Gesundheit Aargau

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    Gesundheit Aargau: Das bewirken Trenddiäten wirklich

    Marcel Winter
    Marcel Winter

    Aarau,

    Immer mehr Menschen wollen abnehmen. Paleo bis Low-Carb: Es gibt eine Vielzahl an Trenddiäten, die zur Traumfigur verhelfen sollen. Doch: welche funktionieren?

    diät massband
    Nicht alles, was der Volksmund als «schlecht»während einer Diät tituliert, ist auch wirklich schädlich. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Etwa zehn Prozent der Erwachsenen haben in den letzten Jahren eine Diät gemacht.
    • Ein gesünderes Leben ist der Hauptgrund für eine Diät.
    • Paleo, Keto oder Low -Carb: Es gibt zahlreiche Trenddiäten.

    Die Zahl der übergewichtigen Personen in der Schweiz steigt immer weiter. Im Jahr 2022 waren laut Bundesamt für Statistik 31 Prozent der Erwachsenen übergewichtig und 12 Prozent adipös. Zusammengenommen bringt damit fast jede zwei Personen mehr auf die Waage, als eigentlich gesund ist.

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    Diäten für ein gesundes Leben

    An Diäten zur Gewichtsreduktion sind jedoch nur wenige Menschen interessiert. Lediglich jeder und jede Zehnte hat einem Report der SDG zufolge in den letzten drei Jahren eine echte Diät gemacht. Und nur drei Prozent leben permanent auf Diät.

    Wenig überraschend folgen vor allem junge Frauen Diäten, um abzunehmen. Durch Social Media hat sich der Druck, schlank und schön zu sein, verstärkt. Mit höherem Alter folgen Diäten oft einem anderen Wunsch: dem der gesünderen Ernährung.

    Gesundheit Aargau: Diäten für eine gesunde Ernährung

    In diesem Fall entspricht das Wort Diät dann auch eher dem englischen falschen Freund «Diet». Dieses Wort bedeutet nämlich lediglich Ernährungsform und nicht kalorienreduzierte Ernährung zum Abnehmen. Ein Klassiker in diesem Bereich ist die cholesterinreduzierte Ernährung zur Verbesserung der Herzgesundheit.

    Diät
    Gesundheit Aargau: Eine Diät muss nicht mit Hunger verbunden sein. - Depositphotos

    Andere Menschen reduzieren den Fettanteil in der Nahrung oder möchten weniger Zucker konsumieren. Auch die Vorgabe «Fünf mal Obst und Gemüse pro Tag» wird immer häufiger beherzigt. Doch neben diesen allgemeinen Ernährungsformen haben sich auch speziellere Varianten entwickelt.

    Low-Carb, Keto und der Proteinwahn

    Der Grundgedanke ist richtig: Der Mensch muss ausreichende Mengen Protein konsumieren, um seine Gesundheit zu erhalten. Proteinmangel ist vor allem unter den älteren Schweizerinnen und Schweizern nach Angaben des BLV weit verbreitet. Doch bei jüngeren Menschen trieb die plötzliche Aufmerksamkeit für Protein seltsame Blüten.

    An erster Stelle stand die Low-Carb-Ernährung, bei der Kohlenhydrate reduziert und durch Protein ersetzt werden. Dies ist im Ansatz eine gute Idee, da Kohlenhydrate oft nur kurzfristige Energie in Form von Zucker liefern. So können bei dieser Ernährungsform Beilagen wie Kartoffeln und Nudeln zugunsten von Salat und Gemüse reduziert werden.

    Ernährung
    Bei einer ketogenen Ernährung wird viel Eiweiss in Form von Fleisch und Fisch aufgenommen. - Depositphotos

    Eine verschärfte Form ist die sogenannte Keto-Ernährung. Dabei werden die Kohlenhydrate auf ein Minimum reduziert. Stattdessen werden vor allem Proteine und Fette konsumiert. Dies soll zum Zustand der Ketose führen, bei der der Körper das in Depots eingelagerte Fett zur Energiegewinnung verbrennt.

    Dies kann tatsächlich zur Gewichtsreduktion führen: Allerdings hält diese nicht lange an, wenn danach wieder zur normalen Ernährung gewechselt wird. Auf keinen Fall darf die ketogene Ernährung durchgängig fortgeführt werden, da es schnell zu Mangelerscheinungen kommen kann. Eine Keto-Diät sollte nur nach ärztlicher Absprache erfolgen, um eine ausgewogene Ernährung abzusichern.

    Weg von Fertigmahlzeiten: Clean Eating

    Ein weiterer grosser Trend bei der Ernährung richtet sich gegen die Lebensmittelindustrie und ihre unzähligen künstlichen Zusätze. Beim Clean Eating, dem sauberen Essen, werden Gerichte lediglich aus natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln (am besten in Bio-Qualität) zubereitet.

    Gesundheit
    Vor allem Sportler praktizieren Clean Eating. - Depositphotos

    Dieses Prinzip ist zunächst einmal gesund und günstig: Es kehrt zurück in frühere Zeiten, als Lebensmittel im eigenen Garten gezogen oder frisch auf dem Markt gekauft wurde. Allerdings kann Clean Eating schnell zur Manie werden, wenn jedes einzelne Nahrungsmittel kritisch hinterfragt wird.

    Zurück in die Steinzeit

    Einen grossen Schritt weiter zurück macht die Paleo-Diät: Sie basiert auf der (angeblichen) Ernährungsweise der Jäger und Sammler der Steinzeit. Da diese noch keinen Ackerbau betrieben, gab es beispielsweise noch kein Getreide und keinen Zucker. Stattdessen gibt es viel Fleisch, Fisch und Gemüse.

    Diät
    Die Paleodiät wird auch als Steinzeitdiät bezeichnet. - Depositphotos

    Der Gedanke dahinter ist, dass der menschliche Magen auf diese Lebensmittel eingestellt und mit der modernen Ernährungsweise überfordert ist. Letztendlich spielt auch hier wieder der Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel und auf bestimmte Nährstoffgruppen mit.

    Am gesündesten ist für den Körper allerdings noch immer eine ausgewogene Ernährung. Sie enthält alle wichtigen Nährstoffgruppen wie Protein, Fett, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Nur so können Mangelerscheinungen vorgebeugt werden.

    Kommentare

    User #6350 (nicht angemeldet)

    Mein Tipp: Letztes Essen um 15 Uhr, danach bis zum Frühstück nichts mehr - ausser Wasser, Tee und evtl. Gemüseboullion. Diese Art nennt sich Intervallfasten.

    User #6325 (nicht angemeldet)

    Ich mach's kurz: NICHTS.

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