Ermittlungen um Leichtathletik-WM in Doha eingeleitet

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    Frankreich,

    Die französische Justiz hat Ermittlungsverfahren wegen Korruptionsverdachts im Rahmen der Bewerbungen Dohas um die Leichtathletik-WM 2019 eingeleitet.

    Der ehemalige Präsident der IAAF) Lamine Diack muss sich vor Gericht verantworten. Foto: Michael Kappeler
    Der ehemalige Präsident der IAAF) Lamine Diack muss sich vor Gericht verantworten. Foto: Michael Kappeler - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Ermittlungsverfahren seien bereits Ende März eröffnet worden, wie die Tageszeitung «Le Monde» berichtete.

    Die Ermittlungen richteten sich gegen den Ex-Präsidenten des Weltverbandes IAAF Lamine Diack und gegen Yousef Al-Obaidly, den Geschäftsführer der katarischen Mediengruppe beIN, wie französische Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur bestätigten.

    Die Ermittlungsverfahren seien bereits Ende März eröffnet worden, wie die Tageszeitung «Le Monde» berichtete. Demnach werde gegen Al-Obaidly wegen aktiver Bestechung ermittelt. Diack werde der passiven Bestechung verdächtigt, da es Zahlungen an eine Firma seines Sohnes gegeben habe. Im Gegenzug habe Diack damals in seiner Funktion als IAAF-Präsident die Bewerbung Dohas bevorzugt, schrieb die Tageszeitung.

    Die Vorwürfe seien «absolut gegenstandslos und unbegründet» erklärte Al-Obaidly in einer Stellungnahme. Er wies die Anschuldigungen kategorisch zurück und kündigte an, diese mit allen rechtlichen Mitteln anzufechten. Katar hatte sich für die Austragung der Leichtathletik-WM im Jahr 2017 und 2019 beworben, den Zuschlag aber erst im zweiten Anlauf bekommen.

    Gegen Diack rückt neben den neuen Vorwürfen ausserdem nach rund vierjährigen Ermittlungen ein Prozess näher, weil der aus dem Senegal stammende Ex-Spitzenfunktionär in seiner Amtszeit von 1999 bis 2015 Dopingfälle gegen Geldzahlungen vertuscht haben soll. Die auf Finanzfälle spezialisierte Staatsanwaltschaft beantragte einen Gerichtsprozess in Paris gegen den 85-Jährigen und weitere Verdächtige, unter ihnen Diacks Sohn Papa Massata Diack, wie am Dienstag bekannt geworden war.

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