Auto Zürich: Jede vierte Marke kommt aus China
18 der 72 Marken an der Auto Zürich stammen aus China. Ein Rundgang mit Schweizer Preisen: vom Elektro-Crossover für 23'900 Franken bis zum Luxus-SUV.

Wer diese Woche durch die Hallen der Messe Zürich schlendert, liest viele Markennamen zum ersten Mal. Von den insgesamt 72 Marken an der 39. Auto Zürich stammen 18 aus China.
Zum Vergleich: Vor drei Jahren waren es erst fünf. Die Messe dauert bis Sonntag, 8. November, und zeigt laut den Veranstaltern über 100 Neuheiten und Premieren.
Zur Voreröffnung am Mittwochabend kam auch Verkehrsminister Albert Rösti nach Oerlikon.
Vom Fünftel zur neuen Normalität
Neu dabei sind unter anderem Chery, Geely, Farizon, Forthing und iCaur. Sie stehen neben BYD, MG und Leapmotor, die hierzulande schon länger verkaufen.

Auto-Zürich-Präsident Karl Bieri bezeichnete den Zuwachs im Gespräch mit Blick als Bereicherung. Der Schweizer Markt sei allerdings anspruchsvoll, und nur wer die Kundschaft überzeuge, habe Erfolg.
Managing Director Ines Nägeli sagte gegenüber Autosprint, sie empfinde die Entwicklung nicht als Überschwemmung.
Was die Preise verraten
Für viele Kunden liegt der Reiz der Neulinge vor allem im Preis. Als Beispiel dient etwas der Leapmotor B03X, der über die Emil Frey Gruppe in die Schweiz kommt und 23'900 Franken kostet.
Angeboten wird er ausschliesslich mit Vollausstattung. Chery startet mit vier SUV, vertrieben vom Importeur Luxi Motors.

Das Einstiegsmodell Tiggo 4 mit Vollhybrid steht ab 27'990 Franken in der Preisliste. Der grosse Tiggo 9 als Plug-in-Hybrid beginnt bei 48'990 Franken.
XPeng zielt nach oben
Eine Stufe höher positioniert sich XPeng. Das elektrische SUV-Coupé L03 kostet in der Schweiz zwischen 35'600 und 46'600 Franken, je nach Antrieb und Batterie.
Die ersten Kundenfahrzeuge sollen laut Importeur ab dem vierten Quartal 2026 ausgeliefert werden. Darüber steht im Schweizer Angebot der X9, einen elektrischen Van mit sieben Sitzen.

Er ist ab 77'600 Franken erhältlich und positioniert sich damit klar im gehobenen Segment.
Zeekr zeigt, dass China auch Luxus kann
Dass China nicht nur günstig kann, beweist Zeekr mit dem 9X. Das Luxus-SUV ist 5.24 Meter lang, fährt mit Hybridantrieb und leistet 897 PS.

Der Schweizer Preis liegt bei 117'500 Franken. Bestellungen nimmt die Marke seit Oktober entgegen, die Auslieferung folgt nach Plan im ersten Quartal 2027.
Vergleichen an der Messe – und darüber hinaus
Die Messe bietet Interessenten Möglichkeiten, die kein Prospekt ersetzen kann. Neulinge und etablierte Hersteller stehen Tür an Tür, Verarbeitung, Platzangebot und Bedienung lassen sich direkt vergleichen.
Wer selbst ans Steuer will, kann an der EV Experience aus 48 Elektromodellen wählen. Ob sich die neuen Marken halten, entscheidet sich allerdings nicht in den Messehallen.
Für Schweizer Käufer zählen Zuverlässigkeit, Händlernetz, Service und Wiederverkaufswert mindestens so viel wie der Listenpreis.







