Granit Xhaxa: Ärztin widerspricht: «Habe ihn korrekt geimpft»
Granit Xhaka gibt am Montag zu, sich eine Impfbestätigung gekauft zu haben. Jetzt äussert sich die Ärztin – und widerspricht.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Fall rund um Granit Xhaka wird verwirrender.
- Der Nati-Captain erklärt am Montag, er habe während Covid eine Impfbestätigung erworben.
- Die betreffende Ärztin erklärt jetzt aber: «Ich habe Xhaka korrekt geimpft.»
Granit Xhaka fehlt bei diesem Nati-Zusammenzug: Der Captain gesteht, dass er sich während Corona eine Impfbestätigung erworben habe. Er habe während der Pandemie tiefes Misstrauen gegenüber dem Impfstoff empfunden.

«Heute sehe ich klar, dass dieser Weg nicht richtig war. Es war ein Fehler. Das tut mir leid», schreibt Xhaka auf Instagram. Mit dem Verband einigt er sich darauf, nicht für die Nations-League-Spiele einzurücken. Man brauche jetzt Ruhe, erklärt der SFV. Nach den Spielen will man das weitere Vorgehen besprechen.
Ruhiger wird es jetzt – dafür umso verwirrender: Beim «Blick» äussert sich jetzt erstmals die Ärztin, die besagtes Impfzertifikat ausgestellt hat. Und sie widerspricht: «Ich habe ihn korrekt geimpft», erklärt sie dem Blatt. Darum entspreche dieses Zertifikat der vollen Wahrheit.
Bei Granit Xhaka sei nur eine Impfung nötig gewesen
Gegenüber dem «Blick» erklärt sie weiter: «Das Geschehen der letzten Tage ist überraschend und gleichzeitig belastend. Ich hoffe, dass sich das Ganze bald zum Positiven löst.» Auch wehrt sie sich gegen das Gerücht, ihre Praxis sei geschlossen: «Ich bin weiterhin für die Patienten da, die Praxis ist selbstverständlich geöffnet.»

Den Fall um Granit Xhaka beschreibt sie folgendermassen: Der Nati-Captain habe sich Anfang 2022 an sie gewendet, um ein Covid-Zertifikat zu bekommen. 2021 erkrankte Xhaka bereits an Covid-19.
Deshalb sei nur eine Impfung nötig gewesen: «Weil er ja bereits Antikörper besass, war die erste Impfung als Booster vorgesehen», so die Ärztin weiter. Daraufhin habe sie ihm das Zertifikat ausgestellt – denn diese Impfung habe tatsächlich stattgefunden.
Zudem distanziert sie sich vom impfkritischen Teil der Gesellschaft: «Ich war in Luzern eine der ersten Personen, die geimpft wurden. Ich habe Covid mit viel Respekt behandelt. Ich war keine Impf-Skeptikerin.»







