Das beste Auto der Schweiz: Teil 1
Schönheit im Strassenverkehr provoziert Blicke und spaltet Meinungen. Welches Fahrzeug krönt die Schweiz aktuell zur Design-Ikone?

Die meisten Autos auf Schweizer Strassen sind optische Langweiler. Hersteller opfern mutige Formen viel zu oft den letzten Optimierungen im Windkanal.
Aerodynamik bestimmt heute jede Karosseriezeile mit mathematischer Präzision. Ein niedriger cw-Wert spart Energie, zerstört aber oft den visuellen Charakter.
Wahre Design-Ikonen verbinden technische Effizienz mit unverwechselbarer Ästhetik. Fünf aktuelle Modelle beweisen diesen Anspruch auf Schweizer Strassen eindrücklich.
Kandidat 1: Porsche Taycan – Elektro-Futurismus
Der Porsche Taycan definiert die elektrische Sportwagen-Silhouette neu. Seine flache Flyline zieht sofort Blicke auf sich.

Ein cw-Wert von 0.22 unterstreicht die aerodynamische Meisterschaft der Ingenieure. Im Vergleich zum Tesla Model S wirkt die Linienführung wesentlich athletischer und durchdachter.
Kritik verdient allerdings der knappe Fussraum in der zweiten Sitzreihe. Auch das hohe Leergewicht von über 2.2 Tonnen schränkt die agile Leichtigkeit spürbar ein.
Kandidat 2: Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio – Italienische Sinnlichkeit
Alfa Romeo setzt bei der Giulia Quadrifoglio auf emotionale Rundungen. Der legendäre V-Kühlergrill prägt das unverkennbare Gesicht der Limousine.

Die Proportionen wirken harmonischer als beim sachlichen Konkurrenten BMW M3. Ein aktiver Carbon-Frontsplitter steigert den Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten spürbar.
Leider reagiert dieses Bauteil jedoch empfindlich auf hohe Bordsteinkanten im Stadtverkehr. Zudem hinkt die Materialanmutung im Innenraum der deutschen Konkurrenz leicht hinterher.
Kandidat 3: Microlino – Schweizer Retro-Minimalismus
Der Microlino bringt den Charme der historischen Kabinenroller zurück. Die nach vorne öffnende Tür zieht in Städten wie Zürich alle Blicke auf sich.

Mit unter 2.5 Metern Länge parkt die Schweizer Entwicklung quer zur Fahrbahn. Herkömmliche Stadtflitzer wie der Fiat 500e benötigen praktisch gesehen rund doppelt so viel Platz.
Wie zu erwarten, fehlt dem leichtgewichtigen Stromer auf Schweizer Autobahnen die nötige Souveränität. Dafür bekommt man eine ganze Menge Alltagstauglichkeit für die engen Innenstädte. Und das im schicken Gewand.
Kandidat 4: Aston Martin DB12 – Britisches Super-GT-Design
Der Aston Martin DB12 verkörpert die perfekte Symbiose aus Eleganz und Kraft. Sein gewaltiger Kühlergrill dominiert die lange Motorhaube selbstbewusst.

Gegenüber dem breiten Bentley Continental GT wirkt der DB12 deutlich sehniger und dynamischer. Der 680 PS starke V8-Biturbo verlangt nach dieser aggressiven Belüftung.
Einziger Wermutstropfen: Der horrende Einstiegspreis von über 260'000 Franken. Automobilen Hochadel gibt es eben nicht im Discounter-Segment …
Kandidat 5: Range Rover – Reduktiver Luxus
Land Rover reduziert das Design des Range Rover auf das ein absolutes Minimum. Bündig eingepasste Scheiben und versenkte Türgriffe erzeugen eine Karosserie wie aus einem Guss.

Die Mercedes G-Klasse wirkt dagegen wie ein Relikt vergangener Zeiten. Eine Allradlenkung verkleinert den Wendekreis der stattlichen Fünf-Meter-Yacht enorm.
Die gewaltige Stirnfläche fordert beim Kraftstoffverbrauch jedoch ihren Tribut. Die schiere Fahrzeugbreite stellt Fahrer in Schweizer Baustellen zudem vor echte Herausforderungen.







