Real Madrid: Luka Jovic motzt nach Quarantäne-Flucht und Party-Nacht

Trotz Quarantäne reiste Luka Jovic von Real Madrid in seine Heimat und sorgte in Serbien für Empörung. Der 22-Jährige sagt, er sei ja «negativ getestet» worden.

Luka Jovic hält sich nicht an die Quarantäne-Regeln. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Real-Star Luka Jovic flüchtete aus der Quarantäne nach Serbien, um dort Party zu machen.
  • Damit löste der 22-Jährige in seiner Heimat grosse Empörung aus.
  • Jovic sucht nach Ausreden: «Ich wurde negativ getestet.»

Luka Jovic reiste nach Serbien, obwohl er sich zusammen mit den restlichen Stars von Real Madrid in Quarantäne befand. In seiner Heimat verliess er trotz ausdrücklichem Verbot das Haus, um den Geburtstag seiner Freundin zu feiern. Damit löste der 22-Jährige in Serbien eine kleine Staatskrise aus.

«Hey, Junge! Willst Du uns alle töten?», schrieb etwa die Tageszeitung «Kurir». «Anstatt Quarantäne ganz viel Spass in Belgrad», kommentierte «Blic» das Verhalten des Real-Stars.

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17%

Auch Real Madrid dürfe das Verhalten des Serben wenig gefallen – Konsequenzen könnten folgen. Luka Jovic hingegen sieht die Sache wohl nicht ganz so eng und sucht nach Ausreden.

«Ich wurde in Madrid negativ auf das Coronavirus getestet. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, nach Serbien zu reisen.» Und fügt gegenüber der spanischen «Marca» an: «Als ich in Serbien ankam, wurde ich wieder getestet und der Test viel ein weiteres Mal negativ aus.»

Dies postete der Spieler von Real Madrid in seine Instagram Story. - Instagram/@lukajovic

Zudem habe er sich vor der Abreise die Erlaubnis bei den Ärzten von Real Madrid geholt. Deshalb müssen in der Schuldfrage andere hinhalten. «Einige Menschen haben ihren Job nicht professionell gemacht. Und mir keine speziellen Anweisungen gegeben, wie ich mich während meiner Isolation verhalten soll», motzt Jovic.

Papa verteidigt Sohn – Ermittlungen laufen dennoch

Ein wenig Einsicht zeigt Jovic dann dennoch. Er entschuldige sich und danke den Ärzten und Pflegern für ihre Arbeit. Diese seien in der Krise nämlich die wahren Protagonisten, nicht er.

Zuspruch erhält der Ex-Frankfurter von seinem Papa: «Luka ist gut, ein informierter Junge und das mediale Image ist einfach nicht wahr.» Und schiebt nach: «Es wird so getan, als hätte er jemanden umgebracht.»

Nützen wird Luka Jovic die Unterstützung nichts. Die Ignoranz gegenüber der Corona-Krise hat Folgen. Serbiens staatliche Nachrichtenagentur «Tanjug» berichtete gestern Donnerstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Ermittlungen.