Der Schweizerische Handballverband (SHV) bewirbt sich gemeinsam mit Spanien und Portugal für die EURO 2028.
Ortsschild von Olten - Olten
Ortsschild von Olten - Olten - Nau.ch / Werner Rolli

Schweiz bewirbt sich für die Männer-EM 2028. Damit ist die Austragung des ersten Grossevents im Männer-Handball seit der EURO 2006 in der Schweiz so gut wie sicher.

Die Handball-EM 2028 kommt aller Voraussicht nach in die Schweiz. Wie die EHF schon am Mittwochmittag bekannt gegeben hat, reicht der SHV an der Seite von Spanien und Portugal eine Kandidatur für die Austragung der EURO 2028 ein. Diese wird am EHF-Kongress am 20. November in Wien offiziell vergeben.

Mit dieser kollektiven Bewerbung entfallen sämtliche Gegenkandidaturen. SHV-Präsident Ulrich Rubeli freut sich: Der französische Verband FFHB zog sichSomit kann schon heute davon ausgegangen werden, dass unsere Kandidatur erfolgreich sein wird. Wir haben unser ursprüngliches Ziel erreicht.»

Der französische Verband FFHB zog sich zurück

Denn ganz am Anfang bemühte sich der SHV die EURO 2026 gemeinsam mit Frankreich auszutragen. Der französische Verband FFHB zog sich allerdings zurück, worauf die Schweiz eine Einzel-Kandidatur für das Turnier 2026 oder 2028 aufstellte.

Nach Gesprächen mit den Mit-Bewerbern Dänemark, Schweden, Norwegen (2026) sowie Spanien undPortugal (2028) hat sich eine gemeinsame Kandidatur mit den iberischen Handball-Nationen als die beste Option ergeben. «Wir sind glücklich mit der Doppel-Bewerbung. Mit Spanien und Portugal konnten wir zwei Nationen dazugewinnen, zu welchen wir überdies sehr gute Kontakte haben», sagt Ulrich Rubeli.

Wie ursprünglich angedacht, sollen in der Schweiz zwei Vorrunden-Gruppen über die Bühne geben. Der SHV wird sich entscheiden, ob Zürich (Hallenstadion oder Swiss Life Arena), Basel (St. Jakobshalle) oder Lausanne (Vaudoise Arena) zum Zug kommt.

Die gesamte Schweizer Bevölkerung begeistern

Zwei Hauptrunden finden dann in Spanien und Portugal statt. Für das Final-Wochenende ist Madrid oder Barcelona vorgesehen. Allerdings könnte auch Genf (Palexpo-Halle) als Reserve-Ort einspringen.

Klappt alles mit der Vergabe, ist der SHV in den kommenden Jahren gleich zweimal Gastgeber eines Handball-Grossevents. 2024 richtet man die Frauen-EM gemeinsam mit Österreich und Ungarn aus.

Die beiden Heim-Endrunden sollen rund 20 Jahre nach der bisher letzten Handball-Europameisterschaft der Männer in der Schweiz (2006) die gesamte Schweizer Bevölkerung begeistern und so zusätzlich auf die vom SHV als strategisches Ziel erklärte nationale Entwicklung des Handballsports einzahlen.

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