Milliarden sollen von der Nationalbank an die AHV fliessen

Eine überparteiliche Allianz aus SVP und SP will jährlich zwei Milliarden Franken von den Reserven der Schweizerischen Nationalbank an die AHV überweisen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) in Bern. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Allianz aus SP und SVP will jährlich zwei Milliarden von der SNB zur AHV überweisen.
  • Die Summe entspreche dem Gewinn der SNB durch die Negativzinsen.

Von der Schweizer Nationalbank SNB sollen laut der "SonntagsZeitung" Gelder in Höhe von zwei Milliarden Franken zur AHV transferiert werden. Dazu gebe es mittlerweile sogar Geheimverhandlungen in einer Allianz aus SVP und SP.

Seit der Einführung der Negativzinsen habe die SNB immer höhere Eigenmittel und könne den Betrag problemlos an die AHV geben. Die Summe entspreche in etwa den Gewinnen der SNB mit Negativzinsen und fehle bei der Altersversorgung. Der Geldtransfer solle möglichst ohne eine Änderung der Verfassung möglich sein, hiess es.

Banken profitieren von Negativzinsen

Derweil schreibt die Zeitung, dass die Geschäftsbanken ebenfalls gut an den Negativzinsen verdienten. Ein Blick in das Bankenbarometer, der offiziellen Publikation der Schweizerischen Bankiervereinigung, zeige, dass die Banken mit den Negativzinsen entgegen den offiziellen Bekundungen kräftig Geld verdienten.

Die Einnahmen aus dem Kreditgeschäft lagen in den Boomjahren bis 2007 meist bei rund 20 Milliarden Franken - vergangenes Jahr erzielten die Banken rund 23,5 Milliarden Franken. Das sind 3,5 Milliarden Franken mehr als in Boomzeiten ohne Negativzinsen.