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FCB: Maissen erteilt Lichtsteiner ein Shaqiri-Auswechselverbot

Erni Maissen
Erni Maissen

Basel,

Schluss mit den Auswechslungen von Xherdan Shaqiri beim FCB! Stephan Lichtsteiner schwächt seinen Captain, schreibt Nau.ch-Kolumnist Erni Maissen.

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Erni Maissen ist FCB-Legende und Nau.ch-Kolumnist. - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • Erni Maissen kritisiert Stephan Lichtsteiner für seine Shaqiri-Auswechslungen.
  • «Er gibt ihm nicht die Wertschätzung, die er verdient», so die FCB-Legende.
  • Zudem schreibt Maissen über die Personalien Celar, Victory, Hunziker und Koloto.

Zwei Spiele, vier Torschüsse, ein Tor. Beim FCB ist beim besten Willen nicht zu erkennen, woran in der Sommerpause geschraubt wurde. Der Basler Fussball ist weder interessanter noch variantenreicher geworden. Null Schritte nach vorne unter Coach Lichtsteiner.

Ganz ehrlich: Vaduz-Spiele sind viel besser anzuschauen als jene des FCB. Der Aufsteiger erarbeitet sich Chance um Chance, verliert zwei Mal unverdient.

Basel kann das nicht. Was Rotblau zeigt, ist deutlich zu wenig, um vorne dabei zu sein. Wenn es Shaqiri nicht läuft, läuft es dem FCB nicht.

Es ist offensichtlich, dass das Verhältnis zwischen Trainer Lichtsteiner und Captain Shaqiri nicht gut ist.

Xherdan Shaqiri fc basel
Xherdan Shaqiri liefert sich im Spiel gegen Lausanne ein Wortgefecht mit Stephan Lichtsteiner. Nach dem Spiel erklärt er, dass er bloss Anweisungen nicht verstanden habe. - SRF

Sofort aufhören mit den Shaqiri-Wechseln!

Im Lausanne-Spiel kommt es zum Wortgefecht auf dem Platz zwischen den ehemaligen Nati-Teamkollegen. Ein Indiz, dass die Chemie nicht stimmt, ist auch die Statistik. In 17 Partien unter Lichtsteiner verbucht der einstige Liga-Topscorer zwei Skorerpunkte.

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Stephan Lichtsteiner schwächt Xherdan Shaqiri, findet Erni Maissen. - keystone

Bei Shaqiri ist nur noch wenig Begeisterung und Lust zu sehen. Kein Wunder, wenn dich der Trainer schwächt.

Was sollen eigentlich diese Shaqiri-Auswechslungen? Dass Shaqiri daran keine Freude hat, ist klar. Coach Lichtsteiner muss damit sofort aufhören.

Sollte Lichtsteiner aufhören, Shaqiri auszuwechseln?

Meine Meinung ist klar: Shaqiri darfst du nie rausnehmen. Ein stehender Ball reicht, um in den letzten 15 Minuten ein Spiel zu entscheiden.

Lichtsteiner schwächt Shaqiri, statt ihn zu stärken

Lichtsteiners Aufgabe wäre es, sein 34-jähriges Genie zu stärken. Zu 100 Prozent hinter ihm stehen.

Shaq muss alle Freiheiten haben, seine grosse Qualität ist die Kreativität. Shaqiri muss von Laufarbeit befreit werden. Das dürfen jüngere Spieler für ihn erledigen, dafür braucht es keine Ausbildung. Wenn du einen Shaqiri im Team hast, dann musst du dein Spiel auf ihn ausrichten, sonst geht es nicht.

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Zan Celar schiesst gegen Lausanne anstelle von Xherdan Shaqiri einen Freistoss. - keystone

Stattdessen wird Shaqiri in der Schlussphase, wenn das Spiel in die entscheidende Phase geht, ausgewechselt. Damit schwächt Lichtsteiner den Status des Captains und besten Spielers der Mannschaft. Lichtsteiner gibt ihm nicht die Wertschätzung, die er verdient. Schluss damit!

Der Trainer ist böse angezählt

Mit den beiden Auftritten ist Lichtsteiner böse angezählt. Für mich war es von Anfang an der falsche Trainer (hier gehts zur Maissen-Kolumne zur Lichtsteiner-Anstellung).

