Ist dein Kind krank? 6 Zeichen, dass es vielleicht nur vortäuscht

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Bern,

    Ist das nur ein kleiner Trick – oder doch nicht? Manchmal verrät ein unscheinbares Detail, ob hinter den Beschwerden des Kindes echtes Unwohlsein steckt.

    Krankes Kind im Bett, Mutter streichelt Kopf des Kindes
    Echtes Kranksein von vorgetäuschtem zu unterscheiden, fällt vielen Eltern schwer. - Depositphotos

    Am Frühstückstisch sagt dein Kind: «Mir geht es nicht gut.» Zugleich lacht und spielt es ganz normal.

    Dieses kleine Rätsel beschäftigt viele Eltern: Ist das echte Krankheit oder eher eine Ausrede? Mit ein paar einfachen Hinweisen findest du schnell heraus, was wirklich los ist.

    Kopfweh – echt oder Show?

    Eine der Lieblingsausreden: der Kopfschmerz. Bei echtem Schmerz verschliesst dein Kind oft die Augen, meidet Licht oder will nicht spielen.

    Mädchen mit Kopfschmerzen
    Kopfschmerzen zeigen sich manchmal durch Lichtempfindlichkeit und ungewöhnlich stilles Verhalten. - Depositphotos

    Dauert die Beschwerde länger als zwei Stunden und auch Schmerzmittel helfen nicht, darfst du eine echte Krankheit vermuten. Wenn dein Kind trotz Kopfschmerzen fröhlich zu den Keksen greift oder Filme schaut, ist die Chance gross, dass die Schmerzen ein Vorwand sind.

    Ein einfacher Trick: Erwähne ein Arztgespräch – dann verschwinden die Symptome oft in kürzester Zeit.

    Bauchweh – nur ein Griff ans Bäuchlein?

    Bauchschmerzen sind schwierig zu beurteilen. Ein echter Mageninfekt zeigt sich mit Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, was zweifellos leicht erkennbar ist.

    Wenn dein Kind nur sagt: «Mein Bauch tut weh», aber trotzdem gut frühstückt, ist Vorsicht geboten. Achte gegebenenfalls auf vermehrten Speichelfluss oder blasse Farbe im Gesicht – das sind echte Alarmzeichen.

    Wiederkehrende Bauchbeschwerden sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

    Temperatur prüfen – keine Gefühlstäuschung

    Ein echtes Fieber erkennst du nur mit dem Thermometer, nicht mit der Hand auf der Stirn. Lass dein Kind 20 Minuten ruhen, bevor du misst, um verfälschte Werte durch Bewegung auszuschliessen.

    Kind mit Thermometer
    Kind hatte 39 Grad Fieber. (Symbolbild) - Depositphotos

    Ein Wert ab 38 Grad Celsius gilt meist als Fieber. Kleiner Tipp: Bei warmen Getränken im Mund kann das Thermometer zu hohe Werte anzeigen. Genau messen verhindert falsche Entscheidungen.

    Husten – natürlich oder gespielt?

    Ein trockener, willkürlicher Husten klingt anders als ein kräftiger, schleimiger Husten bei Erkältung. Echte Hustenanfälle sind unkontrollierbar und schlagartig, während ein «gespielter» Husten eher gestellt wirkt, weniger dramatisch und oft nicht durchgehend.

    Wenn dein Kind hustet, aber sonst fit wirkt, helfen Ruhe und viel Trinken. Nur bei Atemnot oder pfeifenden Geräuschen gehört der Arzt dazu.

    Halsweh – Virus oder Fauxpas?

    Meistens ist ein viraler Halsschmerz eher harmlos und erfordert keinen Schulfreizeittag – ausser bei Covid-19. Anders sieht es bei einer Infektion mit Streptokokken-Bakterien aus, die oft stärkere Beschwerden verursacht.

    Diese braucht unbedingt eine antibiotische Behandlung, und das betroffene Kind sollte mindestens 24 Stunden nach Therapiebeginn zu Hause bleiben. Ein Arztbesuch schafft Klarheit, ob es sich um diese ernstere Form handelt.

    Müde oder schlapp – Grund für Pausen?

    Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein sind oft schwer zu beschreiben für den Nachwuchs. Wenn dein Kind einfach nur müde wirkt, aber ansonsten keine weiteren Symptome zeigt, ist die Schule meist kein Problem.

    Kind schläft am Schreibtisch
    Anhaltende Müdigkeit sollte ärztlich abgeklärt werden. - Depositphotos

    Auch mit etwas Unwohlsein können Kinder gut lernen und mitmachen. Halten Erschöpfung und Schlappheit jedoch länger an, solltest du eine ärztliche Abklärung in Betracht ziehen.

    Hinter anhaltender Müdigkeit können ernstere Ursachen stecken, die man nicht ignorieren sollte.

    Kommentare

    User #2855 (nicht angemeldet)

    Sorry, es gibt auch psychosomatische Bauch- und Kopfschmerzen! Diese sind vor allem bei Kindern genauso ernst zu nehmen! Kinder reagieren auf ihre Umwelt und sind insbesondere neurologisch noch gar nicht parat, so etwas vorzulügen oder zu manipulieren! Wenn es ihnen psychisch nicht gut geht, reagieren diese meist mit den genannten Symptomen. In der Regel hat ein Kind in diesem Fall grosse Angst zum Beispiel vor der Schule (weil es dort gemobbt wird oder dergleichen). Kann es dann wirklich zu Hause bleiben, beruhigt sich das vegetative Nervensystem und die Symptome verschwinden in der Regel tatsächlich schnell wieder. Da muss man dann aber halt feinfühlig sein als Erwachsener, dahinter schauen und etwas unternehmen! Ansonsten bezahlt man spätestens in der Pubertät des Kindes einen sehr, sehr hohen Preis für dessen psychische und physische Gesundheit!

    User #2028 (nicht angemeldet)

    Kannte einen 5jährigen Junge, der klagte immer über Kopfschmerzen, die Eltern gingen zum Arzt er sagt , es ist sicher psychisch da er in Kindergarten muss ! Dann plötzlich notfallmässig ins Kispi, dort verstarb er an einem Hirntumor ! Sind schon ein paar Jahre her ! 🥺

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