Korea-Kracher: KGM Rexton deklassiert deutsche SUVs

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Vergiss überteuerte Prestige-Geländewagen aus Deutschland oder Japan. Dieser koreanische Geheimtipp packt ordentlich an und schont das Portemonnaie.

KGM Rexton
Echtes Arbeitstier: Mit einer maximalen Anhängelast von bis zu 3.5 Tonnen ist der Rexton der absolute Liebling von Reitern und Bootsbesitzern, da er selbst schwerste Lasten mühelos zieht. - KGM

Schweizer Autokäufer werfen Millionen für protzige SUVs aus dem Fenster, die abseits der Strasse kläglich versagen. Ein echter Geländewagen braucht schliesslich einen robusten Leiterrahmen und kein weichgespültes Elektronik-Chassis.

Wer schwere Lasten wie Pferdeanhänger oder Boote ziehen will, stösst bei modernen Elektroautos schnell an physikalische Grenzen. Hier greift die koreanische Marke KGM – ehemals SsangYong – mit dem runderneuerten Rexton ein.

KGM Rexton Innenraum
Edles Nappaleder: Die optionalen Sitze mit feinstem Nappaleder im gesteppten Rautenmuster bringen echten Oberklasse-Luxus in den robusten Geländewagen. - KGM

Dieses bullige Flaggschiff kombiniert rustikale Offroad-Technik mit einem überraschend edlen Cockpit. Er fordert die etablierte Konkurrenz zu einem Bruchteil des üblichen Preises heraus.

Der unschlagbare Packesel für Macher

Mit einer Zuglast von satten 3.5 Tonnen deklassiert der Rexton die meisten Lifestyle-Crossover mühelos. Unter der Haube arbeitet ein robuster 2.2-Liter-Turbodiesel, der stolze 202 PS auf die Strasse bringt.

Ein zuschaltbarer Allradantrieb samt Untersetzung sorgt dafür, dass Sie auch im tiefsten Schlamm nicht steckenbleiben. Und im direkten Vergleich zum legendären Toyota Land Cruiser kostet der Koreaner mit einem Einstiegspreis von 50’490 Franken fast nur die Hälfte.

KGM Rexton
Ultra-fester Stahl: Für maximale Sicherheit und Steifigkeit besteht die Karosserie des Rexton zu über 80 Prozent aus hochfestem Spezialstahl. - KGM

Sie erhalten hier also kompromisslose Nehmerqualitäten für harte Schweizer Bergfahrten zum absoluten Sparpreis. Wer rein nach rationalen Kriterien entscheidet, kommt an diesem Kraftpaket eigentlich gar nicht vorbei.

Luxus-Ambiente zum Discounter-Tarif

Wer den Innenraum des Rexton betritt, reibt sich erst einmal verwundert die Augen. Feines Nappa-Leder, digitale Armaturen und ein moderner Touchscreen versprühen echtes Premium-Feeling.

Selbst in der zweiten Reihe geniessen die Passagiere eine Beinfreiheit wie in der Business-Class. Auf Wunsch lässt sich das SUV sogar in einen praktischen Siebensitzer für die Grossfamilie verwandeln.

KGM beweist hier eindrücklich, dass nützliche Alltagshelfer nicht spartanisch ausgestattet sein müssen. Diese gelungene Gratwanderung zwischen Arbeitstier und Komfort-Oase sucht auf dem Markt ihresgleichen.

Wo die harte Realität den Glanz trübt

Trotz des modernen Designs verleugnet der Rexton seine Nutzfahrzeug-Gene auf Asphalt nicht. Das Fahrwerk poltert spürbar über Querfugen, was den Reisekomfort im Vergleich zu einem Hyundai Santa Fe schmälert.

KGM Rexton
Gewaltiger Gepäckraum: Wer den Fünfsitzer bis unter das Dach belädt und die Rückbank umklappt, dem eröffnet sich ein gigantisches Ladevolumen von bis zu 1'977 Litern. - KGM

Auch die träge Achtstufen-Automatik nimmt dem schweren Koloss jegliche Dynamik bei schnellen Überholmanövern. Zudem schlägt sich das hohe Leergewicht von über zwei Tonnen negativ an der Zapfsäule nieder.

Interessenten, die ein agiles Familienauto suchen, werden mit diesem unhandlichen Riesen im engen Parkhaus wohl kaum glücklich. Zudem bleibt der Wertverlust aufgrund des noch unbekannten Markennamens KGM in der Schweiz ein grosses Risiko.

Kommentare

User #1857 (nicht angemeldet)

Ich fahre den Rexton seit 2 Jahren und muss sagen im Gelände ist er wirklich stark. Was ich nicht gut finde ist die Karosserie die bei den Übergängen vorne und hinten viel zu wenig Bodenabstand haben und im Gelände dauernd anhängen und kaputt gemacht werden. Diese müssten bei einem Geländewagen wie es sich gehört nach oben gezogen sein um einen anständigen Böschungswinkel zu gewährleisten. Viel Kunststoffgerümpel eben, ansonsten wirklich ein gutes Auto.

User #4451 (nicht angemeldet)

🤔War ja schon vorher zu Sehen.. Zuerst macht man jemandem das Fahrzeug "gluschtig" und meckert hinterher, damit man quasi ein europäisches Fahrzeug bevorzugen sollte, weil er eher bequemer und auf dem Papier sparsamer ist. Genau diese Mentalität sperrt genau das was ein normaler Autofahrer sich wünscht. Ein günstiges Fahrzeug der alles kann. -> Genau so versucht man europäische Automarken von asiatischen Anbieter abzuschotten. Aus Angst, das solche Fahrzeuge (was der Tatsache entspricht) besser als die Eigenen sind. Verbraucht er 1 lt. auf 100 km. mehr? Na und? Er kostet ja auch nur die Hälfte und hat keine "versteckte Aufpreisabo`s). Aber sowas will man es dem zukünftigen Kunden ja nicht unter die Nase reiben.. Das nächste.. Polteriges Fahrwerk.. Bei einem Europäer würde man es als sportlich/knackig anpreisen.. Gelle?

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