Jeff Bezos bekommt nach Scheidung 75 Prozent der Amazon-Aktien

Offenbar kein Rosenkrieg im Hause Bezos: Die Noch-Ehefrau von Amazon-Chef Jeff Bezos will dem Milliardär nach ihrer Scheidung 75 Prozent der gemeinsamen Aktien des Online-Versandriesen überlassen.

Amazon-Gründer Jeff Bezos und seine Frau MacKenzie lassen sich scheiden - GETTY IMAGES/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Noch-Ehefrau überlässt ihrem Mann auch Beteiligung an der «Washington Post».

MacKenzie Bezos teilte am Donnerstag mit, sie habe sich mit ihrem Mann auf die Aufteilung ihres Vermögens geeinigt. Jeff Bezos bekommt demnach drei Viertel der gemeinsamen Amazon-Aktien. Ausserdem gehen die Beteiligungen an der «Washington Post» und am Raumfahrtunternehmen Blue Origin vollständig an den Amazon-Gründer.

In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC teilte Amazon mit, MacKenzie Bezos verfüge mit ihrem 25-Prozent-Anteil nun über vier Prozent aller Amazon-Aktien. Sie haben derzeit einen Wert von fast 36 Milliarden Dollar (32 Milliarden Euro). Die Stimmrechte an ihren Aktien hat MacKenzie Bezos nach eigenen Angaben aber an ihren Mann abgetreten.

MacKenzie Bezos erklärte bei Twitter, sie sei «dankbar», dass die Scheidung nun geregelt sei. Mit der Vereinbarung sei sie «zufrieden», weil ihr Mann sich nun weiter für seine «wunderbaren» Unternehmen einsetzen könne, führte die Schriftstellerin aus. Jeff Bezos würdigte seine künftige Ex-Frau in einem Tweet als «eine aussergewöhnliche Partnerin, Verbündete und Mutter».

Jeff und MacKenzie Bezos hatten 1993 geheiratet. Sie haben vier Kinder. 1994 hatte Jeff Bezos in ihrer Garage in Seattle den Online-Versandhändler Amazon gegründet. Im Januar hatten der 55-jährige Bezos und seine 48-jährige Frau nach 25 Jahren Ehe ihre Trennung verkündet.

Kurz danach berichtete das US-Boulevardblatt «National Enquirer» über eine aussereheliche Affäre des reichsten Mannes der Welt mit der Nachrichtenmoderatorin Lauren Sánchez berichtet. Bezos warf der Zeitung im Februar vor, ihn mit intimen Fotos erpresst und ihm mit der Veröffentlichung der Bilder gedroht zu haben. Die Zeitung wies die Vorwürfe zurück.

MacKenzie Bezos wird nach Angaben des US-Magazins «Forbes» durch die Scheidung die drittreichste Frau der Welt - nach der L'Oréal-Erbin Françoise Bettencourt-Meyers und Walmart-Erbin Alice Walton. Jeff Bezos, dem nun zwölf Prozent der Amazon-Aktien gehören, bleibt laut «Forbes» mit einem geschätzten Vermögen von 110 Milliarden Dollar der reichste Mann der Welt - vor Microsoft-Gründer Bill Gates und dem US-Investor Warren Buffett.