Ski

    Ski-Bilanz: Das sind die Gewinner & Verlierer des Weltcup-Winters

    Matthias Neuhaus
    Matthias Neuhaus

    USA,

    Das Schweizer Ski-Team bereitet einmal mehr viel Freude und gewinnt den Nationen-Cup hoch überlegen. Hier kommt das grosse Fazit zur Weltcup-Saison.

    Marco Odermatt
    Marco Odermatt trumpft im Schweizer Team einmal mehr oben aus. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizer Fans dürfen auf eine unglaubliche Ski-Saison zurückblicken.
    • Trotz vieler Erfolge lief es nicht bei allen Athletinnen und Athleten rund.
    • Das sind die Gewinner und Verlierer des Weltcup-Winters.

    Nach insgesamt 71 Rennen ging die Weltcupsaison am Donnerstag in Sun Valley (USA) zu Ende. Erneut darf Swiss-Ski auf einen äusserst erfolgreichen Winter zurückblicken.

    Insgesamt gibt es 64 Podestplätze zu bejubeln, 22 davon sind Siege.

    Gewinnt die Schweiz auch nächste Saison den Nationen-Cup?

    Die Dominanz zeigt sich im Nationen-Cup. Dort triumphiert die Schweiz (10'823 Punkte) mit grossem Abstand vor Österreich (7'459) und Italien (6'399).

    Oben aus schwingt einmal mehr Marco Odermatt. Der Nidwaldner gewinnt zum vierten Mal den Gesamtweltcup. Hinzu kommen die kleinen Kugeln im Riesenslalom, der Abfahrt und im Super-G.

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    Marco Odermatt ist zum vierten Mal in Serie der beste Skifahrer der Welt. - srf

    Bei den Frauen gewinnt Lara Gut-Behrami die Disziplinenwertung im Super-G bereits zum sechsten Mal. Das ist Rekord!

    Neben den «Zugpferden» Odermatt und Gut-Behrami haben zahlreiche Athletinnen und Athleten von Swiss-Ski abgeliefert. Andere kamen heuer weniger auf Touren.

    Hier kommt der grosse Überblick zu den Gewinnern und Verlierern.

    Gewinner

    Franjo von Allmen

    Er ist DER Aufsteiger des Jahres. Siebenmal steht er auf dem Weltcup-Podest, dreimal davon zuoberst. An der WM-Abfahrt in Saalbach krönt er seine unglaubliche Saison mit dem Titel in der Königsdisziplin.

    Von Allmen ist mit 23 Jahren an der Spitze der Speed-Elite angelangt. Bleibt er gesund, kämpft er mit Teamkollege Odermatt in Zukunft um die kleinen Kugeln.

    Franjo von Allmen
    Franjo von Allmen mit seinen zwei WM-Medaillen. - keystone

    Loïc Meillard

    Die Zuverlässigkeit in Person. Acht Podestplätze und drei Siege verbucht der Neuenburger, der einmal mehr etwas unter dem Radar läuft. Als Ski-Fan ist man sich die Konstanz von Meillard gewöhnt – und dennoch ist sie alles andere als selbstverständlich.

    An der WM trumpft der 28-Jährige auf und holt drei Medaillen. In Saalbach kürt er sich zum ersten Schweizer Slalom-Weltmeister seit 75 (!) Jahren.

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    Mit dieser Fahrt im zweiten Slalom-Lauf sichert sich Loïc Meillard WM-Gold. - SRF

    Thomas Tumler

    Wer hätte das gedacht? Im zarten Alter von 35 Jahren schreibt der Bündner ein Ski-Märchen. In Beaver Creek gewinnt er den Riesenslalom und feiert seinen allerersten Weltcupsieg.

    Das i-Tüpfelchen folgt an der WM im Frühjahr. Tumler holt Silber im Riesen und im Team-Wettbewerb. Er gehört definitiv zu den Gewinnern dieser Saison.

    Thomas Tumler
    Thomas Tumler lässt es an der WM krachen. - keystone

    Alexis Monney

    Im sackstarken Schweizer Speed-Team geht Monney schon fast etwas unter. Allerdings lässt sich auch seine Bilanz sehen. In Bormio fährt er im Dezember seinen ersten Weltcupsieg ein. In Kitzbühel verpasst er den Triumph nur um acht Hundertstel.

    Zudem zeigt auch der Fribourger eine hervorragende WM. Seine Ausbeute: Bronze in der Abfahrt und Silber in der Team-Kombi.

    Alexis Monney
    Alexis Monney hatte in diesem Weltcup-Winter gut lachen. - keystone

    Ebenfalls auf eine ausgezeichnete Saison dürfen Stefan Rogentin und Tanguy Nef zurückblicken.

