Nach Widerstand: Kanton verzichtet auf Asylunterkunft in Kandersteg
Eigentlich war geplant, in einem Gebäude in Kandersteg bald 200 Asylsuchende unterzubringen. Daraus wird nun nichts. Der Widerstand war gross.

Das Wichtigste in Kürze
- Aus dem geplanten Asylheim in Kandersteg BE wird nichts.
- Die Eigentümer des entsprechenden Gebäudes haben ihr Angebot zurückgezogen. Sie wurden angefeindet.
- Der Kanton Bern sucht nun eine alternative Liegenschaft.
Das Grossprojekt sorgte im Berner Oberland lange für Stunk – jetzt wurde es abgeblasen: In Kandersteg BE war eine neue Asylunterkunft geplant. In der Bevölkerung kam die News gar nicht gut an.
Es gab heftigen Widerstand – Nau.ch war im Juni vor Ort.
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Das Gebäude, in dem die Unterkunft geplant wurde, sei für bis 80 Personen konzipiert, sagte Mitte-Grossrat René Maeder zu Nau.ch. Doch geplant wurde eine Asylunterkunft für 160, im Ausnahmefall bis zu 200 Personen.
«So viele Personen auf einmal kann die Gemeinde nicht verkraften», betonte Maeder.
Kanton prüft jetzt andere Gebäude
Die Eigentümerschaft des ehemaligen Instituts in Kandersteg BE zieht sich zurück. Der Kanton Bern prüft nun andere Liegenschaften im Berner Oberland.
Der Kanton Bern muss auf die geplante Kollektivunterkunft für Asylsuchende im ehemaligen Institut Kandersteg verzichten.
Die Eigentümerschaft der Liegenschaft hat dem Amt für Integration und Soziales (AIS) der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) mitgeteilt, dass sie das Objekt nicht mehr für dieses Vorhaben zur Verfügung stellt und davon zurücktritt.
Eigentümer angefeindet
Aufgrund der besonders angespannten Situation und der zunehmenden Anfeindungen gegen die Eigentümerschaft hat sie sich entschlossen, das Projekt abzubrechen.
Der Kanton Bern nimmt diesen Entscheid zur Kenntnis und bedauert den Rückzug.
Der Kanton Bern plante im ehemaligen Institut Kandersteg eine Kollektivunterkunft mit einer Kapazität von zuletzt höchstens 120 Bewohnerinnen und Bewohnern.
Die Ausgangslage bleibt unverändert: Im Berner Oberland besteht weiterhin Bedarf an zusätzlichen Unterbringungsplätzen für Asylsuchende. Das AIS wird deshalb die Übernahme geeigneter Liegenschaften in der Region weiterhin prüfen, um die gesetzlich vorgeschriebene Unterbringung sicherzustellen.











