Volkswagen

VW-Schwarmintelligenz: Vernetzt für mehr Sicherheit

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Sicherer durch den Verkehr: Dank vernetzter Sensoren warnt VW jetzt vor Gefahren, bevor Sie diese sichtbar sind. Dahinter steckt die Kraft der Schwarmdaten.

Schwarmintelligenz
Schwarmintelligenz: Anonymisierte Sensordaten tausender Fahrzeuge erkennen Gefahren wie Glatteis oder Nebel oft schon, bevor sie für den Menschen sichtbar sind. - KI-generiert

Jeden Morgen beginnt der gewohnte Weg zur Arbeit durch den dichten Stadtverkehr. Wir verlassen uns dabei zunehmend auf die digitalen Helfer hinter dem Lenkrad.

Doch was passiert, wenn die Kamera ein Hindernis im Schatten übersieht? Genau hier setzt die neue Grossinitiative der Volkswagen Group an:

Dein Auto wird durch diese Technik zum wachsamen Auge für die gesamte Community. Die Sensoren vernetzen sich zu einem kollektiven Gedächtnis für deutlich sichereres Fahren.

Vernetzte Intelligenz auf Europas Strassen

Die Volkswagen Group vernetzt ab sofort Millionen Fahrzeuge in rund 40 europäischen Ländern. Sensoren erfassen dabei in Echtzeit wertvolle Informationen über den fliessenden Strassenverkehr.

Sobald ein Fahrzeug eine Gefahrenstelle erkennt, wandert diese Information anonym in die Cloud. Davon profitieren alle anderen Verkehrsteilnehmer, die denselben Streckenabschnitt kurz darauf befahren.

Mehr Sicherheit durch Vernetzung.

Die Assistenzsysteme passen sich so dynamisch an unvorhersehbare Situationen im Alltag an. Durch regelmässige Software-Updates werden Fahrzeuge kontinuierlich intelligenter und reagieren deutlich präziser.

Sicherheit und Kontrolle über die eigenen Daten

Datenschutz steht bei der Erhebung dieser riesigen Informationsmengen an oberster Stelle. Volkswagen erfasst unter anderem Kamerabilder der Umgebung sowie präzise Daten der Umfeldsensorik.

Dazu gehören wichtige Parameter wie der Lenkwinkel, die Geschwindigkeit und die aktuellen Lichtverhältnisse. Das System aktiviert die Datenübertragung jedoch nur in speziell definierten Momenten.

Ein Auslöser kann etwa ein Notbremsmanöver oder ein plötzliches Ausweichen des Fahrers sein. Nur wenn Fahrer im Vorfeld ausdrücklich zustimmen, verlässt die Information den Bordcomputer.

Die Vision eines unfallfreien Verkehrs

Die «Vision Zero» ist das langfristige Versprechen für einen Verkehr ohne schwere Unfälle. Volkswagen möchte dieses ehrgeizige Ziel durch die Kraft der Masse nun schneller erreichen.

Infografik VW
Höchster Datenschutz: Alle sicherheitsrelevanten Datenpakete werden für die Gefahrenwarnung anonymisiert übertragen und nicht dauerhaft gespeichert. - VW

Menschliche Fehler sind derzeit noch für die überwiegende Mehrheit aller Kollisionen verantwortlich. Ein lernendes System kann Gefahren im Voraus erkennen und aktiv verhindern.

Dennoch müssen die Algorithmen auch unter extremen Bedingungen wie starkem Schneefall absolut zuverlässig funktionieren. Erst die Praxis kann zeigen, wie robust die Technik im Alltag wirklich ist.

Ein wachsendes Netzwerk für alle Generationen

Der Rollout startet im Januar 2026 zunächst bei den neuesten Modellen der Marke Volkswagen. Anschliessend folgen weitere Konzernmarken wie Audi, Škoda und die sportliche Tochter Cupra.

Besitzer älterer Fahrzeuge ohne die nötige Hardware können nicht direkt am Datenaustausch teilnehmen. Sie profitieren langfristig indirekt durch sicherere Strassen und besser informierte andere Verkehrsteilnehmer.

Zukünftig sollen immer mehr Modelle diese Schwarmdaten für optimierte automatisierte Fahrfunktionen nutzen können. Die Integration neuer Partnermarken vergrössert das Netzwerk über den ganzen Kontinent.

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Kommentare

User #6804 (nicht angemeldet)

Völlig unerklärlich, warum jemand noch bei den Deutschen Autos kauft? Die sollen ihr Zeug behalten.

User #5049 (nicht angemeldet)

Es braucht immer mehr Rechenzentren für alle möglichen Anwendungen wie auch für diesen Unsinn hier; der Energiebedarf, oder besser gesagt die Energieverschwendung, steigt ins Unermessliche - krank...

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