Im letzten Jahr verlor Alexis Pinturault die grosse Weltcup-Kugel an Marco Odermatt. Durch den Renn-Kalender sieht er keine Chance, 2022/23 zurückzuschlagen.
Alexis Pinturault Marco Odermatt
Ein ungläubiger Alexis Pinturault. Der Franzose ist mit dem Renn-Kalender 2022/23 unzufrieden, sieht sich gegen Marco Odermatt im Nachteil. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Alexis Pinturault schreibt die grosse Kristallkugel für die kommende Saison bereits ab.
  • Der Gesamtweltcup-Sieger von 2020/21 moniert, dass der Rennkalender nicht fair sei.
  • Kann Marco Odermatt die Ausgangslage zur Kugel-Verteidigung ausnutzen?

Nachdem er diese in den Vorjahren zweimal knapp verpasst hatte, sicherte sich Alexis Pinturault 2020/21 die grosse Kristallkugel. Im letzten Winter konnte er diese aber nicht verteidigen – Überflieger Marco Odermatt war im Ski-Gesamtweltcup nicht zu bezwingen.

Alexis Pinturault findet Rennkalender unfair

Noch bevor die kommende Saison startet, schreibt der Franzose nun auch schon den Gesamtweltcup in der nächsten Saison ab. «Ich werde die grosse Kugel nicht anstreben», erklärt er gegenüber «Le Dauphine Libere». Grund für seinen Ärger ist der Weltcup-Kalender – oder genauer: Die Verteilung der Rennen.

Alexis Pinturault Marco Odermatt
Wird dies auch das Symbolbild der nächsten Saison sein? Alexis Pinturault (l.) gratuliert dem glücklichen Marco Odermatt (r.). - Keystone

Im WM-Winter sind nämlich 31 Speed- und nur 27 Technik-Rennen geplant. Diesbezüglich erklärt der französische Technik-Spezialist: «Das ist ein Unterschied von 400 Punkten. Das ist nicht auszugleichen.» Der 31-Jährige sieht die Speed-Spezialisten wie Marco Odermatt klar im Vorteil.

Pinturault: Sieg ist das Ziel für nächste Saison

Alexis Pinturault war im letzten Winter aber auch in den technischen Disziplinen nicht ganz vorne dabei – und hat kein Rennen gewonnen! Deshalb sagt er jetzt: «Mir fehlt es, zu gewinnen. Das ist das Ziel für nächste Saison.»

Glauben Sie, dass Marco Odermatt die grosse Kristallkugel in der kommenden Saison erneut gewinnt?

Der routinierte Franzose verabschiedet sich verbal bereits vom Kampf um den Gesamtweltcup. Also Bahn frei für Marco Odermatt?

Nicht wirklich, denn sein erster Verfolger im Vorjahr war sowieso Alexander Kilde – ein absoluter Speed-Spezialist. Aber: Performt «Odi» ähnlich wie im Vorwinter, wird der Nidwaldner nur schwer zu schlagen sein.

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