Wurde Ihnen auch noch beigebracht, dass man stillsitzen muss bei der Arbeit? Die neue Devise heisst: Rumzappeln – und sie gilt vor allem im Homeoffice.
Frau Wohnzimmer Laptop Arbeit
Homeoffice hat Vorteile - und auch Nachteile. Der bequeme Sessel im Wohnzimmer kann sich als einer davon outen. - Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Nachteil des Homeoffice sind oft die Sitzgelegenheiten und Sitzdauer.
  • Wer alle 60 bis 90 Minuten aufsteht oder sich im Sessel streckt und dehnt, tut sich Gutes.
  • Alles ist erlaubt, was Entlastung bringt.

Langes Sitzen belastet im Homeoffice oft noch mehr als im ergonomisch ausgestatteten Büro.

Um den Körper zu entlasten, empfiehlt das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG), mehr Bewegung im Arbeitsalltag. Und zwar im besten Fall alle 60 bis 90 Minuten.

Das kann etwa so aussehen:

Runterollen

Bei dieser Übung wird der Oberkörper beginnend mit dem Kopf langsam nach unten eingerollt, bis die ausgestreckten Hände die Fussknöchel berühren. Die Füsse stehen auf dem Boden, die Knie im 90-Grad-Winkel gebeugt.

Langsam herunter- und dann langsam wieder hochrollen.

Den Superman machen

Superman klingt nach grossen Anstrengungen. Die Übung ist aber erdenklich einfach und lässt sich sogar im Sitzen durchführen:

Frau Bürostuhl seitliche Dehnung
Langes Sitzen kann belasten: Alle 60 bis 90 Minuten sollten Beschäftigte eine kurze Pause für etwas Bewegung einplanen. - Christin Klose/dpa-tmn

Dazu einfach die Arme neben dem Kopf nach oben in die beidarmige Superman-Position strecken.

Auf einem Bein stehen

Wer darauf wartet, dass der Kaffee durch die Maschine läuft oder sich alle Teilnehmenden im Videocall versammeln, kann das ebenso gut auf einem Bein stehend tun.

Das aktiviert laut IFBG die tiefliegende Muskulatur.

Dynamisch sitzen

Im Prinzip geht es darum, nicht zu lange in einer Position zu verharren und dem Körper Abwechslung zu bieten. Durchhängen, aufstehen, nach links oder rechts kippen, gerade sitzen – alles ist erlaubt.

Das IFBG hat in einer mit der Techniker Krankenkasse (TK) veröffentlichen Studie kürzlich herausgefunden:

Fast die Hälfte der Beschäftigten (48 Prozent) fühlt sich durch die Arbeitshaltung sehr stark oder stark belastet. An der Befragung nahmen mehr als 11 000 Beschäftigte teil.

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