Lichtsteiner ist gekommen und hat gleich drei entscheidende Spiele in drei Wettbewerben verloren. Ein schlimmer Einstand – doch Lichtsteiner braucht Zeit, so hiess es. Das war übrigens im letzten Februar.

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Erreicht Stephan Lichtsteiner die Mannschaft des FCB? Nein, findet Erni Maissen. - keystone

Zeit hatte Lichtsteiner also genug, inklusive ganzer Vorbereitung. Ich glaube nicht, dass er die Mannschaft erreicht.

Mit einem Sieg gegen Thun am Sonntag würde er sich etwas Luft verschaffen. Doch es ist ein ewiges Auf und Ab. Das erfüllt die Ansprüche in Basel nicht (mindestens Top-3).

Zum Schluss noch ein Wort zu einigen Personalien.

Celar, Victory, Hunziker – und wurde Koloto überheblich?

Zan Celar: Ist noch keine Licht-Figur im Sturm. In Lugano hat er einst 15 Saison-Tore erzielt – allerdings waren sechs davon Penaltys.

Im Ausland lief es dann nicht mehr. Ich erwarte von ihm, dass er sich selbst Chancen erarbeitet. Muss sich verbessern.

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Zan Celar verwandelt in seinem ersten Spiel für den FCB einen Penalty. - keystone

Akpe Victory: Viele haben einen guten Eindruck von ihm. Er ist sicher kopfballstark, die Abwehr hat stabil ausgesehen.

Trotzdem stehe ich auf die Euphorie-Bremse: Servette und Lausanne haben offensiv gar nichts zustande gebracht. Ich fälle mein Urteil nach einer Partie gegen YB, Lugano oder St. Gallen.

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Wie wird Akpe Victory gegen Teams wie YB verteidigen? Bisher macht der neue Abwehr-Mann einen guten Job. - keystone

Andrin Hunziker: Der FCB wollte ihn nicht mehr. Für den FCSG trifft er im ersten Spiel zum Sieg. Es sah so aus, als habe er alle Lügen gestraft.

Auch hier bin ich skeptisch bei den endgültigen Meinungen. Schon im zweiten Spiel taucht er ab, wird ausgewechselt. Sein Ersatz erzielt zwei Tore – setzt sich Hunziker wirklich durch?

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Andrin Hunziker hat einen neuen Club gefunden. - keystone

In früheren Kolumnen schrieb ich, dass Hunziker die Sturm-Probleme des FCB nicht löst. Und bleibe dabei.

Giacomo Koloto: Ihn hat man Hunziker vor die Nase gesetzt. Doch nun wird Giacomo Koloto in die U21 zurückgestuft. Das ist sehr speziell – und gibt Raum für Spekulationen.

Was ist los? Setzt man Druck auf, weil Koloto überheblich wurde?

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Letzte Saison noch Hoffnungs-Träger: Giacomo Koloto spielte beim FCB zuletzt für die U21. - keystone

Zur Person: Erni Maissen

Erni Maissen absolvierte 406 Spiele für den FCB, erzielte dabei 142 Tore. Damit liegt er an dritter Stelle, einzig Marco Streller und Seppe Hügi schossen noch mehr Tore. In Basel ist der 67-Jährige bis heute eine Legende.

Bereits als Spieler hat der ehemalige Stürmer seine Meinung immer klar und deutlich gesagt. Das wird sich auch in seiner Nau.ch-Kolumne nicht ändern. Versprochen!

Kommentare

User #1578 (nicht angemeldet)

Danke FC Winterthur, dass du aus dieser Witz-Liga abgestiegen bist!

User #1860 (nicht angemeldet)

Klar, der Shaqiri darf herumstehen und andere sollen die Arbeit für ihn machen. Fakt ist, dass er absolut nicht fit ist. Da nützt es überhaupt nichts, das Spiel auf ihn zuzuschneiden. Das funktioniert im heutigen Fussball überhaupt nicht mehr. Shaqiri will die Rosinen und nichts dafür tun. Jedem Gegner fällt es leicht, einen Shaqiri, der alles andere als Austrainiert wirkt, kalt zu stellen. Darauf zu hoffen, dass er gegebenfalls in der Schlussphase eines Spiels eventuell mal einen Freistoß versenkt, ist absolut fahrlässig. In der Nati hat man das bereits viel früher erkannt. Wenn Shaqiri dem FC Basel etwas gutes tun will, dann sollte er zurücktreten, damit der Trainer endlich wieder eine MANNSCHAFT zum trainieren bekommt.

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