Gesundheit Aargau: Allergisches Asthma erkennen und behandeln

Marcel Winter
Marcel Winter

Aarau,

Allergisches Asthma entwickelt sich häufig unbemerkt. Wer die Frühwarnzeichen erkennt und die Erkrankung gezielt behandelt, kann Beschwerden reduzieren.

Gesundheit Aargau
Allergisches Asthma lässt sich durch Frühzeichen oft schon vorab erkennen. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Allergisches Asthma beginnt oft schleichend und wird im Alltag lange nicht erkannt.
  • Frühe Diagnose und Therapie helfen, Beschwerden zu lindern und Folgeschäden zu vermeiden.
  • Allergieauslöser sollten möglichst konsequent gemieden werden.

Der Frühling beginnt und einige von uns bekommen ein Jucken und Kratzen im Hals. Doch was sich oft so einfach anhört, kann schnell zum allergischen Asthma werden.

Allergisches Asthma ist eine Form von Asthma, bei der dein Körper auf eigentlich harmlose Dinge wie Pollen oder Tierhaare zu stark reagiert. Und das kann sich schnell äussern, indem wir beispielsweise anfangen, ständig zu husten.

Allergisches Asthma ist keine seltene Krankheit, doch oft wird es jahrelang als «hartnäckige Erkältung» missverstanden. Eine frühe Diagnose ist entscheidend, um die Lunge langfristig zu schützen.

Leiden Sie unter einem trockenen Reizhusten im Frühling?

Gesundheit Aargau: Oft mehr als nur ein Husten

Oft beginnt es für uns ganz unscheinbar. Man denkt an Heuschnupfen oder eine leichte Überanstrengung. Ein trockener Reizhusten, der vor allem nachts oder in den frühen Morgenstunden auftritt.

Husten
Was sich oft wie ein Husten anfühlt, kann auch schon mal ein allergisches Asthma sein. - Depositphotos

Auch ein alarmierendes Zeichen, kann ein leises Pfeifen beim Ausatmen sein, das oft erst bei körperlicher Belastung auffällt. Oder der Druck auf der Brust: das Gefühl, als würde ein unsichtbarer Gürtel den Brustkorb einschnüren.

Einige merken es, wenn beispielsweise der einfache Treppensteig in die Wohnung plötzlich länger dauert. Es tritt Kurzatmigkeit auf und wir fühlen uns schlapp und antriebslos.

Studien der Universität Zürich von 2024 bestätigen, dass viele Betroffene diese Symptome viel zu spät ernst nehmen. Oft vergehen Jahre, bis der Weg zum Facharzt führt. Doch Achtung! Das ist Zeit, in der sich die Entzündung in den Atemwegen festsetzen kann.

Unsere Atemwege werden sensibler

In den einzelnen Kantonen der Schweiz ist die Belastung unserer Atemwege unterschiedlich stark. Im Flachland sind im Frühjahr vor allem Birkenpollen das Hauptproblem. In den Städten hingegen kämpfen Betroffene zusätzlich mit der Kombination aus Allergenen und Luftverschmutzung.

Luftverschmutzung
Auch die Luftverschmutzung kann ein Grund sein, wieso unsere Atemwege versperrt sind. - Depositphotos

Unser Immunsystem wird zu Hause oft durch Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen in Alarmbereitschaft versetzt.

Das Bundesamt für Gesundheit wies 2023 darauf hin, dass die Fallzahlen für Erkrankungen der Atemwege jedes Jahr ansteigen. Dabei ist es eine Mischung aus Umweltfaktoren und unserem modernen Lebensstil, die die Atemwege sensibler macht.

Allergieauslöser konsequent meiden

Wer sein Asthma kennt, kann es heute sehr gut kontrollieren. Neben den klassischen Inhalationssprays, die entzündungshemmend wirken, ist die Vermeidungstaktik der erste wichtige Schritt.

Gesundheit Aaargau
Inhalationssprays können bei Atemwegsproblemen helfen. - Depositphotos

Hier spielt auch die Allergenkarenz eine grosse Rolle. Dabei wird der Kontakt mit Stoffen, auf die der Körper allergisch reagiert, so gut es geht vermieden. Um die Atemwege zu entlasten, helfen oftmals einfache Änderungen im Alltag.

So muss vor allem beim Schlafen genügend Hygiene herrschen. Spezielle Überzüge für Matratzen reduzieren beispielsweise die Milbenbelastung. Es gibt zudem auch spezielle Sauger, mit denen sich Matratzen besser reinigen lassen können.

Das Wohlbefinden steigern mit Atemübungen

Das Wichtigste in den eigenen vier Wänden ist das richtige Lüften. In ländlichen Gebieten sollte man eher abends lüften, in der Stadt hingegen eher morgens, da die Pollenkonzentration zu diesen Zeiten niedriger ist.

Allergie
Gesundheit Aargau: Allergieauslöser gibt es viele in der Natur. - Depositphotos

Stress kann Asthmasymptome zudem verstärken. Atemübungen und sanfte Wärmeanwendungen können helfen, die Muskulatur des Brustkorbs zu lockern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Allergisches Asthma muss unseren Alltag also nicht ausbremsen. Mit der richtigen medizinischen Behandlung und einem bewussten Umgang mit den eigenen Auslösern bleibt die Lunge möglichst frei.

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