Hackerattacken auf Gewerbe: Bund begrüsst freiwillige Meldungen
Die Berner Polizei ist über den Cyberangriff auf die Metzgerei «Lüthi's Fleischwaren» im Bild. Ob das Unternehmen auch das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) informierte, ist nicht bekannt.

«Das BACS äussert sich nicht zu konkreten Cybervorfällen», hielt das Bundesamt am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA fest. Insgesamt sei bislang eine meldepflichtige Meldung zu einem Cyberangriff auf gewerbliche Kühlanlagen eingegangen.
Nicht jeder Cyberangriff muss gemeldet werden. Meldepflichtig sind Betriebe, welche die Bevölkerung mit unentbehrlichen Gütern des täglichen Bedarfs versorgen und deren Ausfall zu erheblichen Engpässen führen würde. Ausgenommen sind Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten sowie einem Jahresumsatz oder einer Bilanzsumme von höchstens zehn Millionen Franken.
Eine gewerbliche Metzgerei oder eine lokale Dorfbäckerei fällt typischerweise unter die KMU-Schwellenwerte. Das BACS betont jedoch, dass freiwillige Meldungen jederzeit möglich und ausdrücklich erwünscht sind. So lasse sich die allgemeine Bedrohungslage besser einschätzen, und andere Unternehmen könnten gezielt und frühzeitig gewarnt werden.






