WM 2026: «Messi beisst sich am Nati-Bollwerk die Zähne aus»

Die Nati trifft in der Nacht auf Sonntag im Viertelfinal der WM 2026 auf Argentinien. Hat die Schweiz eine Chance? Bei Nau.ch ist man sich nicht einig.

WM 2026
Hält das Nati-Bollwerk an der WM 2026 auch gegen Argentinien dicht? - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Um 3 Uhr Schweizer Zeit trifft die Nati in Kansas auf Argentinien.
  • Der Sieger des Spiels zieht an der WM 2026 in den Halbfinal ein.

In der Nacht auf Sonntag steht aus Schweizer Sicht der grösstmögliche Kracher auf dem Programm: Die Nati trifft im Viertelfinal der WM 2026 auf Titelverteidiger Argentinien.

Wer zieht in den WM-Halbfinal ein?

Die Favoriten-Rolle gehört klar den «Gauchos» und Lionel Messi. Hat die Schweiz also überhaupt eine Chance? Auf der Nau.ch-Sportredaktion ist man geteilter Meinung.

Christoph Böhlen, Sportchef

«Das mag jetzt komisch klingen: Aber ich hatte vor dem Achtelfinal gegen Kolumbien das schlechtere Gefühl als heute! Ich war überzeugt, dass Luis Diaz und sein Team der Nati mit ihrer Physis überlegen sind.

Glücklicherweise habe ich mich geirrt: Das Yakin-Team hat dagegengehalten – und im Penaltyschiessen die nötige Abgeklärtheit gezeigt.

WM 2026
An der WM 2026 wartet die grosse Hürde Argentinien auf die Nati. - keystone

Jetzt wartet Argentinien. Ich weiss: Lionel Messi ist kaum zu stoppen, die Gauchos sind auf der Mission Titelverteidigung. Aber wenn ich mir die ersten fünf Spiele an der WM 2026 anschaue: Argentinien lebt eigentlich nur von ihrem Superstar.

Gelingt es der Nati, Messi so gut wie möglich aus dem Spiel zu nehmen, liegt eine Sensation drin! Denn: Defensiv ist der Titelverteidiger anfällig – die Nati braucht also die Effizienz aus dem Algerien-Spiel.

WM 2026
Nico Elvedi und die Nati-Abwehr zeigen bisher eine starke WM 2026. - keystone

Und mit etwas Glück zieht Lionel Messi einen seiner seltenen schlechten Tage ein. Das ist gegen unsere Top-Abwehr mit Nico Elvedi und Manuel Akanji nicht unmöglich.

Zumal dahinter mit Gregor Kobel einer des besten Keeper der Welt zwischen den Pfosten steht. An diesem Nati-Bollwerk kann sich Messi die Zähne ausbeissen.

Sicher: Es muss alles passen gegen den Weltmeister. Aber unmöglich ist es nicht – und Träumen ist erlaubt!»

Nau.ch
Christoph Böhlen, Sportchef bei Nau.ch. - Nau.ch

Nicola Wittwer, Sport-Redaktor

«Ich traue der Nati seit Turnierbeginn zu, jede Mannschaft zu besiegen – das gilt auch für den Weltmeister. Vor Turnierstart tippte ich aber auch auf Argentinien als WM-Sieger. Dabei bleibe ich.

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Gegen Ägypten zieht Argentinien in extremis den Kopf aus der Schlinge. - keystone

Bislang spielt die ‹Albiceleste› in ihrer gewohnten Messi-Manier, schrammt aber knapper am Ausscheiden vorbei als gedacht. Defensiv sind die Argentinier verwundbarer als auch schon – das sollte die Nati im Viertelfinal mehrmals ausnutzen.

Gegen Kap Verde (Verlängerung) und Ägypten (0:2-Rückstand) zeigen die Südamerikaner aber auch eine ihrer Stärken: Sie können leiden und lassen nicht locker.

Argentinien ist aus diesem Grund nur ganz schwer – oder gar nicht – zu besiegen. Schiesst der Gegner drei Tore, machen sie mindestens drei. Schiesst der Gegner kein Tor, ist Argentinien mit einem zufrieden – dann gilt der Fokus der Defensivarbeit.

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Lionel Scaloni peilt mit Argentinien die Titelverteidigung an der WM 2026 an. - keystone

Die ‹Scaloneta› ist eine verschworene Einheit. Unter Trainer Lionel Scaloni ackern, laufen und verteidigen die Spieler allesamt für einen Mann: Lionel Messi. ‹La Pulga› entscheidet als Gegenleistung die Spiele mit Toren und Assists.

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Lionel Messi hat an der WM 2026 bereits achtmal eingenetzt. - keystone

Dieses Rezept funktioniert seit über fünf Jahren. Neben dem WM-Titel in Katar gewann Argentinien auch die Copa América in den Jahren 2021 und 2024. Während nunmehr dreieinhalb Turnieren konnte also niemand mehr ein K.o.-Spiel gegen Messi und Co. gewinnen.

Jetzt versucht es die Nati.

Xhaka und Co. müssen ihre Chancen nutzen, was allein aber nicht reichen dürfte. Die Schweiz muss beten, dass Fussball-Gott Messi Gnade zeigt. Denn alles in allem ist dieses Argentinien einfach zu gut.»

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer ist Sport-Redaktor bei Nau.ch. - Nau.ch

Kommentare

User #2385 (nicht angemeldet)

Gegen Argentinien nur mauern zu wollen, führt zu keinem Erfolg. Früher oder später erreichen die argentinischen Angriffswellen ihr Ziel. Und spielerisch sowie physisch ist die Schweizer Nati weit unterlegen. Auch der argentinische Coach hat sein Strategiepapier bereit.

User #5944 (nicht angemeldet)

Welche Schweiz soll diese Nicht Nati repräsentieren?

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