Australian Open: Ukraine-Tennis-Star verweigert Russen Handschlag
Marta Kostyuk verweigert russischen und belarussischen Gegnerinnen auf der WTA Tour den Handschlag. Das will sie auch an den Australian Open fortsetzen.

Das Wichtigste in Kürze
- Marta Kostyuk (20) reicht russischen und belarussischen Gegnerinnen nicht die Hand.
- Die Ukrainerin protestiert damit weiter gegen die russische Invasion in ihrer Heimat.
- Auch an den Australian Open will Kostyuk ihre Position nicht ändern.
Schon an den US Open im Vorjahr sorgte Marta Kostyuk für Aufsehen: Wegen der russischen Invasion in ihrer ukrainischen Heimat verweigerte sie russischen und belarussischen Gegnerinnen den Handschlag.
Und die 20-Jährige wird dieses Vorgehen auch an den Australian Open in Melbourne nicht ändern. Das betonte die aktuelle Nummer 61 der WTA-Weltrangliste zum Start in das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres erneut.
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Gegenüber «Reuters» erklärt die Ukrainerin ihren Standpunkt. «Ich habe meine Meinung in Bezug auf den Krieg und alles, was auf der Tour vor sich geht, nicht verändert.» Es genüge in ihren Augen nicht, sich einfach nur allgemein gegen Krieg auszusprechen.
Gleicher Standpunkt auch an den Australian Open
«Wenn Leute einfach sagen, sie wollen keinen Krieg, klingt das, als wollten wir Ukrainer Krieg. Natürlich wollen auch wir keinen Krieg», betont die 20-Jährige. Sie könne nicht verstehen, wie man sich nicht gegen Putins Invasion stellen könne.

Wer sich klar gegen den russischen Angriffskrieg ausspreche, sei auf der WTA-Tour jedoch herzlich willkommen. «Ich denke, dass alle, die sich deutlich äussern, das Recht haben, auf der Tour zu spielen», so Kostyuk.
Schon in der dritten Runde könnte die Ukrainerin an den Australian Open auf eine Belarussin treffen: Dafür müsste sich Aliaksandra Sasnovic gegen die als Nummer 3 gesetzte Jessica Pegula durchsetzen. Kostyuk trifft in Runde zwei auf Olivia Gadecki (WTA 199).
















