Schweizer Nati: Positive Noten gegen Slowenien – Freuler bärenstark
Die Schweizer Nati gewinnt auch das dritte Gruppenspiel in der Nations League: Ein 2:1-Heimsieg in Luzern gegen Slowenien. Hier kommt das Tribünenzeugnis.

Das Wichtigste in Kürze
- Trotz eines frühen Rückstands kann die Schweiz im Heimspiel gegen Slowenien 2:1 gewinnen.
- Der standesgemässe Sieg sorgt für ordentliche Noten bei den Nati-Spielern.
- Routinier Remo Freuler sticht besonders positiv heraus.
Die Schweizer Nati gewinnt im ersten Heimspiel nach der WM 2026. In Luzern gerät das Yakin-Team gegen Slowenien früh in Rückstand, dreht die Partie aber noch. Durch den 2:1-Heimsieg steht die Nati nach drei Spielen in der Nations League beim Punktemaximum.
Auch beim knappen Sieg gegen die Slowenen sind alle Schweizer Leistungen im genügenden Bereich. Hier kommen die Noten zum ersten Nati-Heimspiel nach der WM 2026.
Gregor Kobel

Beim ersten Gegentor im dritten Spiel kann Gregi nichts dafür. In der Spielauslösung gibt es aber noch Luft nach oben. Wichtig war Kobels Parade gegen FCB-Stürmer Zan Celar kurz vor Schluss.
Zachary Athekame

Beim Gegentor ist er nicht der alleinige Sündenbock, das geht auf die ganze Verteidigung. Ansonsten gefällt sein resoluter Einsatz – Vorgänger Silvan Widmer dürfte auf der Tribüne Freude am legitimen Nachfolger gehabt haben. Dass offensiv aber noch mehr kommen kann, darf und muss, ist aber auch klar.
Nico Elvedi

Auch unser zuverlässiger Eisvogel sieht beim Gegentor nicht besonders gut aus: Er zieht den Zonk, weil die ganze Defensive keine gute Figur abgibt. In der zweiten Halbzeit wird er im gegnerischen Strafraum umgerissen, da könnte man auch auf den Punkt zeigen.
Manuel Akanji

Auch Manu ist beim Gegentor involviert. Akanji ist der klare Abwehrchef, eine bessere Kommunikation wäre möglich gewesen, denn es wird auf Offside spekuliert! Danach spielt er sein gewohnt sicheres Spiel und überzeugt wie eigentlich immer.
Ricardo Rodriguez

Rici gehört zum Nati-Inventar und ist jetzt schon ein Kult-Verteidiger. Er spulte sein gewohntes Programm ab, als wäre es ein Küchenabwasch, wo am Schluss sauberes Geschirr dasteht. Diese Arbeit braucht es. Brillant wäre aber etwas anderes und nach vorne geht noch mehr.
Ardon Jashari

Zuerst ein Lob an Ardon: Sein Einsatz ist vorbildlich, er versucht viel. Für mich steht ausser Frage, dass Jashari unsere Nati eines Tages als Captain anführen wird.
Aber gegen Slowenien hat sich Ardon für mich zu weit nach hinten orientiert. Etwas weiter vorne, dann wäre unser Spiel kompakter. Es waren auch Ballverluste dabei, die ihm in der Regel nicht passieren. Ardon braucht jetzt einige Spiele, um seine genaue Position zu finden. Und bitte keine Vergleiche mit Granit – Ardon ist ein anderer Spieler!
Remo Freuler

Ein Glück, dass wir Remo in unserer Nati haben, hoffentlich noch lange. Note 5 mit Sternchen! Ich war schon immer ein Fan von seinem Spiel. Denn was Remo macht, hat meistens einen Sinn und ist effektiv.
Remo macht so viele Sachen richtig, er kann das Spiel lesen und seine Zuspiele finden meistens seine Mitspieler. Er ist ein brillanter Balleroberer! Und Remo hat auch immer die nötige Aggressivität dabei. Gestern ist Remo die entscheidende Figur vor dem Ausgleich, auch wenn das Tor nicht auf sein Konto gutgeschrieben werden kann, dafür haben die Slowenen selbst gesorgt.
Sein Laser-Pass vor dem zweiten Nati-Treffer war eine Augenweide. Stark Remo!
Michel Aebischer

Es war nicht das Spiel meines Namensvetters… Michel hatte Glück, dass er nach einem üblen Foul der Slowenen in der ersten Halbzeit unverletzt bleibt. Ansonsten läuft das Spiel aber etwas an Aebischer vorbei und er kann sich nicht prägnant ins Spiel einbringen.
Johan Manzambi

Seine Spielweise macht einfach Spass beim Zusehen. Er ist unser Zirkus-Spieler – verspielt und mutig, erfrischend und stets mit dem Zug aufs gegnerische Tor. Für die Note 5 reicht es nicht, weil die Effizienz fehlt.
Johan bitte nicht vergessen: Das Runde muss ins Eckige!
Dan Ndoye

Trotz heftigem Zusammenprall im Kopfball-Duell mit Drkusic nach 20 Minuten geht das Spiel für Ndoye weiter. Auch ein Sprint, welcher hinter der Werbebande endet, kann Dan an diesem Abend nicht stoppen. Zum Glück! Denn Ndoye erzielt noch vor der Pause das wichtige und spielentscheidende 2:1.
Und Dan hat nach einem Manzambi-Knaller noch die Gelegenheit auf ein zweites Tor – aber sein Abpraller fliegt über das Tor. Trotzdem ein richtig guter Auftritt.
Zeki Amdouni

Nach seinen Toren in den letzten Spielen hat er seine Messlatte selbst etwas höher gelegt. Er schuftet viel, aber seine Chance beim Drehschuss nach der Pause muss ins Tor. Er hatte wohl seinen Pfeilbogen nicht dabei, deshalb gab es seinen Bogen-Jubel diesmal nicht.













