AMG-Härtetest am Polarkreis: Wenn Strom auf Eis trifft
-30 Grad: Erfahre, wie Mercedes-AMG am Polarkreis E-Performance und Batterietechnik bis ans Limit testet – für maximale Kontrolle bei jedem Frost.

Während der Wintereinbruch in der Schweiz abseits der alpinen Regionen teilweise nur wenig Schneematsch bringt, herrschen in Arjeplog extreme Bedingungen. Dort fällt das Thermometer regelmässig unter minus 30 Grad Celsius.
Auf spiegelglatten Seen verwandeln die Entwickler die unwirtliche Natur in ein hochtechnologisches Testlabor. Um hier voranzukommen, muss die Bordelektronik die immense Kraft der Elektromotoren präzise portionieren.
Präzisionsarbeit in der nordschwedischen Kälte
Die Traktionskontrolle arbeitet dabei im Millisekundenbereich, um ein gefährliches Ausbrechen des Fahrzeugs zu verhindern. In dieser eisigen Einsamkeit entscheidet sich, wie zuverlässig die Technik später in Ihrem Alltag funktionieren wird.

In Nordschweden herrschen Bedingungen, die jedes Bauteil einer gnadenlosen Prüfung unterziehen. Die Mercedes-AMG Ingenieure nutzen die weiten Eisflächen gezielt für die Feinabstimmung der komplexen Fahrwerkssysteme.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Batterietechnologie der neuen, vollelektrischen AMG-Plattform. Die extreme Kälte beeinflusst die chemischen Prozesse innerhalb der Akkuzellen massiv.
Die Chemie der Performance unter Null
Ein intelligentes Thermomanagement sorgt dafür, dass die Energieabgabe auch bei tiefstem Frost stabil bleibt. Ohne diese aufwendigen Versuchsreihen könnte die Reichweite der Fahrzeuge im Winter drastisch einbrechen.
Das Driften auf zugefrorenen Seen ist für die Experten ebenfalls weit mehr als nur ein spektakuläres Vergnügen. Hier kalibrieren sie die Verteilung des Drehmoments zwischen der Vorder- und Hinterachse.

Jeder Sensor muss die geringste Veränderung der Bodenhaftung sofort an das zentrale Steuergerät melden. Nur so entsteht das typische AMG-Fahrgefühl, das trotz Glätte maximale Kontrolle vermitteln soll.
Sicherheit in jeder Situation
Auch die Bremsanlagen bestehen unter diesen extremen thermischen Schocks ihre wichtigste Reifeprüfung. Selbst bei tiefstem Frost darf kein Bauteil spröde werden oder seine Sicherheitsfunktion verlieren.
Die Erkenntnisse aus Schweden fliessen direkt in die Serienproduktion der zukünftigen Sportwagen ein. Davon profitieren Kunden in der Schweiz besonders durch eine optimierte Heizleistung und Klimatisierung.
Sogar die Türgriffe und Ladeklappen müssen sich bei dicker Vereisung noch mühelos öffnen lassen. Jedes kleinste Detail dokumentieren die Fachleute akribisch, um Schwachstellen vor dem Marktstart zu eliminieren.
Höchstleistung als Versprechen
So garantieren die Testfahrten, dass ein AMG bei jeder Witterung seine volle Performance liefert. Moderne Software spielt bei der Erprobung in der schwedischen Wildnis eine tragende Rolle.
Die Ingenieure lesen nach jeder Fahrt riesige Datenmengen direkt aus den Fahrzeugen aus. Jeder Eingriff des ESP oder der Allradsteuerung wird im Anschluss genau analysiert.

Die Vernetzung der einzelnen Komponenten entscheidet letztlich über die Agilität des Fahrzeugs.







