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Angriff auf Dacia: Opel kann auch günstig

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Vernunft statt Premium: Der neue Opel Frontera punktet mit viel Platz, Hybrid-Tech und fairem Preis. Eine starke Kampfansage an den Dacia Duster!

Opel Frontera
Opel Frontera: Das Ur-Modell von 1991 war eigentlich ein umgemünzter Isuzu MU und gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter des europäischen SUV-Booms. - Opel

Wer braucht schon überladene Premium-SUVs, wenn Effizienz im Alltag viel wichtiger ist? Beim morgendlichen Pendeln oder dem Wocheneinkauf zählt schliesslich der reale Nutzwert eines Fahrzeugs.

Opel belebt deshalb einen bekannten Namen neu und setzt voll auf kompromisslose Pragmatik. Der Rüsselsheimer Autobauer schickt den neuen Frontera mit modernster 48-Volt-Mildhybrid-Technologie ins Rennen.

Opel Frontera
Opel Frontera: Aus Gründen der Nachhaltigkeit verzichtet Opel beim aktuellen Modell an der gesamten Karosserie konsequent auf glänzende Chrom-Elemente. - Opel

Dieses kompakte Raumwunder verzichtet bewusst auf teuren Schnickschnack und attackiert die etablierte Budget-Konkurrenz.

Platzwunder mit Garantie für Plastik-Frust

Mit einer Länge von knapp 4.39 Metern passt das SUV perfekt in jede Schweizer Normgarage. Trotz dieser kompakten Abmessungen schluckt der Kofferraum stolze 460 Liter Gepäck.

Selbst eine optionale dritte Sitzreihe bietet der Hersteller für den Familienalltag an. Allerdings eignet sich dieser Platz im Heck ausschliesslich für kleinere Kinder auf kurzen Strecken.

Opel Frontera (1997): Der Vater aller SUVs wird zum Oldtimer.

Der Innenraum erweist sich zwar als äusserst pflegeleicht, enttäuscht jedoch beim ersten Anfassen. Massenhaft hartes Plastik dominiert das Cockpit und trübt den optischen Eindruck erheblich.

Fahrkomfort schlägt sportliche Ambitionen

Das Fahrwerk des Rüsselsheimers setzt die Prioritäten ganz klar auf entspanntes Reisen. Querfugen und tiefe Schlaglöcher bügelt die Konstruktion auf der Strasse ordentlich weg.

In schnell gefahrenen Kurven neigt sich die Karosserie dafür spürbar zur Seite. Zudem liefert die extrem leichtgängige Lenkung kaum Rückmeldung von der Fahrbahn.

Sportliche Fahrer werden mit diesem Setup definitiv keine Freude haben. Wer jedoch stressfrei von A nach B kommen will, schätzt diese ruhige Gangart.

Sparsamer Antrieb mit rauen Tönen

Der 1.2-Liter-Dreizylinder leistet wahlweise 100 oder 136 PS und erhält elektrische Unterstützung. Ein kleiner E-Motor hilft spürbar beim Anfahren und eliminiert das bekannte Turboloch.

Im dichten Stadtverkehr rollt das Fahrzeug erstaunlich oft rein elektrisch und spart Treibstoff. Der Realverbrauch pendelt sich bei fairen 5.6 Litern Benzin pro 100 Kilometer ein.

SUV zum Kampfpreis?

Unter Volllast auf der Autobahn bricht die harmonische Kulisse allerdings jäh zusammen. Dann wird das Triebwerk akustisch sehr präsent und dröhnt im Innenraum wenig elegant.

Der harte Kampf um den Budget-Thron

Mit einem Basispreis von knapp über 24'000 Euro positioniert Opel das Modell äusserst attraktiv. Damit greift die Marke den bisherigen Platzhirschen Dacia Duster frontal an.

Der rumänische Konkurrent ist in der Anschaffung zwar immer noch etwas günstiger. Dafür punktet der deutsche Herausforderer mit deutlich bequemeren Sitzen und ergonomischer Bedienung.

Beim Frontera gilt: Käufer müssen für den hohen Alltagsnutzen auf Luxus verzichten. Am Ende bietet dieses Auto ein ehrliches Paket ohne unnötige Design-Spielereien.

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Kommentare

User #1801 (nicht angemeldet)

Und das kommt einfach zu spät. Diese Einsicht fehlt bei vielen Herstellern seit Jahren. Ich würde trotzdem keinen Opel kaufen.

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