Wer den Schlüssel verlegt oder den Namen der Ärztin vergisst, stellt sich oft die Frage: Ist das altersbedingt – oder schon Alzheimer? Es gibt Anzeichen.
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Wie war das Wort nochmal? Wer regelmässig vergessliche Momente hat, hat oft Sorge, dass sich eine Alzheimer-Erkrankung anbahnt. - Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung wird das Kurzzeitgedächtnis immer schlechter.
  • Auch wenn Altbekanntes zur Herausforderung wird, kann das beginnendes Alzheimer anzeigen.
  • Allgemein gilt: Macht sich Vergesslichkeit im Alltag bemerkbar, steht ein Artzbesuch an.

Viele Menschen haben Sorge, im Alter an Alzheimer zu erkranken. Und die wird oft grösser, wenn im Alltag doch mal etwas schiefläuft. Wenn ein Wort auf einmal aus dem Gedächtnis wegradiert scheint oder man eine Verabredung verschwitzt. Wo verläuft die Grenze?

Wichtig zu wissen: Bei einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung verschlechtert sich das Kurzzeitgedächtnis weiter und weiter. Betroffenen fällt es schwer, Dinge vorausschauend zu planen und umzusetzen.

Wenn Gewohntes zur Herausforderung wird

Ein konkretes Anzeichen ist, wenn Altbekanntes zur Herausforderung wird. Zum Beispiel, wenn man Spielen oder Kochrezepten, die man gut kennt, auf einmal nicht mehr folgen kann. Denn Alzheimer-Patienten können sich nicht über längere Zeit hinweg konzentrieren, sie brauchen mehr Zeit als zuvor.

Frau Küche Waschbecken Karotte Wasser
Wenn Gewohntes zur Herausforderung wird, kann ein Verdacht auf Alzheimernaheliegen. - Pexels

Das führt zum Beispiel auch dazu, dass sie Gegenstände an ungewöhnlichen Stellen verlegen – weil sie vergessen, wofür sie gut sind.

Auch starke Stimmungsschwankungen oder Persönlichkeitsveränderungen ohne erkennbaren Grund können ein Anzeichen sein. Einige Betroffene fühlen sich etwa an unbekannten Orten unwohl oder verhalten sich aggressiv.

Zerstreutheit muss nicht unbedingt Alzheimer bedeuten

Was hingegen im Alter normal sein kann: eine gewisse Zerstreutheit, wenn viele Dinge gleichzeitig anstehen. Oder wenn man komplexen Aufgaben gegenübersteht, wie etwa dem Programmieren des Fernsehers.

Auch ganz ohne beginnende Alzheimer-Erkrankung kann es passieren, dass ältere Menschen Namen oder Verabredungen kurzfristig vergessen oder verwechseln. Meist fallen sie einem dann aber später wieder ein.

Vergesslichkeit abklären lassen

Egal wie genau sich die Vergesslichkeit im Alltag bemerkbar macht: Es ist sinnvoll, sie von einem Arzt abklären zu lassen. Gerade dann, wenn Anzeichen, die auf Alzheimer hindeuten, wiederholt auftreten.

Denn Medikamente, die den Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung verzögern, wirken am besten zu Beginn der Krankheit.

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