McMurtry Spéirling: Kopfüber auf Rekordjagd

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Der McMurtry Spéirling macht die Physik rückgängig: Er erzeugt einen Anpressdruck, der das Doppelte des Fahrzeuggewichts beträgt – bei jeder Geschwindigkeit.

McMurtry Spéirling
McMurtry Spéirling: Der Name «Spéirling» ist Gälisch und bedeutet «Gewittersturm» (Thunderstorm). - McMurtry

Der Motorsport steht vor einem Paradigmenwechsel, angeführt vom vollelektrischen Hypercar McMurtry Spéirling. Seine kompakte Bauweise und das niedrige Gewicht von unter 1'000 kg bilden zwar die Grundlage seiner Agilität, doch die wahre Revolution steckt in seiner patentierten «Downforce-on-Demand»-Technologie.

Dieses System, das eine konstante und geschwindigkeitsunabhängige Anpresskraft generiert, überwindet eine der fundamentalsten Beschränkungen der konventionellen Aerodynamik und etabliert eine neue Ära der Fahrphysik.

McMurtry Spéirling
Die extrem leichte Konstruktion, hauptsächlich aus Kohlefaser-Monocoque, führt in der Pure-Version zu einem Gewicht von unter 1'000 kg bei etwa 1.000 PS Leistung. - McMurtry

Die technologische Lösung, inspiriert von den in den 1970er Jahren verbotenen «Fan Cars», ermöglicht eine nie dagewesene Kontrolle und Performance, insbesondere bei niedrigen Geschwindigkeiten. Der Spéirling nutzt die Fortschritte in der Elektromotoren- und Batterietechnik, um dieses jahrzehntealte Konzept in einer bis dato unerreichten Effektivität zu realisieren.

Konstante Anpresskraft: Die Funktion des Gebläse-Systems

Das Herzstück sind zwei leistungsstarke, elektrische Turbinen, die hinter dem Cockpit platziert sind. Diese Ventilatoren saugen aktiv die Luft unter dem Chassis ab und blasen sie durch eine zentrale Hecköffnung aus.

Durch die Versiegelung des Unterbodens mittels einer flexiblen Schürze wird ein Vakuum erzeugt, das das Fahrzeug förmlich auf den Boden saugt. Das Ergebnis ist phänomenal: Die Turbinen, die bis zu 23'000 Umdrehungen pro Minute erreichen, erzeugen eine Anpresskraft von 2'000 kg – und das bereits im Stand.

McMurtry Spéirling
Maximale Downforce: Der McMurtry Spéirling verfügt über das innovative Downforce-on-Demand-System. - Screenshot Instagram @alonsomaldonado0

Dieser Wert übersteigt das Gewicht des nur rund 1'000 kg schweren Prototyps um das Doppelte. Die ständige Verfügbarkeit dieser Kraft eliminiert den Nachteil herkömmlicher Flügel und Spoiler, die erst bei hohen Geschwindigkeiten wirken und dabei unvermeidlichen Luftwiderstand erzeugen.

Anpressdruck nach Bedarf

Im Gegensatz dazu koppelt das McMurtry-System die Anpresskraft vom Luftwiderstand ab. Auf Geraden kann die Anpresskraft reduziert werden, um den Top-Speed zu maximieren, während sie in Kurven oder unter Bremsung sofort und in vollem Umfang bereitsteht.

McMurtry Spéirling
Der McMurtry Spéirling ist nur für die Rennstrecke gedacht, wird aber für den GT1 Sports Club entwickelt und soll in einer limitierten Auflage von 100 Stück an Kunden ausgeliefert werden. - McMurtry

Diese sofortige, massive Erhöhung des Grips verwandelt langsame Kurven in Hochgeschwindigkeitsabschnitte, da der Fahrer deutlich später bremsen und mehr Geschwindigkeit durch den Scheitelpunkt mitnehmen kann.

Diese konstante Traktion und Stabilität machen den Spéirling – trotz seiner extremen Leistung – für versierte Hobbyfahrer überraschend zugänglich und «einfach» zu fahren.

Rekordjagd als ultimativer Beweis

Die Wirksamkeit der «Downforce-on-Demand»-Technologie wurde durch eine Reihe von absoluten Streckenrekorden eindrucksvoll untermauert. Beim Goodwood Festival of Speed 2022 pulverisierte der Spéirling mit einer Zeit von 39.08 Sekunden den offiziellen Hillclimb-Rekord.

McMurtry Spéirling fährt kopfüber

Dieser wurde zuvor 23 Jahre lang von einem Formel-1-Wagen gehalten. Auch den Top Gear Test Track-Rekord unterbot der Spéirling um mehr als 3 Sekunden mit einer Rundenzeit von 55.9 Sekunden.

Der spektakulärste Beweis war jedoch die Demonstration, bei der der Spéirling in der Lage war, aus dem Stand kopfüber an einer Konstruktion zu fahren. Gehalten nur durch die Saugkraft seiner Ventilatoren. Diese beispiellose Aktion visualisiert eindrucksvoll, dass die erzeugte Anpresskraft die Schwerkraft des Fahrzeugs jederzeit übersteigt.

Kommentare

User #2039 (nicht angemeldet)

■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ Wird der Antriebsakku eines E-Autos bei einem Unfall beschädigt, kann es zu Kurzschlüssen, Bränden oder gar Explosionen kommen. Unter entsprechend hohen Sicherheitsvorkehrungen muss der Transport beschädigter Lithium-Ionen-Batterien vonstatten gehen: Gemäß dem ADR muss er von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) genehmigt werden, die für jeden einzelnen Transport individuelle Festlegungen trifft. Um zu verhindern, dass Feuer ausbricht oder giftige Gase austreten, müssen etwa spezielle, nicht brennbare und temperaturstabilisierende Dämmstoffe zur Verpackung genutzt werden Marke“ muss man sich seiner Meinung nach verabschieden. Kein Normalverdiener kann und will sich jedoch ein normales Auto für 20.000 Euro und mehr leisten, das zudem ständig aufgeladen werden muss. Zudem gibt es bisher und auf unabsehbare Zeit ohnehin nicht annähernd die erforderliche Versorgung mit Ladestationen für einen flächendeckenden Gebrauch von E-Autos; der Einbau von Wallboxes wird schon jetzt limitiert, und wie bei der projektierten Zahl an E-Fahrzeugen die notwendige Stromversorgung gewährleistet werden soll, selbst wenn man von einer unbegrenzten Exportbereitschaft der Nachbarländer an Atom- und Kohlestrom ausgeht, steht noch in den Sternen. ✅✅ ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■

User #4282 (nicht angemeldet)

Dieses Auto zeigt einzig, zu was Elektroantriebe wirklich fähig sind. Und dies leise und im Betrieb ohne Emmissionen.

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