XPeng P7+: In nur 12 Minuten geladen
800-Volt-Laden in 12 Minuten, Luxus satt und viel Platz: Der XPENG P7+ fordert VW & Tesla heraus. Was taugt der E-Auto-Neuling aus China für nur 47’000 Franken?

Chinesische Elektroautobauer kopieren längst nicht mehr nur. Schweizer Elektropioniere blicken daher aufmerksam auf die technisch voll aufgerüsteten Herausforderer aus Fernost.
Angesichts des innovativen XPENG P7+ stellt sich die Frage, ob den etablierten Herstellern das nächste Debakel am Markt droht. Denn abseits traditioneller Kriterien wie perfekten Spaltmassen entscheiden heute Software und Ladeleistung über den Erfolg beim Kunden.

Mit seiner beeindruckenden Ladeleistung und dem windschlüpfigen Fastback-Design positioniert sich der Neuling selbstbewusst in der oberen Mittelklasse.
Blitzschnelles Laden trifft auf spürbaren Luxus
Technisches Herzstück des XPENG P7+ ist eine moderne 800-Volt-Architektur für minimale Stopps an der Autobahn. An passenden Schnellladesäulen lädt die Batterie in nur zwölf Minuten von 10 auf 80 Prozent Kapazität.
Damit lässt der Stromer Konkurrenten wie den VW ID.7 mit dessen 400-Volt-System deutlich hinter sich. Im Innenraum verwöhnt die Oberklasse-Limousine alle Insassen serienmässig mit beheizten, belüfteten und sogar massierenden Sitzen.

Auch in der zweiten Reihe geniessen die Passagiere elektrisch verstellbare Rückenlehnen und eine beachtliche Beinfreiheit. Dieses luxuriöse Serienpaket bietet in dieser Preisklasse derzeit kaum ein anderer Mitbewerber an.
Sensorik im Härtetest: Vision-Systeme auf Schweizer Strassen
Beim autonomen Fahren verzichtet XPENG auf teure LiDAR-Sensoren und setzt stattdessen auf das «AI Hawk»-Kamerasystem. Die Rechenarbeit übernimmt dabei der hauseigene Turing-Chip, der gewaltige Datenmengen in Echtzeit verarbeitet.
Anders als Teslas rein visuelles System kombiniert XPENG die Kameras jedoch weiterhin mit Millimeterwellen-Radar und Ultraschall. Hintergrund: Rein optische Kameras stossen im dichten Schweizer Herbstnebel oder bei starkem Schneetreiben physikalisch schnell an ihre Grenzen.

Die verbauten Radarsensoren liefern in solchen Wetterlagen das entscheidende Plus an verlässlicher Sicherheit.
Fahrkomfort schlägt Agilität im Kurventanz
Auf der Strasse zeigt der XPENG P7+ eine komfortorientierte Abstimmung des Fahrwerks. Die Dämpfung bügelt Strassenschäden souverän glatt und erzeugt das Gefühl einer fahrenden Lounge.
Ein Tesla Model 3 zirkelt im direkten Vergleich aber spürbar gieriger durch enge Schweizer Passstrassen. Das adaptive Fahrwerk des VW ID.7 bietet zudem eine präzisere Rückmeldung.

Wer eine kompromisslose Sportlimousine sucht, wird beim P7+ etwas dynamische Schärfe vermissen. Dafür sorgt die ausgeklügelte Geräuschdämmung selbst bei Autobahntempo für eine bemerkenswert leise Kabine.
Schweizer Alltagstest: Beeindruckender Nutzen für die Praxis
Seine grössten Trümpfe zieht der Fernost-Stromer bei den praktischen Werten für den Alltag aus dem Ärmel. Der Kofferraum bietet bereits im Normalzustand 573 Liter Volumen und wächst umgeklappt auf riesige 1931 Liter an.
Zusätzlich zieht der P7+ gebremste Anhänger bis zu 1500 Kilogramm mühelos über die Alpenpässe. Dank integrierter Vehicle-to-Load-Technologie betreiben Outdoor-Fans Kaffeemaschinen oder E-Bikes direkt an der Fahrzeugbatterie.
Der XPENG P7+ erweist sich damit als vielseitiger Begleiter für Beruf, Familie und Freizeit. Dieses starke Gesamtpaket setzt die Konkurrenz unter Zugzwang und bereichert den Markt mit echter Innovation.







