Vor einem Jahr begab sich Biathletin Lena Häcki in psychiatrische Betreuung: Grund dafür ist eine Essstörung, mit der die 26-Jährige seit zehn Jahren kämpft.
Lena Häcki
Lena Häcki jubelt im Ziel. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Lena Häcki spricht im Interview über ihre Essstörung.
  • Seit zehn Jahren leidet sie an «Binge-Eating».
  • Vor einem Jahr holte sie sich professionelle Hilfe.

Sie macht ein Tabu-Thema öffentlich. Lena Häcki spricht im Interview mit der «Luzerner Zeitung» über ihre Essstörung, an der sie seit zehn Jahren leidet. Die Biathletin hat sich vor einem Jahr professionelle Hilfe geholt. Und jetzt lässt sie andere an ihrem Weg zur Genesung teilhaben.

Ihr Gedankenstrudel zog sie nach unten, wie Häcki erzählt: «Wenn ich es nicht schaffe, einige Kilos abzunehmen, bin ich eine schlechte Athletin. Das hat mich sehr, sehr kaputt gemacht und trieb mich noch mehr in das schlechte Essverhalten hinein.» Manchmal habe sie quasi 24 Stunden am Tag ans Essen gedacht. Doch auch über ihre «Binge-Eating-Störung» habe sie sich schuldig gefühlt.

«Ich habe die Hälfte meines Lebens, seit ich es bewusst wahrnehme, kein gesundes Verhältnis zum Essen gehabt», so Lena Häcki. Jetzt ist die Atheltin in Betreuung. Im Interview erzählt sie von Essstörungen im Leistungssport, vom Druck des Trainerstabs und von ihrem eigenen holprigen Weg.