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    So entkommst du der Social-Media-Falle

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Bern,

    Du vergleichst dich ständig online? Social Media zeigt nur Hochglanzmomente. Mit cleveren Strategien holst du dir neue Gelassenheit zurück.

    Frau macht Selfie
    Social Media präsentiert dir makellose Ausschnitte fremder Leben – und macht den Vergleich zur täglichen Herausforderung. - Depositphotos

    Ein Blick aufs Smartphone genügt ‒ und du siehst perfekte Leben auf Social Media. Nutzer zeigen vor allem die schönen Seiten ihres Alltags, oft idealisiert und nicht realistisch.

    Das fördert das ständige Vergleichen mit anderen. Aristoteles beschrieb Neid einst als Schmerz über das Glück anderer.

    Heute trifft diese Definition besonders zu, weil Smartphones zu Vergleichsmaschinen geworden sind, die schmerzhafte Gefühle triggern. So entsteht eine neue Form von Neid: Social-Media-Neid.

    Vergleichen macht unglücklich: Was die Forschung zeigt

    Forschungen zeigen, dass die Nutzung von Social Media das Entstehen von Neidgefühlen verstärkt und so depressive Verstimmungen begünstigt. Dabei entsteht häufig ein bösartiger Neid, also das Gefühl (Fachbegriff «Malicious envy»), anderen ihren Erfolg nicht zu gönnen und ihnen zu wünschen, dass sie ihn wieder verlieren.

    Vater, Mutter und Kind machen Selfie
    Ob Fitnessziele oder Familienplanung: Social Media setzt mit scheinbar perfekten Momenten den Massstab für Vergleiche. - Depositphotos

    Demgegenüber steht wohlwollender Neid («Benign envy»), bei dem man durch den Erfolg anderer motiviert wird, selbst etwas zu erreichen. Die Krux: Wohlwollender Neid entsteht seltener, weil die Distanz zwischen gezeigtem Ideal und eigener Realität oft zu gross ist, um noch als erreichbares Vorbild zu wirken.

    Denn auf Social Media werden meist gefilterte, überhöhte Lebensrealitäten gezeigt, die leicht das Gefühl auslösen, selbst zu kurz zu kommen. Damit du dem nicht mehr machtlos ausgeliefert bist, zeigen wir dir jetzt drei wirksame Schritte!

    Schritt Nr. 1: Gefühle bewusst wahrnehmen

    Versuche, das Gefühl nicht zu verdrängen, sondern es ehrlich wahrzunehmen – allein das verändert den Blick auf die Situation häufig. Wenn du dir eingestehst, was dich innerlich triggert, kannst du deine eigentlichen Bedürfnisse oder vielleicht auch unerfüllten Wünsche hinter dem bohrenden Neid erkennen.

    Oft ist er nämlich schlicht die Rückseite dessen, was dir wirklich wichtig ist – und deshalb auch ein wertvoller Hinweis. Diese Klarheit hilft dir, neue Prioritäten zu setzen und mit mehr Motivation deinen eigenen Weg zu finden beziehungsweise weiterzugehen.

    Schritt Nr. 2: Digitale Umgebung gestalten

    Überlege, wem du folgst – und warum. Inspirierende Persönlichkeiten können dich bestärken und motivieren; wer das Gegenteil bei dir bewirkt, ist Aufmerksamkeit nicht wert.

    Frau mit Smartphone im Bett
    Eine bewusst gewählte Timeline sorgt für mehr Inspiration und seelisches Wohlbefinden in deiner Social-Media-Welt. - Depositphotos

    Sortiere gezielt Accounts aus, deren Inhalte schlechte Laune oder Missgunst bei dir wecken. Werden Posts zum Energieräuber, schalte Benachrichtigungen ab oder beende dein Abo kompromisslos.

    So schaffst du Raum für echte Vorbilder und einen gesunden digitalen Alltag.

    Schritt Nr. 3: Auf definierte Scroll-Portionen setzen

    Plane feste Zeiten fürs Scrollen. Gerade nach stressigen Tagen hilft ein Ausflug ins echte Leben oft mehr als der nächste Online-Check.

    Konzentriere dich auf Kontakte und Aktivitäten, die dir guttun und dich stärken. Statt nur online zu vergleichen, setze dir persönliche erreichbare Ziele.

    Durch bewussten Umgang mit Social Media wächst die Zufriedenheit bei dir wieder – und du findest mehr Freude an deinem eigenen Leben und Fortschritten.

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