    Gewinnerinnen

    Camille Rast

    Rast beisst sich in dieser Saison in der Slalom-Elite fest und fährt lange um die kleine Kugel mit. Auch im Riesen macht sie grosse Fortschritte. Insgesamt gewinnt sie zwei Weltcuprennen und steht viermal auf dem Podest.

    Das Highlight der Walliserin: Der Titel im Slalom an der WM in Saalbach.

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    Camille Rast fährt mit diesem Traumlauf zu WM-Gold im Slalom. - SRF

    Melanie Meillard

    Nach ihrer langen Verletzungshistorie, kann die Schwester von Loïc Meillard endlich eine Saison durchfahren. Und das äusserst erfolgreich!

    Im Slalom fährt sie insgesamt sechsmal in die Top-7. Geht es im nächsten Weltcup-Winter ähnlich weiter, ist ein Podestplatz nur eine Frage der Zeit.

    Melanie Meillard
    Melanie Meillard hat sich in der Slalom-Elite etabliert. - keystone

    Malorie Blanc

    Blanc macht in der abgelaufenen Saison den nächsten Schritt. Sie ist die grosse Zukunftshoffnung im Speed-Team der Frauen.

    Mit erst 21 Jahren fährt sie achtmal in die Punkte. Zudem setzt sie in St. Anton mit Rang zwei ein Ausrufezeichen. Die Richtung bei der Walliserin stimmt.

    Malorie Blanc
    Malorie Blanc stand in St. Anton erstmals auf dem Weltcup-Podest. - keystone

    Verlierer

    Daniel Yule

    Der Slalom-Spezialist erlebt eine ernüchternde Saison. Das Podest verpasst er bei sämtlichen Rennen deutlich. Nur dreimal steht er überhaupt in den Top Ten.

    Diesen Winter hat sich der siebenfache Weltcupsieger sicherlich anders vorgestellt. Andere Slalom-Fahrer wie Meillard oder Nef stehen aktuell viel besser da als Yule.

    Daniel Yule
    Daniel Yule kam in dieser Saison nicht auf Touren. - keystone

    Ramon Zenhäusern

    Der Walliser ist weit weg von seinen besten Zeiten. In elf Slaloms bringt er es lediglich auf 57 Weltcup-Punkte. Sein bestes Resultat ist ein zehnter Rang.

    Damit fällt Zenhäusern aus den Top-30. Der sichere Platz im Kader von Swiss-Ski ist weg. Die Zukunft des Olympia-Zweiten von Pyeongchang ist ungewiss.

    Ramon Zenhäusern
    Ramon Zenhäusern muss um einen Platz im Kader von Swiss-Ski bibbern. - keystone

    Verliererinnen

    Michelle Gisin

    Gisin beginnt die Saison wie gewohnt als Allrounderin, stellt dann ihren aber Kurs um. Im Januar gibt sie ihren Slalom-Rücktritt bekannt.

    Generell kommt die 31-Jährige nie auf Touren. Ein Podest ist für die routinierte Fahrerin in weiter Ferne. Im Gesamtweltcup belegt sie Rang 40.

    Viele Fans stellen sich Ende Saison die Frage: Wie geht es bei Gisin weiter?

    Michelle Gisin
    Bei Michelle Gisin bleiben die Top-Resultate in dieser Saison aus. - keystone

    Joana Hählen

    Die Speed-Spezialistin hat Mühe, nach ihrer Verletzung wieder Fuss zu fassen. Unter die besten zehn schafft sie es nur einmal. Für die WM in Saalbach qualifiziert sie sich deshalb nicht.

    Anfang März verzichtet die Berner Oberländerin unter Tränen auf die Abfahrt in Kvitfjell. Sie fühle sich nicht bereit, sagt Hählen. Sogar ein Rücktritt steht im Raum.

    Zwei Wochen später fährt sie in Italien ihre besten Rennen der Saison. Sie schafft die Quali für den Super-G beim Weltcupfinal. Dennoch stellen sich bezüglich der Zukunft der 33-Jährigen einige Fragezeichen.

    Joana Hählen
    Joana Hählen im Einsatz beim Weltcupfinal in Sun Valley. - keystone

    Kommentare

    User #6442 (nicht angemeldet)

    Ich verfolge die Skirennen seit Jahren mehr oder weniger regelmässig und mit viel Interesse. Auch wenn die Rennen, speziell bei uns und unseren österreichischen Nachbarn, einen sehr hohen Stellenwert besitzen, darf man schon nicht unberücksichtigt lassen, dass es sich weltweit betrachtet um eine absolute Randsportart handelt.

    User #3553 (nicht angemeldet)

    Was meint ein Johnny Fischer dazu?

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