French Open: Buhrufe gegen Ukrainerin: Sollten sich «schämen»

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    Frankreich,

    Eklat an den French Open! Die Ukrainerin Marta Kostjuk wird für einen verweigerten Handschlag mit ihrer Gegnerin aus Belarus ausgebuht.

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    Marta Kostjuk (l.) geht an Aryna Sabalenka vorbei – ohne den obligatorischen Handschlag. - Frank Molter/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Marta Kostjuk verweigert Aryna Sabalenka aus Belarus den obligatorischen Handschlag.
    • Anschliessend wird die Ukrainerin vom Publikum dafür ausgepfiffen.
    • Kostjuk lässt verlauten, dass sich «die Leute ehrlich schämen sollten».

    Schnellen Schrittes ging die Ukrainerin nach der Niederlage gegen Aryna Sabalenka aus Belarus zum Auftakt der French Open am Netzpfosten vorbei und verweigerte den im Tennis üblichen Handschlag.

    Seit Beginn des russischen Angriffskriegs protestiert Kostjuk so in Partien gegen Spielerinnen aus Russland und Belarus gegen deren Teilnahme an Turnieren. Die überraschende Reaktion des Publikums auf dem Court Philippe-Chatrier liess gleich das erste Match zum grossen Politikum werden.

    «Leute sollten sich ehrlich schämen»

    Unter Buhrufen und Pfiffen nicht weniger Zuschauer ging Kostjuk nach dem 3:6, 2:6 vom Platz. Nur etwas Applaus mischte sich in die Unmutsbekundungen.

    «Was heute passiert ist, habe ich nicht erwartet. Ich habe keine Reaktion dazu, aber die Leute sollten sich ehrlich schämen», sagte die 20-Jährige. «Ich will sehen, wie die Leute in zehn Jahren reagieren, wenn der Krieg vorbei ist. Ich denke, sie werden sich dann nicht gut deswegen fühlen.»

    Im Gegensatz zu anderen Sportarten dürfen im Tennis Spielerinnen und Spieler aus Russland und Belarus antreten. Weil diese als unabhängig von ihren Staaten gewertet werden. Dies sorgt seit mehr als einem Jahr für Debatten.

    French Open
    Marta Kostjuk (r.) verweigert Aryna Sabalenka an den French Open den Handschlag. - keystone

    Kurz vor Kostjuk schilderte auch Sabalenka der Weltpresse ihre Sicht. Dabei äusserte die 25-Jährige Verständnis für den Verzicht auf einen Handschlag.

    «Ich kann mir vorstellen, was mit ihnen von ukrainischer Seite passiert, wenn sie uns die Hand geben», sagte die Australian-Open-Gewinnerin und äusserte sich zu den Buhrufen. «Ich denke, dass sie es nicht verdient hat, auf diese Art den Platz zu verlassen.»

    Sabalenka zeigt Verständnis: Niemand unterstützt den Krieg

    Nach der Partie hatte Sabalenka zunächst überrascht auf den Unmut des Publikums reagiert und sich in Richtung der Zuschauer verneigt. Sie habe zunächst gedacht, dass die Buhrufe ihr gelten würde, berichtete sie anschliessend.

    Marta Kostyuk French Open
    Seit Beginn des russischen Angriffskriegs protestiert Kostjuk in Partien gegen Spielerinnen aus Russland und Belarus gegen deren Teilnahme an Turnieren. - keystone

    Die Frage zu ihrer Meinung über den Krieg beantwortete sie ähnlich wie bereits zuvor mehrmals. «Niemand auf dieser Welt, russische Athleten oder belarussische Athleten, unterstützt den Krieg», sagte Sabalenka. «Falls es irgendwie den Krieg beeinflussen könnte, falls es ihn beenden könnte, würden wir es tun. Aber leider liegt es nicht in unseren Händen.»

    Zu wenig aus Sicht von Kostjuk. «Ihr solltet diese Spieler fragen, wer aus ihrer Sicht den Krieg gewinnen sollte», sagte sie zu den Reportern. «Ich bin mir nicht sicher, dass sie sagen werden, dass sie wollen, dass die Ukraine gewinnt.»

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    Kommentare

    User #5827 (nicht angemeldet)

    Sehr gut , die Welt sieht und versteht, wer die wahren Menschenhasser sind. Au wennes euch nicht passt, da nützt alle KI nichts

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