Zverev löst Becker ab – der freut sich: «Hat es allen gezeigt»
Als erster Deutscher seit 1937 gewinnt Alexander Zverev die French Open. Boris Becker wird als letzter Major-Sieger abgelöst und sagt: «Ich bin stolz auf ihn.»

Das Wichtigste in Kürze
- Deutschland hat erstmals seit Boris Becker vor 30 Jahren wieder einen Grand-Slam-Sieger.
- Alexander Zverev (29) ist erst der dritte Deutsche, der die French Open gewinnt.
- Becker kommentiert live und freut sich: «Hier geht ein Lebenstraum in Erfüllung.»
Alexander Zverev hat es geschafft: Mit 29 Jahren bricht er seinen Grand-Slam-Fluch und gewinnt die French Open. Damit beendet er auch eine deutsche Durststrecke: Erstmals seit 1996 haben die Deutschen wieder einen männlichen Grand-Slam-Champion.
30 Jahre lang war dieser letzte Major-Titel von Boris Becker auch der letzte seines Landes. Als Experte ist er bei «Eurosport» live dabei, als er abgelöst wird. Und Becker freut sich: «Nach all den Jahren der Arbeit, Verzweiflung und Enttäuschung hat er das verdient.»

Zverev habe in seinem vierten Grand-Slam-Final mit grossem Druck klarkommen müssen. «Ich bin stolz auf ihn», stellt Becker klar. «Er hat es allen gezeigt – jetzt ist er Grand-Slam-Champion.»
Boris Becker: «Hier geht ein Lebenstraum in Erfüllung»
Die 58-jährige Tennis-Ikone hatte in der Vergangenheit auch Meinungsverschiedenheiten mit Zverev. Becker sah die Rolle von Zverevs Vater als Coach oft kritisch – der Spieler empfand diese Kritik als respektlos.
Am Ende aber freuen sich die Deutschen gemeinsam über den historischen Triumph. Es ist der erste deutsche French-Open-Triumph der Herren seit dem Zweiten Weltkrieg. Zverev ist erst der dritte Champion nach Gottfried von Cramm (1936) und Henner Henkel (1937).

Boris Becker, der in Paris nie gewann, kommentiert den Zverev-Triumph live und sagt: «Das sind wunderschöne Bilder. Hier geht ein Lebenstraum in Erfüllung.»
Zverev: «Hier ist der Titel, danke fürs Vertrauen»
Übrigens: Kurz nach seinem Triumph legt sich Zverev (spasseshalber) mit einem anderen Ex-Spieler an. Sam Querrey (ehemals Weltnummer 11) ist Teil des «TNT Sports»-Panels und darf Zverev interviewen. Er eröffnet mit: «Sam hier, ich gratuliere dir, Sascha.»
Die Antwort des Deutschen: «Welcher Sam? Wer hat dich angestellt? Da sind so viele Champions im Panel und dann noch Sam Querrey.» Der Amerikaner nimmt es mit einem Lachen zur Kenntnis.

In seinem Podcast «Nothing Major» hatte Querrey in der Vergangenheit prognostiziert, dass Zverev keinen Grand-Slam-Titel mehr holen wird. Dieser zeigt im Interview: «Hier ist der Titel, danke für Dein Vertrauen.»
Da krachts zwischen Spieler und Experten – wirklich ernst gemeint ist aber nichts davon. Zverev löst auf: «Wir haben eine Hass-Liebe. Aber mit dieser Trophäe in der Hand fällt es mir gerade sehr leicht, dich zu lieben, Sam.»
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Stundenlang läuft der neue Champion mit der Trophäe in den Armen herum. Nur seinem Team gibt er sie zwischenzeitlich kurz ab.
An der Pressekonferenz sagt der 29-Jährige: «Es ist einfach toll, jetzt neben der Trophäe zu sitzen.» Mit dieser hat er eine jahrzehntelange Leidenszeit des deutschen Tennis beendet..












