Mikaela Shiffrin: die Burg wackelt vor Olympia

Jan Weisstanner
Jan Weisstanner

Chur,

Mikalea Shiffrin war bis vor einer Woche das Mass aller Dinge im Skisport. Doch drei Ausfälle in den letzten fünf Rennen bringen das Fazit: Auch eine Mikaela Shiffrin ist nur ein Mensch. An Olympia könnte Wendy Holdener davon profitieren.

Fragender Blick, steinerne Miene: Mikaela Shiffrin erleidet eine kleine Baisse.
Fragender Blick, steinerne Miene: Mikaela Shiffrin erleidet eine kleine Baisse. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Fünf von sechs Slaloms konnte sie zu Beginn der Saison gewinnen, nun wackelt Mikaela Shiffrins Dominanz.
  • In drei von fünf Rennen schied sie zuletzt aus – kein gutes Omen für die Olympischen Winterspiele.
  • Können Wendy Holdener & Co. davon profitieren?

2., 1., 1., 1., 1., 1.: Das sind die Rangierungen von Mikaela Shiffrin in den ersten sechs Slaloms der Saison. Dort ist die Amerikanerin eine Macht, sie fährt in einer anderen Liga. Auch in der Riesenslalom-Disziplin fährt sie die ersten fünf Rennen stets in die Top 5, kann deren zwei gar gewinnen, steht viermal auf dem Podest.

Doch die Burg wackelt – kleine Erschütterungen in den letzten fünf Rennen zeigen, dass der scheinbare Unmensch Mikaela Shiffrin doch bezwingbar ist. Zweimal erreicht die 22-Jährige den siebten Rang, in den anderen Rennen scheidet sie aus, zuletzt auch im Slalom in der Lenzerheide.

Kann Holdener profitieren?

Bilanz: fünf Rennen, kein Top-5-Resultat. Eine solche Durststrecke musste sie zuletzt vor drei Jahren erleiden. Alarmstufe Rot bei Shiffrin? Der Vorsprung, den Shiffrin vor dem Ausscheiden beim zweiten Lauf in der Lenzerheide aufweisen konnte, zeigte, dass sie fahrerisch weiter die personifizierte Dominanz des Skisports verkörpert. Aber ihr riesiges Selbstvertrauen scheint angekratzt.

Die Vergewisserung, dass Mikalea Shiffrin auch nur ein Mensch ist, der auch mal in einem Slalom ausscheidet, könnte der Schweizerin auch an Olympia zugute kommen und ihr eine gehörige Portion Selbstvertrauen ins Gepäck bringen.

Auch wenn es nur in den untersten Fundamenten ist, die Burg Mikaela Shiffrin hat zuletzt kleine Risse erlitten.

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