Kind kritisiert DFL-Präsident Rauball wegen 50+1-Aussage

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Deutschland,

Hauptgesellschafter Martin Kind von Fussball-Bundesligist Hannover 96 hat in einem Interview auf der Clubhomepage den scheidenden DFL-Präsidenten Reinhard Rauball kritisiert.

Martin Kind wehrt sich gegen die Aussagen von DFL-Präsident Reinhard Rauball. Foto: Peter Steffen
Martin Kind wehrt sich gegen die Aussagen von DFL-Präsident Reinhard Rauball. Foto: Peter Steffen - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Geschäftsführer der ausgegliederten Profifussball-Gesellschaft von Hannover 96 bezog sich in dem Interview auf Aussagen Rauballs beim evangelischen Kirchentag in Dortmund.

«Die Bundesliga-Vereine müssen sich darauf verlassen können, dass ein DFL-Präsident die Inhalte korrekt darstellt», sagte der 75-Jährige. «Ich habe gelesen, wie sich Herr Rauball geäussert hat und dass er meint, ich wolle – wie er es formuliert hat - 50+1 kippen. Ich erwarte von einem DFL-Präsidenten, dass er mindestens die Fakten korrekt darstellt. Dies bedeutet eindeutig: Wir haben einen Ausnahmeantrag auf Basis von 50+1 gestellt – und nicht zur Abschaffung von 50+1.»

Der Geschäftsführer der ausgegliederten Profifussball-Gesellschaft von Hannover 96 bezog sich in dem Interview auf Aussagen Rauballs beim evangelischen Kirchentag in Dortmund. Der nur noch bis August amtierende Präsident der Deutschen Fussball Liga (DFL) hatte dort gesagt, dass Kind die 50+1-Regel «im Endeffekt kippen möchte».

Tatsächlich hatten Kind und Hannover 96 im Jahr 2017 den Antrag gestellt, eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel zu erhalten, die nur im deutschen Profifussball den Einfluss externer Investoren begrenzen soll. Der Antrag wurde 2018 zunächst von der DFL abgelehnt und von Kind an ein Schiedsgericht weitergereicht. Wegen der unterschiedlichen Auffassungen zwischen der Profifussball-Gesellschaft und dem Stammverein Hannover 96 ruht der Antrag aktuell.

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