Hertha Berlin: DFL-Chef Seifert ermahnt die Spieler wegen Torjubel

DFL-Boss Christian Seifert hat die Bundesliga-Teams vor dem zweiten Spieltag zu zurückhaltendem Jubel aufgefordert und die Spieler von Hertha Berlin ermahnt.

Die Hertha-Profis Matheus Cunha (M.) und Vedad Ibisevic (r) nahmen es mit dem Abstand beim Jubeln nicht so genau. Foto: Thomas Kienzle/AFP/POOL/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hertha-Spieler haben sich am Wochenende nicht an die Regeln gehalten.
  • Die Akteure vom Hauptstadt-Verein bejubelten ihre Treffer innig.
  • DFL-Boss Christian Seifert hat das Team nun ermahnt.

«Hertha Berlin bekommt nicht die Gelbe Karte. Aber ich gehe davon aus, dass sich nächstes Wochenende alle an die Empfehlung halten, auf Nähe beim Jubel zu verzichten». Dies sagte der 51 Jahre alte Top-Funktionär der Deutschen Fussball Liga der «Süddeutschen Zeitung».

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In den ersten Partien nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs hatten die Profis des Hauptstadtclubs mit Körperkontakt beim Torjubel für Wirbel gesorgt. Anschliessend hatte Bruno Labbadia, Coach von Hertha Berlin, um Verständnis gebeten. Er sagte, dass man «nicht wie im Kirchenchor auftreten» dürfe. «Ich gehe davon aus, dass das nicht mehr vorkommt», betonte Seifert.

«Herrn Labbadia war in dem Moment vielleicht nicht so bewusst, was wir getan haben, um diese Spiele zu ermöglichen. Wir sollten nach Spieltag eins nicht anfangen. Die Massnahmen, die wir aus guten Gründen mit den zuständigen Behörden besprochen haben, auf fussballtypische Art als übertrieben abzustempeln.»

Der Torjubel in der Bundesliga wird wegen der Corona-Krise eingeschränkt. - keystone

Insgesamt zog Seifert ein zufriedenes Fazit des ersten Geisterspieltags der Bundesliga. «In Summe betrachtet, war das in Ordnung, es geht jetzt darum, die Disziplin aufrechtzuerhalten», sagte er.

«Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zurücklehnen und sagen: ‹Geht doch, alles okay›. Was wir geschafft haben, ist gerade mal das erste von neun Spielen. Und es ist längst nicht raus, ob nicht am Ende doch Corona gewinnt.»