FC St.Gallen scheitert in Europa-League-Quali zu zehnt an Benfica
Für den FC St.Gallen ist der Traum von der Europa League geplatzt – und zwar sehr deutlich: Die Espen gehen auswärts bei Benfica Lissabon mit 0:5 baden.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC St.Gallen spielt in dieser Saison definitiv nicht in der Europa League.
- Die Espen scheitern nach dem 2:1-Hinspielsieg in der 2. Quali-Runde an Benfica Lissabon.
- Auswärts setzt es nach einem Platzverweis eine 0:5-Abfuhr.
Der FC St.Gallen hat das «Wunder von Lissabon» verpasst – und das deutlich: Eine Woche nach dem sensationellen 2:1-Heimsieg gegen Benfica Lissabon gehen die Espen auswärts in Lissabon unter. Nach einer 0:5-Klatsche in Unterzahl ist der Traum von der Europa League für die Ostschweizer ausgeträumt.
Der Schweizer Cupsieger lässt sich trotz ausgesperrter Espen-Fans von der feindlichen Kulisse zunächst nicht beeindrucken. Doch nach zehn Minuten schlägt es ein: Rafa Silva enteilt der Defensive nach einem langen Einwurf. Er legt clever zurück auf Vangelos Pavlidis, der Watkowiak – im Einsatz für den verletzten Zigi – keine Abwehrchance lässt.

Der Treffer stellt in der Addition auf 2:2 und verleiht den Hausherren so richtig Schwung. Immer wieder wird die Abwehr des FC St.Gallen mit schnellen Vorstössen ausgehebelt. Die Espen, die zu Beginn gut dagegenhielten, können sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien.
FC St.Gallen kann Benfica-Offensive nicht stoppen
Zehn Minuten vor der Pause wird es dann so richtig heiss vor dem Tor von Watkowiak: Eine Ecke von der rechten Seite kommt scharf in den Sechzehner, ein Portugiese kommt zum Kopfball. Watkowiak reagiert aber glänzend, verhindert den Einschlag und rettet die Espen mit 0:1 in die Pause.

Doch nach dem Seitenwechsel ist der FSCG-Schlussmann machtlos – und wieder ist es Pavlidis: Die Portugiesen kombinieren vor dem Strafraum der Ostschweizer herrlich über mehrere Stationen. Am Ende kommt Pavlidis aus elf Metern freistehend zum Abschluss und stellt auf 2:0 nach 55 Minuten.
Gelb-Rot gegen Stanic als Vorentscheidung
Keine zwei Minuten später der nächste Nackenschlag: Der gelbverwarnte Stanic stellt dem enteilenden Sudakov das Bein in den Weg. Ein klares Foul, eine klare Gelbe Karte – die logische Konsequenz ist Gelb-Rot. Die letzte halbe Stunde spielt der FC St.Gallen also auch noch in Unterzahl.

Knappe zehn Minuten später jubelt Benfica erneut: Nach einem Flipperball vor dem Tor fliegt due Kugel erneut zu Pavlidis, der per Kopf zum 3:0 verwandelt. Die Szene wird zunächst abgepfiffen, dann aber vom VAR lange geprüft. Schliesslich zählt der Treffer und der Grieche darf seinen Hattrick bejubeln.
Vierter Pavlidis-Treffer vom Elfmeterpunkt
Und Pavlidis darf sein Treffer-Konto in Minute 74 nochmals aufbessern: Nach einem ungeschickten Foul von Frokaj im Sechzehner zeigt der Schiedsrichter sofort auf den Punkt. Der Grieche darf antreten und haut die Kugel humorlos ins Kreuzeck. Watkowiak ist im falschen Eck und kann das 0:4 nach 74 Minuten nicht verhindern.

Danach wird Pavlidis ausgewechselt, das Toreschiessen geht aber weiter: Nach einem kurz ausgeführten Eckball bringen die Portugiesen die Kugel ins Zentrum. Dort löst sich Clement Lenglet von seinen Gegenspielern und legt den Ball per Volley in die Maschen. Auch hier ist der bedauernswerte Watkowiak machtlos.
FC St.Gallen darf noch auf Conference League hoffen
In den Schlussminuten kommen die Espen dann sogar noch zu einer Halbchance, Lenglet klärt aber vor Hunziker. Kurz darauf setzt Frokaj den Ball nach einer herrlichen Solo-Aktion am Tor vorbei.

Am Ende bleibt es bei der 0:5-Abfuhr in Lissabon und dem Europa-League-Aus mit einem Gesamt-Skore von 2:6. Als Trostpreis bleibt den Ostschweizern die Hoffnung auf die Conference League.
In der Qualifikation für die dritte Europacup-Liga steigen die Espen in Runde drei ein, müssen also noch zwei Hürden nehmen. Das erste Los wirkt aber machbar: Für die Espen geht es nach Moldawien zu Sheriff Tiraspol, das gegen Maccabi Tel Aviv unterlag.












