Mit dem E-Bus durch das Klosterviertel
Die VBSG setzen ab April 2019 einen ersten rein batteriebetriebenen E-Bus im Linienbetrieb ein.

Damit wollen sie Erfahrungen sammeln, welche in die Beschaffungsstrategie zur Erneuerung der Dieselbusflotte in den nächsten Jahren einfliessen.
Der neue E-Bus der VBSG ist knapp neun Meter lang und 2,4 Meter breit. Er gehört damit in die Kate-gorie «Midibus». Aufgrund seiner Grösse ist er für den Einsatz auf Quartierlinien geeignet und wird vorerst auf der Linie 11 St.Gallen Bahnhof – Wittenbach Abacus-Platz verkehren. Das Fahrzeug bietet Platz für maximal 50 Fahrgäste (22 Sitz- und 27 Stehplätze sowie einen Rollstuhlplatz). Bei den Sitz-plätzen stehen USB-Steckdosen zum Laden von Smartphones oder Tablets zur Verfügung.
Umsteigen nach fünf bis sechs Stunden
Die VBSG gehen davon aus, dass die Reichweite auf der Linie 11 durchschnittlich etwa hundert Kilo-meter beträgt. Dies entspricht etwa einer Fahrzeit von fünf bis sechs Stunden. Danach wird der E-Bus durch einen herkömmlichen dieselbetriebenen Solobus abgelöst und im Busdepot während rund drei Stunden wieder aufgeladen (Plug-in-System). Die Fahrgäste werden jeweils an der Haltestelle Athletik Zentrum gebeten, den Bus zu wechseln.
Umweltschonend und wirtschaftlich interessant
Gegenüber dem auf Verbrennungsmotoren basierenden Verkehr bietet die Elektromobilität sowohl
wirtschaftlich als auch ökologisch entscheidende Vorteile. Der Wirkungsgrad von elektrischen Antrie-ben bei Fahrzeugen für den Personentransport beträgt über 90 Prozent und ist damit mindestens dreimal höher als jener von Verbrennungsmotoren. Zudem wird die Bremsenergie mittels Rekuperation in die Fahrbatterie zurückgespiesen. Elektromotoren sind ausserdem wartungsärmer als Dieselmo-toren. Der Unterhalt pro Fahrzeug wird dadurch günstiger. Die Elektrobusse erzeugen im Betrieb lokal keine Schadstoffe und tragen damit zur CO2-Reduktion bei. Die VBSG nutzen sowohl für ihre Trolley-busse als auch für den neuen E-Bus Strom aus 100 Prozent Schweizer Wasserkraft. Hinzu kommt, dass Elektromotoren nahezu geräuschlos funktionieren.
Elektrifizierung als Strategie
Die Flottenstrategie der VBSG sieht vor, sämtliche Fahrzeuge auf elektrischen Antrieb umzustellen. Dabei achtet sie darauf, je nach Linie die optimalen Fahrzeuge und Lademöglichkeiten einzusetzen, ohne dabei die Kosten aus den Augen zu verlieren. Per Fahrplanwechsel 2020 werden die VBSG 17 Batterietrolleybusse beschaffen, welche weite Teile des bestehenden Fahrleitungsnetzes zum Aufla-den der Batterie während der Fahrt nutzen. In den Quartieren ohne Fahrleitungen sollen künftig rein batteriebetriebene Busse eingesetzt werden, bei denen neben dem Antrieb auch die Klimatisierung und Heizung rein elektrisch funktionieren.






