Graubünden: Zwei Wölfe der Surselva überfahren

In nur einer Nacht wurden im Kanton Graubünden gleich zwei Wölfe überfahren. Der Schnee könnte ein Grund dafür sein.

Ein Wolf streicht sich übers Gesicht (Symbolbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In nur einer Nacht wurden in Graubünden zwei Wölfe überfahren.
  • Eine Wölfin starb durch einen Zug, die andere durch ein Auto.

In der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember 2019 wurden in der graubündnerischen Surselva gleich zwei Wölfe überfahren. Zum ersten Todesfall kam es bei Brigels.

Eine Jungwölfin wurde gegen 23 Uhr von einem Zug erfasst. Sie gehörte laut dem Amt für Jagd und Fischerei vermutlich zum Valgronda Rudel. Das Rudel ist in der Region zwischen Ilanz, der Val Sumvitg und der Val Lumnezia beheimatet und hatte in diesem Jahr zum ersten Mal Nachwuchs.

Zweite Wölfin von Auto erfasst

Die zweite Wölfin wurde zwischen Trin und Tamins von einem Auto erfasst. Laut dem Amt handelt es sich hierbei um ein letztjähriges Weibchen des Calanda Rudels. Die Kollision sei umgehend gemeldet worden.

Die Tiere werden nun zur genauen Identifizierung ins Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern überführt.

Laut dem Amt für Jagd und Fischerei sind aufgrund des Schnees in den höheren Lagen Wölfe vermehrt im Tal und in Siedlungsnähe auf Futtersuche.

Der letzte Wolf, der in Graubünden auf der Strasse getötet wurde, war vor zwei Wochen bei Tamins im Rückreiseverkehr der Wintersportler von einem Auto überfahren worden.

Es war der vierte Wolf, der in Graubünden eine Strassenüberquerung mit dem Leben bezahlen musste. Somit sind dieses Jahr im Gebirgskanton sechs Wölfe bei Verkehrsunfällen getötet worden.