Auf insgesamt 98 summieren sich die bislang gefahrenen Pässe. Sattler liegt somit auf einem guten Kurs für das Erreichen des Ziels ihrer Challenge.
Monika Sattler auf dem Velo
Monika Sattler startet mit drei Pässen in die neue Woche - Michael Daiger
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Das Wichtigste in Kürze

  • Sattler fährt am Montag das Pässe-Trio aus Grimsel-, Furka- und Susten-Pass.
  • Sie fühlt sich weiterhin sehr gut, auch wenn das Knie etwas zwickt.
  • Sattler ist weiterhin auf Kurs für das Erreichen des Ziels ihrer Challenge.

Monika Sattler hat sich ein Ziel gesetzt: sie möchte mit ihrem Velo alle 124 Schweizer Strassenpässe absolvieren – innerhalb von nur einem Monat.

Mit der Grimsel startet die neue Woche

Die neue, dritte Woche der Pässe-Challenge begann in den Zentralalpen, genauer gesagt zu Fusse des Grimselpasses in Gletsch. Der Grimselpass verbindet das Berner Oberland mit dem Oberwallis und trennt die Berner von den Urner Alpen.

Innerhalb der Schweiz wird er oft in Kurzform als (die) Grimsel bezeichnet, seltener in männlicher Form (der Grimsel). Die Grimsel ist wohl einer der klassischen Serpentinenpässe in der Schweiz, der bei Anblick erst einmal fast schon Angst machen kann, sich aber im Verlauf gut fahren lässt. Sattler hatte am Montagmorgen gute Beine und absolvierte die Grimsel sehr zügig.

Mit dem Furkapass geht es weiter

Der Furkapass liegt 2429 m über dem Meeresspiegel. Er verbindet das Urserental (das obere Tal der Reuss) im Kanton Uri mit dem Bezirk Goms im Kanton Wallis. Auf ihm verläuft die Europäische Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Nordsee. Der Name stammt übrigens vom lateinischen «fur», womit eine zweizinkige Gabel bezeichnet wurde.

Auf 2272 m ü. M. findet sich auf der Westseite des Passes das etwa 1882 erbaute Hotel Belvédère, das leider seit 2015 geschlossen ist. Die Faszination des ikonischen Bauwerks an genau der Stelle lebt jedoch weiter. Es ist immer noch eines der beliebtesten Foto-Motive in den Alpen.

Monika Sattler auf ihrem Velo
Monika Sattler erreicht die Passhöhe des Furkapass - Michael Daiger

1964 wurden übrigens auf dem Furkapass einige Filmszenen des James-Bond-Films «Goldfinger» mit Sean Connery und Gert Fröbe gedreht. Die Szenen in der Schweiz gelten heute als Klassiker Geschichte der Bond-Filme und wurden auch in späteren Filmen zitiert, so beispielsweise die Szene über Monaco in «Golden Eye».

Sattler fuhr die zahlreichen Kehren und die 11 km in durchschnittlich 6,1% in ihrem Rhythmus nach oben und war einfach froh, als sie die höchste Stelle des Furkapass erreicht hatte.

Der Sustenpass komplettiert das Trio der Pässe

Sattler fuhr am Montag den Sustenpass auf der Ostrampe von Wassen aus. Direkt dort beginnt die Steigung, und über zahlreiche Brücken und Tunnels wird im Verlauf eine enge Schlucht überwunden. Danach geht es immer stetig bergan auf einer langen, fast kurvenlosen Geraden. Am Montagnachmittag lag die Strasse vollständig in der Sonne, sehr stark von oben herunterbrannte.

Dies forderte ebenso zusätzliche Energie wie die zahlreichen motorisierten Verkehrsteilnehmer, die leider teilweise sehr eng überholten oder nah auffuhren.

Monika Sattler auf ihrem Velo
Die Sustenpassstrasse führt auch durch einige kleinere Tunnel - Michael Daiger

Die Kombination aus Grimsel, Furka und Susten ist unter Velofahrern grundsätzlich sehr beliebt. Für Sattler waren es primär aber vor allem auch drei wichtige Pässe auf der Liste ihrer 124 zu fahrenden Pässe.

«Heute war wieder ein Tag, an dem es für mich vor allem darum ging, nach vorne zu schauen und weiterzumachen. Auch wenn ich mich ab und zu auch mal in einem Motivationsloch befinde. Da muss ich dann wieder raus. Aber ich bin ja zum Glück nicht ganz allein, sondern habe mein Team an meiner Seite.», so Sattlers Fazit am Ende der Etappe.

Sattler weiter: «Mein linkes Knie tat heute etwas weh. Das muss ich auf jeden Fall im Auge behalten und es direkt so gut es geht schonen, damit es morgen wieder mitspielt.» Eine Verletzung wäre ihr zum jetzigen Zeitpunkt natürlich keinesfalls zu wünschen. So knapp vor dem grossen Ziel.

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Monika Sattler ist Talent- und Leadership-Coach, Radrekordhalterin, Autorin und Keynote-Speakerin. Im Sommer 2022 wird sie im Rahmen ihres neuen Rekordprojekts alle 124 Schweizer Pässe innerhalb von 30 Tagen befahren.

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Nau.ch ist Medienpartner der Pässe-Challenge und unterstützt damit Monika Sattlers Mission für mehr Frauen-Empowerment.

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