Wer als Kleinkind oft Produkte mit zugesetztem Zucker isst, mag's auch später gern sehr süss. Worauf Eltern achten sollten, damit sich das in Grenzen hält.
Junge Apfel Tisch
Der Traum jeder Eltern: der Junge, der den Apfel statt der Schokolade isst. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinder unter zwei Jahren sollten laut Kinderarzt auf Zucker verzichten.
  • Bereits in der Kindheit wird die Vorliebe für Süsses geprägt.

Süsses isst fast jeder gern, auch kleine Kinder. Daher ist es wichtig, dass Eltern im Blick haben, wie viel zugesetzten Zucker sie ihrem Nachwuchs anbieten.

Kinder unter zwei Jahren sollten komplett auf zugesetzten Zucker verzichten, rät Kinderarzt Ulrich Fegeler.

Gemeint ist damit Zucker, der über die natürliche Süsse des Lebensmittels oder Getränks hinausgeht. Heisst: Meldet sich beim Kleinkind der Hunger, ist der Apfelschnitz die bessere Wahl als der Schokoladenkeks.

Der süsse Zahn wird schon früh geprägt

«Die frühe Kindheit hat Studien zufolge einen grossen Einfluss auf Essensvorlieben», so Fegeler, der Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) ist.

Mädchen Banane Kleinkind
Die Vorliebe für süsse Geschmäcker ist angeboren. - Andrea Warnecke/dpa-tmn

Diese Vorlieben lassen sich später nur schwer wieder ändern. Lernen Kinder schon früh unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennen, akzeptieren sie auch saure oder bittere Lebensmittel eher.

Diese Essensvorlieben können im Laufe des Lebens kräftig auf die Gesundheit einzahlen.

Denn wer viel Zucker zu sich nimmt, hat ein höheres Risiko für Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Krebs und Karies, so Fegeler.

Teelöffel als Grössenordnung

Doch wie finden Eltern nun das richtige Mass, wenn es doch mal etwas für den süssen Zahn sein soll?

Zwei- und Dreijährige sollten maximal vier Teelöffel (16 Gramm) zugesetzten Zucker pro Tag bekommen, bei Vier- bis Sechsjährigen sollten es maximal fünf Teelöffel (20 Gramm) sein.

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