Korea-Kracher: KGM Rexton deklassiert deutsche SUVs
Vergiss überteuerte Prestige-Geländewagen aus Deutschland oder Japan. Dieser koreanische Geheimtipp packt ordentlich an und schont das Portemonnaie.

Schweizer Autokäufer werfen Millionen für protzige SUVs aus dem Fenster, die abseits der Strasse kläglich versagen. Ein echter Geländewagen braucht schliesslich einen robusten Leiterrahmen und kein weichgespültes Elektronik-Chassis.
Wer schwere Lasten wie Pferdeanhänger oder Boote ziehen will, stösst bei modernen Elektroautos schnell an physikalische Grenzen. Hier greift die koreanische Marke KGM – ehemals SsangYong – mit dem runderneuerten Rexton ein.

Dieses bullige Flaggschiff kombiniert rustikale Offroad-Technik mit einem überraschend edlen Cockpit. Er fordert die etablierte Konkurrenz zu einem Bruchteil des üblichen Preises heraus.
Der unschlagbare Packesel für Macher
Mit einer Zuglast von satten 3.5 Tonnen deklassiert der Rexton die meisten Lifestyle-Crossover mühelos. Unter der Haube arbeitet ein robuster 2.2-Liter-Turbodiesel, der stolze 202 PS auf die Strasse bringt.
Ein zuschaltbarer Allradantrieb samt Untersetzung sorgt dafür, dass Sie auch im tiefsten Schlamm nicht steckenbleiben. Und im direkten Vergleich zum legendären Toyota Land Cruiser kostet der Koreaner mit einem Einstiegspreis von 50’490 Franken fast nur die Hälfte.

Sie erhalten hier also kompromisslose Nehmerqualitäten für harte Schweizer Bergfahrten zum absoluten Sparpreis. Wer rein nach rationalen Kriterien entscheidet, kommt an diesem Kraftpaket eigentlich gar nicht vorbei.
Luxus-Ambiente zum Discounter-Tarif
Wer den Innenraum des Rexton betritt, reibt sich erst einmal verwundert die Augen. Feines Nappa-Leder, digitale Armaturen und ein moderner Touchscreen versprühen echtes Premium-Feeling.
Selbst in der zweiten Reihe geniessen die Passagiere eine Beinfreiheit wie in der Business-Class. Auf Wunsch lässt sich das SUV sogar in einen praktischen Siebensitzer für die Grossfamilie verwandeln.
KGM beweist hier eindrücklich, dass nützliche Alltagshelfer nicht spartanisch ausgestattet sein müssen. Diese gelungene Gratwanderung zwischen Arbeitstier und Komfort-Oase sucht auf dem Markt ihresgleichen.
Wo die harte Realität den Glanz trübt
Trotz des modernen Designs verleugnet der Rexton seine Nutzfahrzeug-Gene auf Asphalt nicht. Das Fahrwerk poltert spürbar über Querfugen, was den Reisekomfort im Vergleich zu einem Hyundai Santa Fe schmälert.

Auch die träge Achtstufen-Automatik nimmt dem schweren Koloss jegliche Dynamik bei schnellen Überholmanövern. Zudem schlägt sich das hohe Leergewicht von über zwei Tonnen negativ an der Zapfsäule nieder.
Interessenten, die ein agiles Familienauto suchen, werden mit diesem unhandlichen Riesen im engen Parkhaus wohl kaum glücklich. Zudem bleibt der Wertverlust aufgrund des noch unbekannten Markennamens KGM in der Schweiz ein grosses Risiko.







