FC Winterthur: Wird Rahmen den Sonntag im Kloster verbringen?
Der FC Winterthur trennt sich vom FCZ 2:2 – und hofft jetzt auf ein Wunder aus Genf. Patrick Rahmen wird den Sonntag trotzdem nicht im Kloster verbringen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Winti rettet gegen den FCZ per Penalty ein 2:2 – zu wenig im Abstiegskampf.
- Gewinnt GC am Sonntag gegen Servette, ist Winterthurs Abstieg praktisch besiegelt.
- Trainer Patrick Rahmen weicht der Frage nach einer Kerze für Servette lachend aus.
Geht Patrick Rahmen am Sonntag ins Kloster Einsiedeln, um eine Kerze für Servette anzuzünden? Diese Frage stellte Nau.ch-Fussballchef Mischi Wettstein dem Trainer des FC Winterthur nach dem 2:2 gegen den FC Zürich.
Der Hintergrund: Winti braucht ein GC-Spiel, das nicht mit einem GC-Sieg endet – sonst ist der Abstieg rechnerisch praktisch besiegelt. Rahmen lacht. Dann sagt er: «Ich glaube, Servette wird das sportlich annehmen und nochmal alles geben, und dann werden wir sehen, was dabei herauskommt.»
Selber wolle er das Spiel nicht schauen. «Ich habe so viele Matches geschaut in den letzten Wochen. Also ich werde den Match sicher nicht verfolgen und dann nach Spielschluss das Resultat anschauen.»
FC Winterthur: «Wir wussten, dass wir einen Dreier brauchen»
Das Lachen von Rahmen kann nicht überdecken, was an diesem Samstag auf der Schützenwiese auf dem Spiel stand. Und was für den FC Winterthur verloren ging. «In unserer Situation kann ich gar nicht gut damit leben», sagt Rahmen über das Remis.
«Wir wussten, dass wir einen Dreier brauchen, um eine realistische Chance zu halten. Jetzt ist es rechnerisch noch nicht ganz klar, aber wir wissen, dass es extrem schwierig wird. Und wenn GC morgen gewinnt, dann wissen wir auch Bescheid.»

Andrin Hunziker hatte Winterthur in der 96. Minute per Penalty noch einen Punkt gerettet. Doch in der Halbzeit zuvor liess Winti zwei Riesen-Chancen auf die Führung liegen. «Wir haben uns schwer getan, den Gegner unter Druck zu setzen», so Rahmen.
Die Mannschaft habe nicht frei aufspielen können – «und das hat auch seine Gründe». Trotzdem: «Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute, auch physisch alles gegeben. Und dass es mental schwierig ist, ist klar.» Jetzt müsse man es gegen Lausanne besser machen – «und mal schauen, was GC macht.»
Bernegger erklärt seine Keny-Entscheidung
Beim FCZ war Trainer Carlos Bernegger nach dem späten Penalty-Ausgleich des FC Winterthur gefragt. Er musste etwa erklären, warum Torschütze Philippe Keny eigentlich auf der Bank gesessen hätte. Der Senegalese kam nur ins Spiel, weil sich Reverson beim Aufwärmen verletzte.
«Es war meine Entscheidung, dass ich mit Reverson starten möchte. Und Keny hat das sehr professionell aufgenommen», so Bernegger. «Leider hat Reverson eine Verhärtung geholt, und ich hoffe, dass er nicht so lange ausfällt.»
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Inwiefern die Saison-Endphase für seine Spieler bereits ein Probespiel für nächste Saison sei, entgegnet Bernegger: «Genau das ist eben die Gefahr – man bewegt sich auf zwei Schienen.»
Auf mentaler Ebene spiele das eine sehr grosse Rolle. «Die Mannschaft hatte eine sehr intensive Saison: verschiedenes Training, Umbruch, neue Spieler. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns auf Spiel nach Spiel fokussieren. Und was die Zukunft anbelangt, das ist der falsche Ort – die Gegenwart zählt.»
Es gehe nun darum, «diesen möglichen Sieg, der aber ein Unentschieden wurde, richtig zu analysieren. Dann müssen wir neue Kraft sammeln und für das nächste Spiel richtig parat sein.»
So geht's weiter
Für den FC Zürich geht es in der Super League am Samstag mit dem Stadtderby weiter: Am 18 Uhr trifft das Bernegger-Team auf die Grasshoppers.
Für den FC Winterthur geht es in der Relegation Group mit einem Heimspiel gegen Lausanne weiter (18 Uhr). Möglicherweise tritt man dann bereits als Absteiger an.












