Flusskreuzfahrten: So reisen Sie mit der ganzen Familie auf See
Flusskreuzfahrten bieten Familien ruhige Reisen, kurze Etappen und viele Entdeckungen. Kinder erleben Städte, Natur und Abenteuer entlang Europas Flüssen.

Das Wichtigste in Kürze
- Flusskreuzfahrten verbinden Familienferien mit Natur, Bewegung und entspanntem Reisen.
- Schatzsuchen, Fahrradtouren und kleine Erkundungen machen Flussreisen besonders spannend.
Wenn wir an Flusskreuzfahrten denken, sehen wir meist ältere Menschen, die durch die Altstadt gelotst werden. Lange Zeit war das auch genau so. Doch mit den Jahren hat sich das Klientel auf den Schiffen geändert.
Wer in letzter Zeit die Flusskreuzfahrtschiffe beobachtet hat, stellt fest, dass ein ganz anderes Publikum an Bord geht. Immer mehr Familien lassen den Stress am Flughafen hinter sich und checken stattdessen auf dem Schiff ein.
Es gibt kein Schlangestehen, keinen Zeitdruck und keinen hastigen Check-in ins Flugzeug. Sie gehen mit den Kindern in Ruhe auf das Flusskreuzfahrtschiff und werden von der Crew eingewiesen.

Klingt im ersten Moment etwas entschleunigend und das ist es auch. Während man auf den riesigen Hochseedampfern oft in einer künstlichen Welt aus Rutschen und Casinos lebt, passiert auf dem Fluss das echte Leben direkt vor dem Fenster.
Man tuckert an Burgen vorbei, beobachtet Reiher am Ufer und sieht, wie sich die Landschaft alle paar Kilometer verändert.
Für Kinder ist das wie ein riesiges Live-Kino, das aber nicht überfordert. Dazu kommen kleine Ausflüge an Land, die immer wieder abwechselnd sind.
Laut Daten des Schweizer Tourismus-Verbands haben bereits 15 bis 20 Prozent der Schweizer Haushalte mit Kindern eine Kreuzfahrt unternommen.
Flusskreuzfahrten: Nur einmal auspacken
Der eigentliche Lifehack für Eltern ist aber das Koffer-Thema. Man packt einmal aus, das Hotelzimmer sozusagen fährt mit, und trotzdem sieht man jeden Tag eine andere Stadt.
Wenn die Kids keine Lust auf eine trockene Stadtführung haben, geht es direkt wieder auf das Schiff. Oft sind hier gleichgesinnte Familien, wo sich für die Kleinsten immer wieder ein Spielkamerad finden lässt.

Oder man schnappt sich die Velos vom Schiff (die meisten modernen Flussschiffe haben welche dabei) und fährt ein paar Kilometer am Uferweg entlang. Das macht müde, gibt frische Luft und man ist pünktlich zum Essen wieder an Bord.
Auch sehr beliebt: Der eine Elternteil geht vor, versteckt einen kleinen Schatz und danach gibt es an Land eine Schatzsuche. So sind die Kleinen beschäftigt, bevor es wieder aufs Schiff geht.
Flusskreuzfahrten: Bei der Buchung genau hinschauen
Es gibt immer noch Schiffe, auf denen «Ruhe» als höchstes Gut verkauft wird. Da fühlt man sich mit quirligen Kindern schnell fehl am Platz. Suchen Sie am besten gezielt nach Anbietern, die Familienkabinen oder spezielle Ferien-Termine haben.
Oft ist es auch toll, wenn mehrere Familien auf dem Flusskreuzfahrtschiff sind. So können die Kinder zusammen spielen und die Eltern sich bei Bedarf austauschen.

Und hier ein allgemeiner Tipp für Familien, die Geld sparen wollen: Erst einmal eine Schnupperreise von zwei oder drei Tagen machen. Oft gibt es auch Last-Minute-Angebote, die etwas günstiger sind. Das reicht völlig aus, um herauszufinden, ob einem der Rhythmus auf dem Wasser gefällt.
So können auch die Kinder schauen, ob es ihnen Spass macht. Erst dann sollten Sie längere Flusskreuzfahrten einplanen.















