönland und Pakistan. 2018 stiess er zu Explora, seit 2024 führt er das Luzerner Unternehmen als Geschäftsführer, zudem ist er Mitinhaber.

    Den Wechsel vom Zelt ins Büro hat Gersch nie bereut. «Mein Abenteuer ist weitergegangen, einfach in anderer Form», sagt er im aktuellen «Travel News Talk».

    Heute trägt er die Verantwortung für ein Unternehmen, das jährlich rund 70'000 Menschen mit multimedialen Live-Shows begeistert.

    Seine eigenen Expeditionen helfen ihm bei der Auswahl neuer Geschichten. Er könne einschätzen, was ein echtes Abenteuer sei und was bloss Inszenierung.

    Würdest du selbst gerne eine längere Expedition unternehmen?

    «Das Publikum checkt, ob sich jemand gross aufplustert», sagt Gersch. Deshalb arbeitet Explora eng mit den Referentinnen und Referenten zusammen, statt lediglich fertige Shows einzukaufen.

    Live-Erlebnisse trotzen der Digitalisierung

    Das Geschäft läuft laut Gersch gut, die Nachfrage nach Tickets steigt tendenziell. Die zunehmende Digitalisierung könnte Live-Veranstaltungen zusätzlichen Auftrieb geben.

    «Ich sehe aktuell ein Aufleben unserer Live-Branche», so der Explora-Geschäftsführer. Dabei setzt das Unternehmen längst nicht mehr ausschliesslich auf klassische Reisevorträge.

    Auch Wissenschaft, Journalismus, Politik und Comedy gehören zum Programm. Das Publikum sei dadurch jünger und experimentierfreudiger geworden.

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    Gersch: «Wenn wir pro Show so um die 300 Zuschauerinnen und Zuschauer haben, dann haben wir unsere Kosten gedeckt.» Erfolgreiche Tourneen tragen weniger gefragte Themen mit.

    Ein weiterer Erfolgsfaktor ist für Gersch das eingespielte Team. Während der Wintersaison arbeiten die Mitarbeitenden teilweise 50 bis 60 Stunden pro Woche. Im Sommer bleibt dafür Zeit zum Reisen.

    «Wir haben so gut wie keine Fluktuation», betont der Geschäftsführer. Auch die Übergabe durch Gründer Andreas Hutter verlief harmonisch.

    Beide arbeiten weiterhin eng zusammen, selbst wenn sie nicht immer gleicher Meinung sind. Gersch schätzt insbesondere Hutters Bereitschaft, langfristig zu denken: «Ich bewundere ihn um seine Grosszügigkeit und um seinen Weitblick.»

    Im Podcast erzählt Gabriel Gersch ausserdem von gefährlichen Situationen in Alaska und Grönland. Zudem berichtet er, wie er mit Flops umgeht und verrät, welche Shows ihn besonders begeistern.

    Hier gehts zum Podcast von Travelnews.

    Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

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