Monika Sattler fährt am Dienstag drei Pässe und erhöht auf 101 absolvierte Pässe. Sie hat etwas Sorge, dass das Wetter noch umschlägt.
Monika Sattler auf dem Velo
Das Wetterhorn ist prägt die Landschaft auf dem Weg nach oben zur Passhöhe der Scheidegg - Michael Daiger
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Das Wichtigste in Kürze

  • Sattler hat bis Dienstag bereits über 34'000 Höhenmeter in den Beinen.
  • Mit Glaubenbüelen, Brünig und Grosse Scheidegg erhöht Sattler auf 101 gefahrene Pässe.
  • Die Sorge vor schlechteren Wetterbedingungen fährt weiterhin mit.

Monika Sattler hat sich ein Ziel gesetzt: sie möchte mit ihrem Velo alle 124 Schweizer Strassenpässe absolvieren – innerhalb von nur einem Monat.

Die Grosse Scheidegg zum Start

Die Grosse Scheidegg verbindet Grindelwald im Tal der Schwarzen Lütschine mit Meiringen im Haslital. Die Passhöhe liegt auf 1962 m über Meer unterhalb des Wetterhorns. Ab etwa der Hälfte der Strecke ist privater Autoverkehr nur für Anwohner und für Hotelgäste mit Bewilligung zugelassen. Ebenso fährt der Postbus die Strecke regelmässig auf und ab.

Dadurch, dass es recht wenig Autoverkehr gibt, ist die Grosse Scheidegg ein beliebtes Ziel für Velofahrer. Die den Pass umgebende Natur ist sehr idyllisch und es bietet sich ein wunderbarer Blick auf das Wetterhorn (3701 m Höhe), das die Ostauffahrt dominiert, sowie auf die Kleine Scheidegg vor der Jungfrau im Westen.

Monika Sattler und ihr Velo
Sattler erreicht die Passhöhe der Scheidegg. - Michael Daiger

Neben der Grossen gibt es auch eine Kleine Scheidegg, die paradoxerweise gut 100 m höher liegt als ihre grosse Schwester. Sie zählt jedoch nicht zu den Schweizer Strassenpässen und ist nur mit der Zahnradbahn zu erreichen.

Sattler wählt die Ostrampe von Meiringen, die auf 17,6 km Länge 1370 Höhenmeter aufweist. Dies bei einer durchschnittlichen Steigung von 7,8%, die aber oft auch über 15% beträgt. Nicht ohne Grund zählt die Grosse Scheidegg somit zu den sportlichen Höhepunkten für Velofahrer im Berner Oberland.

Weiter geht es mit dem Brünig-Pass

Der Brünig-Pass ist Sattlers Pass Nummer 100 in ihrer Pässe-Challenge. Nur leider ist dieser weder wirklich schön, noch eine besondere Herausforderung. Der Pass, der die Kantone Obwalden und Bern verbindet, wurde 1861 eröffnet.

Monika Sattler auf ihrem Velo
Das Support-Fahrzeug hat Sattler im Blick, als sie den Brünig-Pass hochfährt - Michael Daiger

Der Pass war damals rege frequentiert. So war es aber auch am Dienstag, an dem besonders zahlreiche Lkw auf der gleichen Strecke unterwegs waren.

Glaubenbielenpass zum Abschluss der Etappe

Sattler entschliesst sich, nach Erreichen des Brünig-Passes auch noch einen dritten Pass zu fahren: den Glaubenbielenpass (oder auch Glaubenbüelenpass ). Sie fährt den Pass von Giswil aus an. Dies ist die sportlich herausforderndere Seite mit 13 km und 1131 Höhenmetern und durchschnittlich 8,7% Steigung.

Der Pass ist recht unbekannt. Er punktet jedoch mit einer schönen Landschaft und der Herausforderung, die er bietet. Aufgrund der zunehmend ansteigenden Temperaturen wurde der Pass jedoch nach einer Weile recht zäh zu fahren und Sattler war froh, als sie den höchsten Punkt des Passes erreicht hatte.

Monika Satter und ihr Velo
Sattler erreicht die Passhöhe des Glaubenbielen. Im Hintergrund: Gratulationen für den frischgebackenen Schwinger-König Joel Wicki, der aus der Region stammt. - Michael Daiger

«Kaum zu glauben, dass nun die letzte Woche angebrochen ist. Die Zeit verging rückblickend nun doch sehr schnell.», resümiert Sattler. Und weiter mit Blick nach vorne: «Es bleibt zu hoffen, dass das gute Wetter noch eine Weile hält. Aber natürlich ziehe ich die Challenge auch im Regen weiter durch.»

Monika Sattler ist Talent- und Leadership-Coach, Radrekordhalterin, Autorin und Keynote-Speakerin. Im Sommer 2022 wird sie im Rahmen ihres neuen Rekordprojekts alle 124 Schweizer Pässe innerhalb von 30 Tagen befahren.

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Nau.ch ist Medienpartner der Pässe-Challenge und unterstützt damit Monika Sattlers Mission für mehr Frauen-Empowerment.

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