Die Schweizer Handball-Nati ist auch im Rückspiel der WM-Playoffs chancenlos. Gegen Portugal setzt es eine 28:33-Pleite ab.
SChweizer nati
Der Schweizer Lenny Rubin im Einsatz gegen Portugal. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Handball-Nati wird nicht an der WM in Polen teilnehmen.
  • In den Playoffs scheitert das Suter-Team klar an Portugal.

Die Schweizer Handballer verpassen die Teilnahme an der WM im kommenden Jahr in Polen und Schweden klar. Nach dem 26:33 am Donnerstag, verliert das Team von Trainer Michael Suter mit 28:33 auch das Heimspiel der ersten Playoff-Runde gegen Portugal.

Angesichts der Stärke der Portugiesen hätten die Schweizer eine nahezu perfekte Partie zeigen müssen, um die Wende noch zu schaffen. Davon waren sie weit entfernt. Nach drei Toren in Serie vom 8:9 (20.) zum 11:9 (22.) keimte kurz Hoffnung auf. In den nächsten sieben Angriffen unterliefen den Schweizern dann aber je drei Fehlwürfe und technische Fehler, weshalb sie 12:16 (30.) in Rückstand gerieten.

Damit war klar, dass nichts aus der zweiten WM-Teilnahme in Serie werden würde. Erfolgreichster Torschütze der Schweizer war wie im Hinspiel Lenny Rubin, der sechs Treffer erzielte. Marvin Lier reüssierte fünfmal.

Gerade in Spielen, in denen es um alles geht, sind selbstredend die Teamleader gefordert. Einer davon ist Andy Schmid, fünffacher MVP der Bundesliga. Beim mittlerweile 38-jährigen Regisseur passte aber wenig bis nichts zusammen. Nach dem vierten Fehlwurf in seinem ebenso vielten Abschluss in der 13. Minute wurde er ausgewechselt und fortan nicht mehr eingesetzt.

Enorm wichtig wäre zudem eine herausragende Leistung von Goalie Nikola Portner gewesen, diesem gelang in der ersten Halbzeit aber nur eine Parade. In der 20. Minute kam an seiner Stelle Leonard Grazioli zum Einsatz, der bis zur Pause sämtliche acht Schüsse der Gäste passieren liess. Damit betrug die Abwehrquote der beiden Schweizer Keeper in der ersten Hälfte unterirdische sechs Prozent. Zum Vergleich: Jene des portugiesischen Torhüters Gustavo Capdeville betrug 37 Prozent.

Klar blieben die Schweizer in den beiden Partien gegen Portugal unter ihren Möglichkeiten. Allerdings hatten sie auch Pech, dass ihnen in der ersten Playoff-Runde der schwerstmögliche Gegner zugelost worden war. Wie gut die Iberer sind, unterstrichen sie mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio (9.). Dass sie dort dabei waren, verdankten sie einem Sieg gegen den späteren Olympiasieger Frankreich (29:28). Das sagt alles aus.

Mehr zum Thema:

Andy Schmid Bundesliga Playoffs Trainer Playoff