WM 2026 – Akanji über Ex-Sponsor: «War nicht schweizerisch genug»

Christoph Böhlen
Christoph Böhlen

Bern,

Für die Nati steht die WM 2026 vor der Tür. Im Vorfeld sprechen Stars mit ausländischen Wurzeln in einer Doku über ihren Werdegang. Darunter auch Manuel Akanji.

WM 2026
Manuel Akanji wird bei der WM 2026 als Nati-Abwehrchef im Einsatz stehen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor einigen Jahren verliert Manuel Akanji seinen Sponsoren-Deal als VW-Markenbotschafter.
  • Gemäss dem Nati-Star habe er «nicht schweizerisch genug» gewirkt.
  • Die Amag-Gruppe distanziert sich und spricht von einem möglichen Missverständnis.
  • 2025 sei die Sache in einem klärenden Gespräch abgeschlossen worden.

Im Vorfeld der WM 2026 kommen Schweizer Fussballer mit ausländischen Wurzeln in der Dokuserie «The Belonging» zu Wort.

Kern der vierteiligen Serie von «Sky Switzerland» und «blue Entertainment»: Wie ist es, zwischen mehreren Kulturen aufzuwachsen? Es geht dabei auch um Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und Identität.

Manuel Akanji «wirke nicht genug schweizerisch»

Nati-Verteidiger Manuel Akanji lässt in der Serie mit einer Aussage aufhorchen. Er erzählt, dass ein Sponsoring-Engagement nach zwei Jahren nicht mehr verlängert wurde.

Die Begründung: «Sie haben gemeint, dass ich nicht genug schweizerisch wirke. Und dass ich bei ihrem Zielpublikum nicht genug als Schweizer ankomme.»

WM 2026
Manuel Akanji in einem Testspiel gegen Deutschland. - keystone

Laut Recherchen von SRF handelt es sich bei besagtem Sponsor um VW Schweiz. Der Autohändler ist langjähriger Partner des Schweizer Fussballverbandes. Und engagierte Manuel Akanji 2019 und 2020 als Markenbotschafter.

Die Amag-Gruppe distanziert sich gegenüber SRF von jeglicher Art der Diskriminierung. In einer Stellungnahme erklärt sich der exklusive Generalimporteur von VW.

Sache nach klärendem Gespräch 2025 abgeschlossen

«Es gab 2020 nie einen direkten Austausch mit Manuel Akanji, sondern ausschliesslich mit seinem Management», so die Amag-Gruppe. «Wir haben keine Kenntnis über die Kommunikation zwischen Management und Manuel Akanji und können nicht ausschliessen, dass es dort zu einem Missverständnis kam.»

WM 2026
Für Manuel Akanji und seine Nati-Kollegen steht die WM 2026 vor der Tür. - keystone

Vanessa Luperti, Akanjis Managerin, bestätigt, dass die Gespräche damals über sie geführt wurden. Luperti betont: «Die von 10vor10 aufgegriffene Aussage in ‹The Belonging› wird meines Erachtens korrekt dargestellt.»

Folgen haben die damaligen Vorfälle nicht: 2025 habe ein klärendes Gespräch zwischen Nati-Abwehrchef Akanji und Volkswagen stattgefunden. Die Sache sei abgeschlossen. Und Volkswagen ist weiterhin Partner des Fussballverbandes.

Kommentare

User #2143 (nicht angemeldet)

Ich boykottiere schon lange sämtliche Firmen welche die Schweizer Fussballinternationalmannschaft mit sehr grossen Beträgen finanziell unterstützen.

User #3517 (nicht angemeldet)

Finde dies sehr peinlich für den Sponsor.

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