VW-Schwarmintelligenz: Vernetzt für mehr Sicherheit
Sicherer durch den Verkehr: Dank vernetzter Sensoren warnt VW jetzt vor Gefahren, bevor Sie diese sichtbar sind. Dahinter steckt die Kraft der Schwarmdaten.

Jeden Morgen beginnt der gewohnte Weg zur Arbeit durch den dichten Stadtverkehr. Wir verlassen uns dabei zunehmend auf die digitalen Helfer hinter dem Lenkrad.
Doch was passiert, wenn die Kamera ein Hindernis im Schatten übersieht? Genau hier setzt die neue Grossinitiative der Volkswagen Group an:
Dein Auto wird durch diese Technik zum wachsamen Auge für die gesamte Community. Die Sensoren vernetzen sich zu einem kollektiven Gedächtnis für deutlich sichereres Fahren.
Vernetzte Intelligenz auf Europas Strassen
Die Volkswagen Group vernetzt ab sofort Millionen Fahrzeuge in rund 40 europäischen Ländern. Sensoren erfassen dabei in Echtzeit wertvolle Informationen über den fliessenden Strassenverkehr.
Sobald ein Fahrzeug eine Gefahrenstelle erkennt, wandert diese Information anonym in die Cloud. Davon profitieren alle anderen Verkehrsteilnehmer, die denselben Streckenabschnitt kurz darauf befahren.
Die Assistenzsysteme passen sich so dynamisch an unvorhersehbare Situationen im Alltag an. Durch regelmässige Software-Updates werden Fahrzeuge kontinuierlich intelligenter und reagieren deutlich präziser.
Sicherheit und Kontrolle über die eigenen Daten
Datenschutz steht bei der Erhebung dieser riesigen Informationsmengen an oberster Stelle. Volkswagen erfasst unter anderem Kamerabilder der Umgebung sowie präzise Daten der Umfeldsensorik.
Dazu gehören wichtige Parameter wie der Lenkwinkel, die Geschwindigkeit und die aktuellen Lichtverhältnisse. Das System aktiviert die Datenübertragung jedoch nur in speziell definierten Momenten.
Ein Auslöser kann etwa ein Notbremsmanöver oder ein plötzliches Ausweichen des Fahrers sein. Nur wenn Fahrer im Vorfeld ausdrücklich zustimmen, verlässt die Information den Bordcomputer.
Die Vision eines unfallfreien Verkehrs
Die «Vision Zero» ist das langfristige Versprechen für einen Verkehr ohne schwere Unfälle. Volkswagen möchte dieses ehrgeizige Ziel durch die Kraft der Masse nun schneller erreichen.

Menschliche Fehler sind derzeit noch für die überwiegende Mehrheit aller Kollisionen verantwortlich. Ein lernendes System kann Gefahren im Voraus erkennen und aktiv verhindern.
Dennoch müssen die Algorithmen auch unter extremen Bedingungen wie starkem Schneefall absolut zuverlässig funktionieren. Erst die Praxis kann zeigen, wie robust die Technik im Alltag wirklich ist.
Ein wachsendes Netzwerk für alle Generationen
Der Rollout startet im Januar 2026 zunächst bei den neuesten Modellen der Marke Volkswagen. Anschliessend folgen weitere Konzernmarken wie Audi, Škoda und die sportliche Tochter Cupra.
Besitzer älterer Fahrzeuge ohne die nötige Hardware können nicht direkt am Datenaustausch teilnehmen. Sie profitieren langfristig indirekt durch sicherere Strassen und besser informierte andere Verkehrsteilnehmer.
Zukünftig sollen immer mehr Modelle diese Schwarmdaten für optimierte automatisierte Fahrfunktionen nutzen können. Die Integration neuer Partnermarken vergrössert das Netzwerk über den ganzen Kontinent.











