FC Thun – Heule: «Sind über 70 Minuten dominant aufgetreten»
Der FC Thun nimmt Kurs in Richtung Europa. In der Qualifikation zur Europa League gewinnt der Schweizer Meister das Hinspiel gegen Vikingur Reykjavik mit 3:0.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Thun gewinnt sein Heimspiel gegen Vikingur Reykjavik mit 3:0.
- In der Startphase betreiben die Thuner Chancenwucher – und treffen trotzdem zweimal.
Der Schweizer Meister geht einen grossen Schritt in Richtung europäischer Gruppenphase. Im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde in der Europa League gewinnt der FC Thun mit 3:0 gegen Vikingur Reykjavik.

«Wir haben als Team eine gute Leistung gezeigt», sagt Michael Heule nach dem Spiel bei SRF. «Wir hatten nach der Pause eine Phase, in der wir unser Spiel nicht durchgezogen habe. Dann wird es auch gegen diesen Gegner schwierig. Aber über 70 Minuten sind wir dominant aufgetreten.»
FC Thun überrollt Reykjavik in Anfangsphase
Nach der Klatsche im Derby gegen YB zeigt Thun im Heimspiel gegen Reykjavik sofort ein anderes Gesicht: Schon in den ersten zehn Minuten haben die Thuner mehrere Grosschancen. Maier, Labeau und Matoshi prüfen Fridriksson.

Nachdem der Goalie auch eine Grosschance von Gutbub vereitelt, fällt das 1:0 doch: Der anschliessende Eckball bringt ein Kopfball-Tor von Captain Bamert. Und nur kurze Zeit später trifft Labeau zum 2:0.
Thuner im VAR-Glück
Lange wird eine Offside-Position geprüft, aber auch der zweite Treffer bleibt bestehen. Und Thun hat gleich nochmal VAR-Glück: Das vermeintliche Anschlusstor von Thordarson wird aberkannt, weil Bürgy im Vorfeld gefoult wurde.

Weitere Chancen der Thuner vor der Pause bleiben ungenutzt: Allen voran Labeau scheitert immer wieder an Fridriksson. Die zweite Halbzeit verläuft etwas ausgeglichener, weiter ist der Schweizer Meister aber gefährlicher.
Bis sich ein Isländer in der 85. Minute plötzlich ein Herz fasst: Sein wuchtiger Distanzschuss klatscht an den Pfosten. Auch Heule und Goalie Steffen müssen in hoher Not noch einmal retten, mit etwas Glück hält Thun das 2:0.
Doch dann kommt es sogar noch besser: Fabio Saiz trifft mit einem traumhaften Distanzschuss. Ein Thuner nimmt dem Goalie die Sicht, ein mögliches Offside wird aber nicht geahndet. Die Isländer sind ausser sich, während Thun einen 3:0-Heimsieg feiert.
Damit macht der FC Thun einen grossen Schritt in Richtung europäische Gruppenphase. Schalten die Oberländer das Team aus Island aus, stehen sie mindestens in der Ligaphase der Conference League.

Trotzdem hebt Michael Heule den Mahnfinger: «Im Fussball weiss man nie! Ein 3:0 ist eine gute Ausgangslage. Aber wir sind uns bewusst, dass wir im Rückspiel nochmal alles raushauen müssen.»
Die Partie in Reykjavik steigt am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr. Zuvor treffen die Thuner in der Super League am Sonntag auswärts auf den FC Basel (16.30 Uhr).













