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    Gesundheit Aargau: Was ist eine Sonnenallergie und was hilft?

    Marcel Winter
    Marcel Winter

    Aarau,

    Wenn die Sonne juckt und die Haut schmerzt, ist oft eine Sonnenallergie die Ursache. Wann lohnt es sich, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.

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    Gesundheit Aargau: Eine Sonnenallergie kann wehtun. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die polymorphe Lichtdermatose bezeichnet eine oft nicht ansteckende Hauterkrankung.
    • Vorbeugen und Behandeln gelingt mit Sonnenschutz, Gewöhnung und ärztlicher Hilfe.
    • Wenn Sie die Sonne nicht abkönnen, sorgen Sie für einen guten Sonnenschutz.

    Typisch bei einer Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose) ist ein starker Juckreiz an Stellen, die der Sonne ausgesetzt waren.

    Danach zeigen sich Rötungen, kleine Knötchen oder Bläschen. Betroffen sind vor allem Hals, Dekolleté, Arme und Handrücken. Auffällig ist die Verzögerung. Symptome treten oft erst Stunden oder sogar Tage später auf.

    Wichtig ist die Abgrenzung zum Sonnenbrand. Ein Sonnenbrand rötet die Haut grossflächig und brennt. Die Allergie dagegen juckt stark und zeigt einzelne Flecken oder Knötchen.

    Hatten Sie schon Mal eine Sonnenallergie?

    Frauen viermal so häufig betroffen

    Meist beginnt die polymorphe Lichtdermatose im jungen Erwachsenenalter, manchmal schon bei Kindern. Die Beschwerden häufen sich im Frühling und Frühsommer.

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    Gesundheit Aargau: Bei einer Sonnenallergie können Juckreiz und Bläschen auftreten. - Depositphotos

    Wie die Universität Manchester in einer systematischen Übersichtsarbeit von 2023 darlegt, ist die polymorphe Lichtdermatose die häufigste dieser Lichterkrankungen. In europäischen Studien liegt ihre Häufigkeit je nach Region bei rund 10 bis 20 Prozent. Frauen sind dabei bis zu viermal so oft betroffen wie Männer.

    Was die Reaktion auslöst

    Warum die polymorphe Lichtdermatose entsteht, ist bis heute nicht restlos geklärt. Vermutet wird eine überschiessende Reaktion des Immunsystems auf UV-Strahlung. Vor allem die langwelligen UVA-Strahlen scheinen eine Rolle zu spielen.

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    Die Creme kann dabei helfen, sich zu schützen. - Depositphotos

    Daneben gibt es weitere Reaktionen, die man umgangssprachlich Sonnenallergie nennt. Dazu zählt die sogenannte Mallorca-Akne, ausgelöst durch UV-Licht und Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten. Auch Medikamente können die Haut lichtempfindlicher machen, etwa gewisse Antibiotika.

    Vorbeugen mit einem passenden Sonnenschutz

    Vorbeugen ist der wichtigste Schritt. Gewöhnen Sie die Haut langsam an die Sonne, statt sie sofort stark zu belasten. Meiden Sie die Mittagssonne, in der Schweiz vor allem zwischen elf und 15 Uhr. Tragen Sie Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille.

    Sonnenhut
    Ein Sonnenhut kann vor der Sonne schützen. - Depositphotos

    Verwenden Sie grosszügig eine Crème mit UVA- und UVB-Schutz, mit Faktor 30 oder höher. Tragen Sie die Crème rechtzeitig vor dem Aufenthalt im Freien auf.

    Oft wird das gerne unterschätzt. Man trägt einmal die Creme auf und denkt, dass man den ganzen Tag geschützt ist. Erneuern Sie deswegen den Schutz nach dem Baden und nach starkem Schwitzen.

    Auf zusätzliche künstliche UV-Strahlung sollten empfindliche Personen verzichten. Wie das Bundesamt für Gesundheit in einer Messkampagne 2023 berichtet, hielten viele Solarien die Grenzwerte nicht ein. Rund 31 Prozent der geprüften Geräte lagen über dem erlaubten Wert. Bei Selbstbedienungs-Solarien waren es sogar knapp 59 Prozent.

    Unbedingt behandeln und zum Arzt gehen

    Sind die Beschwerden schon da, helfen kühlende Umschläge und Ruhe für die Haut. Bei starkem Juckreiz lindern Antihistaminika aus der Apotheke. Cortisonhaltige Cremes kommen bei ausgeprägten Schüben zum Einsatz.

    Wichtig ist, die betroffene Haut vorerst vor weiterer Sonne zu schützen. Bei schweren oder wiederkehrenden Schüben kann eine Lichttherapie sinnvoll sein. Dabei gewöhnt die Ärztin oder der Arzt die Haut kontrolliert an UV-Strahlung.

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    Die Haut muss weiter geschützt werden, sonst entstehen Blasen und Juckreiz. - Depositphotos

    Meist klingen die Hautveränderungen nach einigen Tagen von selbst ab. Bleibt die Haut geschützt, heilt sie ohne Narben. Im nächsten Frühling können die Beschwerden allerdings zurückkehren. Der Gewöhnungseffekt hält nämlich nur eine Saison an.

    Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn der Ausschlag stark ist oder nicht abklingt. Das gilt auch, wenn Sie sich über die Ursache unsicher sind. Denn nicht jede Hautreaktion in der Sonne ist harmlos.

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