AMG-Härtetest am Polarkreis: Wenn Strom auf Eis trifft

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

-30 Grad: Erfahre, wie Mercedes-AMG am Polarkreis E-Performance und Batterietechnik bis ans Limit testet – für maximale Kontrolle bei jedem Frost.

Mercedes Benz AMG
Tanz auf dem Eis: Bei Temperaturen von bis zu –40 °C werden die Fahrwerkssysteme auf den zugefrorenen Seen von Arjeplog feingeschliffen. - Mercedes-Benz

Während der Wintereinbruch in der Schweiz abseits der alpinen Regionen teilweise nur wenig Schneematsch bringt, herrschen in Arjeplog extreme Bedingungen. Dort fällt das Thermometer regelmässig unter minus 30 Grad Celsius.

Auf spiegelglatten Seen verwandeln die Entwickler die unwirtliche Natur in ein hochtechnologisches Testlabor. Um hier voranzukommen, muss die Bordelektronik die immense Kraft der Elektromotoren präzise portionieren.

Präzisionsarbeit in der nordschwedischen Kälte

Die Traktionskontrolle arbeitet dabei im Millisekundenbereich, um ein gefährliches Ausbrechen des Fahrzeugs zu verhindern. In dieser eisigen Einsamkeit entscheidet sich, wie zuverlässig die Technik später in Ihrem Alltag funktionieren wird.

Mercedes Benz AMG
Driftwinkel-Präzision: AMG nutzt die riesigen Eisflächen, um die variablen Allradsysteme (4MATIC+) für maximale Querdynamik zu kalibrieren. - Mercedes-Benz

In Nordschweden herrschen Bedingungen, die jedes Bauteil einer gnadenlosen Prüfung unterziehen. Die Mercedes-AMG Ingenieure nutzen die weiten Eisflächen gezielt für die Feinabstimmung der komplexen Fahrwerkssysteme.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Batterietechnologie der neuen, vollelektrischen AMG-Plattform. Die extreme Kälte beeinflusst die chemischen Prozesse innerhalb der Akkuzellen massiv.

Die Chemie der Performance unter Null

Ein intelligentes Thermomanagement sorgt dafür, dass die Energieabgabe auch bei tiefstem Frost stabil bleibt. Ohne diese aufwendigen Versuchsreihen könnte die Reichweite der Fahrzeuge im Winter drastisch einbrechen.

Das Driften auf zugefrorenen Seen ist für die Experten ebenfalls weit mehr als nur ein spektakuläres Vergnügen. Hier kalibrieren sie die Verteilung des Drehmoments zwischen der Vorder- und Hinterachse.

Mercedes Benz AMG
Schneestaub-Logistik: Der feine schwedische Pulverschnee ist tückisch. Die Luftansaugwege werden speziell gegen Verstopfung getestet. - Mercedes-Benz

Jeder Sensor muss die geringste Veränderung der Bodenhaftung sofort an das zentrale Steuergerät melden. Nur so entsteht das typische AMG-Fahrgefühl, das trotz Glätte maximale Kontrolle vermitteln soll.

Sicherheit in jeder Situation

Auch die Bremsanlagen bestehen unter diesen extremen thermischen Schocks ihre wichtigste Reifeprüfung. Selbst bei tiefstem Frost darf kein Bauteil spröde werden oder seine Sicherheitsfunktion verlieren.

Die Erkenntnisse aus Schweden fliessen direkt in die Serienproduktion der zukünftigen Sportwagen ein. Davon profitieren Kunden in der Schweiz besonders durch eine optimierte Heizleistung und Klimatisierung.

Sogar die Türgriffe und Ladeklappen müssen sich bei dicker Vereisung noch mühelos öffnen lassen. Jedes kleinste Detail dokumentieren die Fachleute akribisch, um Schwachstellen vor dem Marktstart zu eliminieren.

Höchstleistung als Versprechen

So garantieren die Testfahrten, dass ein AMG bei jeder Witterung seine volle Performance liefert. Moderne Software spielt bei der Erprobung in der schwedischen Wildnis eine tragende Rolle.

Die Ingenieure lesen nach jeder Fahrt riesige Datenmengen direkt aus den Fahrzeugen aus. Jeder Eingriff des ESP oder der Allradsteuerung wird im Anschluss genau analysiert.

Mercedes Benz AMG
Das «Wohnzimmer» der Ingenieure: Arjeplog liegt nur knapp südlich des Polarkreises und ist seit den 1970ern das Mekka der Automobil-Wintererprobung. - Mercedes-Benz

Die Vernetzung der einzelnen Komponenten entscheidet letztlich über die Agilität des Fahrzeugs.

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Kommentare

User #4069 (nicht angemeldet)

Nenne mir 689 Gründe wieso es sich lohnt, in der Schule aufzupassen.

User #689 (nicht angemeldet)

H I N W E I S : E-Autos sind sehr teuer im Ankauf, sind aber in Wirklichkeit nicht viel Wert. Ein gebrauchtes E-Auto zu verkaufen ist sehr schwierig denn kaum ein Händler will ein batteriebetriebenes Elektroauto mit heruntergerittenen Batterien. Das ist auch der Grund wieso diese bereits nach wenigen Jahren endgültig auf dem Schrottplatz stehn. Bei Autos mit Verbrennertechnik ist es anders denn die fahren locker 20, 30- oder noch mehr Jahre auf den Strassen herum, auch 50 Jahre sind kein Problem, und es fahre sogar noch weitaus ältere!🚦

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