Infantino sieht Fehler in Vermarktung der Frauen-WM

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    Frankreich,

    Wegen der unterschiedlichen Preisgelder für Männer und Frauen bei einer Fussball-Weltmeisterschaft muss sich FIFA-Präsident Infantino rechtfertigen. Die deutsche Spielführerin Alexandra Popp aber hält die Debatte für übertrieben.

    Gianni Infantino
    FIFA-Präsident Gianni Infantino beim Kongress des Fussball-Weltverbands in Paris. Foto: Alessandra Tarantino/AP - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • FIFA-Präsident Gianni Infantino hat Fehler des Fussball-Weltverbands in der bisherigen Vermarktung von Frauen-Weltmeisterschaften eingestanden.

    Dies sei ein Grund für die grossen Unterschiede bei den Preisgeldern im Vergleich zum Weltturnier der Männer, sagte der Schweizer nach seiner Wiederwahl durch den FIFA-Kongress in Paris. «Wir müssen den Frauenfussball entwickeln und in ihn investieren. Wir müssen da mehr Aufschwung schaffen und ihn separat vom Männerfussball vermarkten.»

    Das Gesamt-Preisgeld für die Teams bei der Frauen-WM, die am Freitag in Frankreich beginnt, beträgt 30 Millionen US-Dollar. Dies ist zwar eine Verdopplung zur vorigen Auflage von 2015, aber immer noch ein Vielfaches weniger als bei der Männer-WM. Für den Triumph 2018 in Russland erhielt alleine Weltmeister Frankreich 38 Millionen US-Dollar an Preisgeld, insgesamt wurden 400 Millionen ausgeschüttet. «Das hat leider damit zu tun, wie die Rechte vermarktet werden», sagte Infantino.

    Die deutsche Spielführerin Alexandra Popp kann der Diskussion nicht viel abgewinnen. «Die FIFA hat die Prämien schon verdoppelt. Von daher sollten wir die Kirche im Dorf lassen», sagte die 28 Jahre alte Nationalspielerin am Mittwoch im Quartier der deutschen WM-Auswahl in Bruz. Im DFB-Team sei das zumindest derzeit kein Thema: «Wir konzentrieren uns auf uns und unsere Spiele.»

    Popp hatte gemeinsam mit dem Mannschaftsrat die Prämien des DFB ausgehandelt. Im Fall des WM-Titelgewinns bekäme jede Spielerin insgesamt 75.000 Euro - so viel wie nie zuvor. Die deutschen Fussballer waren für einen WM-Sieg 2018 in Russland mit 350.000 Euro pro Nase vom DFB belohnt worden.

    Zuletzt hatte die australische Spielergewerkschaft die FIFA aufgefordert, den Frauen das gleiche Preisgeld zu offerieren und dafür eine Kampagne gestartet. Auch die US-Amerikanerinnen und skandinavische Nationen hatten sich in der Vergangenheit mehrfach eine finanzielle Gleichbehandlung gewünscht.

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